Salzwasserpool Kaufberatung

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Wenn es um Swimmingpools geht, kommen schnell Fachbegriffe auf, mit denen viele Verbraucher, die sich vorher noch nie mit dem Thema beschäftigt haben, nichts anfangen können. Da ist zum Beispiel von Aufstellpools, Fertