Poolheizung Vergleich und Kaufberatung


Welche Arten von Poolheizungen gibt es?

Die Sonne ist ein recht unzuverlässiger Partner, wenn es darum geht, das Wasser im Pool auf angenehme Badetemperatur zu erwärmen. Ins kalte Wasser muss deshalb aber dennoch niemand springen. Immerhin gibt es etliche Alternativen, mit denen sich das Poolwasser erwärmen lässt.

Poolheizung Arten

 

  1. Solarheizung
  2. Wärmetauscher
  3. Wärmepumpe
  4. Gas- oder Elektroheizung
  5. Poolofen

Alle diese Varianten sind für die Nutzung am Pool geeignet. Allerdings gibt es zwischen den jeweiligen Möglichkeiten ein paar wichtige Unterschiede.

1. Die Solarheizung

Die Solarheizung besteht aus einem oder mehreren Sonnenkollektoren und einer Umwälzpumpe. Das Sonnenlicht, welches auf die Kollektoren trifft, erwärmt die geschwärzten Röhren, durch die das kalte Poolwasser mit Hilfe der Umwälzpumpe geleitet wird. Auf dem Weg durch die Röhren erwärmt sich das Wasser und fließt dann wieder zurück in den Pool.

Die Vorteile der Solarheizung sind die inzwischen günstigen Anschaffungskosten, die einfache Montage, die hohe Umweltfreundlichkeit und die Tatsache, dass kaum Betriebskosten auflaufen.

Allerdings hat eine Solarheizung auch Nachteile. Denn die Solarheizung funktioniert nur dann, wenn die Sonne scheint. Auch ist Heizleistung (im Vergleich mit anderen Varianten) eher gering.

2. Der Wärmetauscher

Der Wärmetauscher wird häufig im Zusammenspiel mit einer Zentralheizung verwendet. Dies erhitzt Wasser, welches durch Rohre in einen Behälter geleitet wird. Dort trifft das kalte Wasser aus dem Pool auf die erwärmten Rohre und heizt sich dadurch auf. Das erwärmte Wasser wird dann wieder in den Pool geleitet.

Der große Vorteil des Wärmetauschers ist es, dass er bei relativ geringen Betriebskosten sehr effizient arbeitet. Zudem ist das gesamte System verhältnismäßig wartungsarm und recht umweltfreundlich.

Die Nachteile des Wärmetauschers sind die hohen Anschaffungskosten und die Tatsache, dass für die Installation ein Fachmann engagiert werden muss. Zudem sollte sich der Pool möglichst nah am Haus befinden.

3. Die Wärmepumpe

Auch bei der Wärmepumpe ist ein Wärmetauscher mit im Spiel. Bevor hier jedoch der Kontakt mit dem kalten Wasser stattfindet, kommt zunächst die Wärmepumpe zum Einsatz. Diese saugt Luft aus der Umgebung an und leitet sie in einen mit Kühlmittel gefüllten Verdampfer. Dort gibt die Luft ihre Wärme an das Kühlmittel ab. Dieses wird durch das Erhitzen gasförmig. In einem Kompressor wird das Gas verdichtet, wodurch es sich weiter erhitzt. Das so erhitzte Gas wird durch Röhren zum Wärmetauscher geleitet, wo es dann das kalte Wasser aus dem Pool erhitzt. Das abgekühlte Kühlmittel wird wieder flüssig und fließt zurück in die Wärmepumpe.

Der größte Vorteil der Wärmepumpe ist die Möglichkeit, die Wassertemperatur damit sehr genau regulieren zu können. Und das bei einem relativ geringen Energieverbrauch.

Allerdings gibt es hier auch einige Nachteile. Der größte ist wohl der hohe Anschaffungspreis für die Anlage. Auch muss die Anlage unbedingt von einem Fachmann installiert werden. Zudem ist eine Stromquelle in unmittelbarer Nähe zum Pool notwendig.

4. Gas- und Elektroheizung

Bei der Gas- oder Elektroheizung wird das Poolwasser mittels einer Pumpe in entweder durch eine mit Heizspiralen oder einer Gasflamme betriebene Poolheizung geleitet, um dann wieder zurück in den Pool zu fließen.

Die Vorteile liegen vor allem in der einfachen Montage und den geringe Anschaffungskosten.

Allerdings ist nachteilig anzumerken, dass hier hohe Betriebskosten auflaufen und die Heizungen nur für kleine Pools geeignet sind.

5. Poolofen

Diese Variante funktioniert wie der gute alte Badeofen. Dieser doppelwandige Ofen wird meist mit Holz aufgeheizt. Das Poolwasser wird dann mit Hilfe einer Pumpe durch die Wände des Ofens geleitet, wo es sich aufwärmt.

Der Vorteil des Poolofens ist die simple Konstruktion, die kaum Wartung erfordert und die geringen Betriebskosten.

DieNachteile sind unter anderem der hohe Anschaffungspreis und der hohe Aufwand während der Nutzung.

Welche Arten von Solarpoolheizungen gibt es?

Solarpoolheizungen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Zu den am weitesten verbreiteten Solarheizungen für Pools gehören die flexiblen Solarabsorber.

Die flexiblen Solarabsorber sind aufgrund ihrer modularen Bauweise für Pools jedweder Größe geeignet. Die Größe der Solaranlage kann so auf den individuellen Bedarf angepasst werden. Die einzelnen Bahnen mit den Rohren können, zum Beispiel bei kleinen Pools oder aufgestellten Pools, einfach auf die Wiese gelegt werden. Sie können aber auch auf einem Dach fest installiert werden.

Eine weitere Möglichkeit bieten die Solarschnecken. Der Vorteil dieser Variante ist die pyramidenartige Anordnung der Rohre, wodurch die einzelnen Module wesentlich kompakter gebaut werden können. Das macht sie auch für kleinere Pools ideal. Denn in Anbetracht ihrer geringen Grundfläche sind sie sehr effektiv. Zudem ist auch die Platzersparnis für das Aufstellen dieser Module ein wesentlicher Vorteil, wenn man nur über wenig Fläche verfügt. Auch hier können in Abhängigkeit von der Poolgröße natürlich mehrere Module miteinander verbunden werden.

Die etwas teurere Variante bei den Solarpoolheizungen sind die hochleistungsfähigen Solarkollektoren. Die sind vom Prinzip her mit den normalen Solarabsorbern vergleichbar. Allerdings sind die Bahnen mit einem Gehäuse aus Glas umschlossen. Dadurch entsteht zunächst einmal ein Gewächshauseffekt. Das heißt, dass sich die Luft um die Absorber selbst auch erhitzt. Der Effekt durch die Sonne wird dadurch noch einmal verstärkt, wodurch das Wasser noch schneller erhitzt werden kann. Zudem schützt das Gehäuse vor Wind. Der kühlende Effekt des Windes ist dadurch weniger stark ausgeprägt. Diese leistungsfähigen Solarkollektoren werden, anders als die anderen Varianten, vor allem auf dem Dach (eines Gartenhauses oder einer Garage) installiert. Durch die Tatsache, dass die Kollektoren durch ein Gehäuse geschützt sind, muss die Poolheizung vor dem Winter nicht abgebaut werden.

Tipp: Wenn man verhindern möchte, dass das erwärmte Poolwasser über Nacht wieder auskühlt, kann man den Pool mit einer dämmenden Folie abdecken. Es gibt sogar Solarfolien, die so beschaffen sind, dass sich das Wasser darunter erwärmt, wenn die Sonne scheint. Solche Solarfolien sind ideal, wenn der Pool nicht genutzt wird. Zudem schützen Folien das Wasser vor Verschmutzung.

Tipps zum Kauf einer Solarpoolheizung

Um den optimalen Nutzen aus einer Poolheizung ziehen zu können, ist es zunächst einmal wichtig, die richtige Größe zu wählen.

Bei einer Solarheizung für Pools wird empfohlen, dass die Absorberfläche identisch mit der Oberflächengröße des Pools sein sollte.

Ist die Absorberfläche kleiner als die Oberfläche des Pools, kann es deutlich länger dauern, bis das Wasser erwärmt ist. Größer als die Oberfläche des Pools darf die Absorberfläche gerne sein. Je größer die Fläche der Solarheizung, desto schneller ist das Wasser erwärmt.

Beim Kauf ist es natürlich auch wichtig, die Platzverhältnisse im eigenen Garten nicht aus den Augen zu verlieren. Wer wenig Platz für die Installation einer Solarheizung im Garten hat, kann das durch den Montagetyp der Solarheizung ausgleichen. Auch wenn der Garten beispielsweise nicht groß genug ist, um eine Absorberbahn in der angemessenen Größe auf dem Rasen auszubreiten, kann man sich anderweitig behelfen. Und zwar gibt es Varianten, die auf einem Aufsteller montiert werden können. Die benötigte Grundfläche für die Montage ist hier geringer. Der Vorteil der aufstellbaren Solarkollektoren ist, dass man sie bequem nach der Sonne ausrichten kann.

Man kann aber auch zu einer Solarheizung greifen, die auf dem Dach montiert werden kann.

Wenn eine Solarheizung auf dem Dach montiert werden soll, dann sollte sie unbedingt frostsicher sein, damit man sie vor dem Winter nicht wieder abmontieren muss. Zudem wird es bei dieser Montageweise notwendig werden, dass eine zusätzliche Pumpe installiert wird, mit der der Höhenunterschied überwunden werden kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der beim Kauf beachtet werden sollte, ist die Qualität. Einige Solarpoolheizungen sind schon recht günstig zu bekommen. Allerdings sollte man bedenken, dass die Anlagen ständig der Sonne und anderen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind. Sind billige Materialien verarbeitet worden, kann das schnell zu Leistungseinschränkungen und Defekten führen. Daher sollte man lieber einmal richtig investieren, um gute, langlebige Qualität zu erhalten.

Pool-Wärmepumpe: Wie funktioniert sie?

Eine Wärmepumpe für den Pool ist durchaus mit einem Kühlschrank zu vergleichen. Zumindest ist das Prinzip, welches sich dahinter verbirgt vergleichbar.

Die elektrisch betriebene Poolheizung besteht aus mehreren Komponenten. Da wäre zunächst der Ventilator, der die Luft aus der Umgebung ansaugt. Die Luft wird über die Oberfläche des Wärmetauschers geleitet. In dem Wärmetauscher befindet sich flüssiges Kühlmittel. Dieses wird durch die angesaugte Luft erhitzt. Durch das Erhitzen des Kühlmittels wird des gasförmig. Das erwärmte Gas strömt dann durch einen Kompressor. Dort wird das gasförmige Kühlmittel komprimiert, wodurch es sich noch weiter erhitzt. Das nun heiße Gas wird dann zum Kondensator geleitet. Dort gibt das Gas seine Heizenergie an das kalte Poolwasser ab, welches durch den Kondensator fließt. Das erwärmte Poolwasser fließt nun zurück in den Pool, während das abgekühlte, und nun wieder flüssige Kühlmittel, wieder zurück in den Wärmetaucher fließt.

Damit die Wärmepumpe effektiv arbeiten kann, ist die Temperatur der Umgebungsluft wichtig. Je kälter die Umgebungsluft ist, desto geringer ist die Heizleistung der Wärmepumpen-Heizung. Umgekehrt verspricht eine hohe Umgebungstemperatur auch eine höhere Heizleistung. Die beste Leistungsfähigkeit erreichen Wärmepumpen bei einer Umgebungstemperatur von 25° Celsius.

Die Wärmepumpen können natürlich auch in der Nacht betrieben werden. Allerdings ist der Wirkungsgrad dann eher gering, da auch in Sommernächten die Temperatur häufig stark absinkt.

Pool-Wärmepumpe: Tipps für den Kauf

Der Kauf einer Wärmepumpen-Heizung für den Pool sollte gut durchdacht werden. Denn die Anlagen sind nicht unbedingt billig. Erst recht nicht, wenn man sich für gute Qualität entscheidet. Die gute Qualität nützt allerdings rein gar nichts, wenn die Leistung der Anlage nicht ausreicht, um das Wasser im Becken zu erhitzen.

Ideal ist es, wenn die Anlage die Wassertemperatur im Becken innerhalb von vier Stunden um 1° Celsius erhöhen kann.

Beim Kauf einer Wärmepumpe sollte man als Faustregel für die Heizleistung den vierten Teil des Beckeninhaltes annehmen.

Gegebenenfalls kann es nützlich sein, wenn die Heizleistung der Anlage höher gewählt wird als notwendig gewesen wäre.

Wer seinen Pool mit einer Wärmepumpen-Anlage beheizt sollte unbedingt auch eine Solarabdeckung für den Pool benutzen. Das ist vor allem aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch aus Umweltschutzgründen sinnvoll. Denn die Wärmepumpen-Heizung verbraucht recht viel Energie, um das Wasser zu erwärmen. In der Nacht kühlt das Wasser naturgemäß wieder ab, wodurch es am nächsten Tag wieder erneut aufgewärmt werden muss. Das Abkühlen des Wassers kann man (zum Teil) verhindern, indem man den Pool über Nacht mit einer isolierenden Folie abdeckt. Das Poolwasser kann so tagsüber kontinuierlich erwärmt werden, da es in der Nacht nicht mehr so stark auskühlt. Das schont auf Dauer den Geldbeutel und die Umwelt.

Der Platz ist, anders als bei Solaranlagen, kein großes Thema beim Kauf einer Wärmepumpen-Heizung. Wer dennoch auf den Platz achten muss, der sollte beim Kauf darauf achten, dass der Ventilator die Luft von oben ansaugt. Das spart noch einmal ein paar Zentimeter.

Beim Kauf einer Wärmepumpe sollte auch auf die Angaben der Hersteller bezüglich der Lautstärke geachtet werden. Denn hier gibt es durchaus Unterschiede.

Welche Poolheizung im Winter und im Frühjahr?

Wenn die Außentemperaturen sinken, dann endet auch die Badesaison. Und dann muss nicht nur der Pool selbst winterfest gemacht werden, auch die Poolheizung muss auf den Winter vorbereitet werden.

Bei einer Solarpoolheizung kommt es darauf an, ob sie frostsicher ist oder nicht. Fest montierte Solarheizungen sind in der Regel frostsicher und müssen vor dem Winter nicht demontiert werden. Flexible Solarheizungen sollten jedoch vor dem ersten Frost entleert und frostsicher gelagert werden. Bei flexiblen Solarheizungen ist es ohnehin oft so, dass sie nach dem Gebrauch verräumt werden um Platz zu sparen. Dank der einfachen Montage und Demontage solcher Solarabsorber ist das kein Problem.

Wärmepumpen arbeiten für gewöhnlich bis zu einer Außentemperatur von +5° noch zuverlässig. Allerdings ist es fraglich, ob die Heizleistung dann noch ausreichend ist, um das Wasser zu erwärmen. Bevor der erste Frost eintrifft, sollten aber auch Wärmepumpen entleert werden, damit die Rohre nicht platzen können.

Bei Wärmetauschern ist es ähnlich. Auch sie können noch bei relativ niedrigen Temperaturen eingesetzt werden. Fraglich ist jedoch auch in diesem Fall, ob die eingesetzte Energie für die ausreichende Erwärmung des Poolwassers sorgen kann. Bevor es mit den Temperaturen in den Minusbereich geht, sollten jedoch Wärmetauscher abgelassen und frostsicher gelagert werden. Es gibt allerdings auch hochpreisige Varianten, die sogar für den Einsatz im Winter geeignet sind.

Die elektrischen Poolheizungen können je nach Art und Hersteller bis zu unterschiedlichen Temperaturuntergrenzen betrieben werden. Dabei gilt jedoch, dass mit den sinkenden Temperaturen die Kosten für den Betrieb der Anlage steigen. Frostsicher sind die elektrischen Heizungen nicht. So müssen auch hier alle Rohre entleert werden. Zudem sollte die Anlage frostsicher überwintert werden.

Bevor die Poolheizungen im Frühjahr wieder in Betrieb genommen werden können, sollten sie gründlich gewartet werden. Vor allen Dingen sollten aber die Rohrleitungen überprüft werden, ob sich darin Schmutz angesammelt hat, der die Leitungen eventuell verstopfen kann.

Wer seinen Pool auch in milden Wintern oder schon im Frühjahr nutzen möchte, der ist mit dem Wärmetauscher und mit der elektrischen Poolheizung am besten beraten. Denn die bringen auch bei niedrigen Temperaturen noch eine gewisse Leistung. Selbstverständlich nur bei erhöhten Energiekosten.

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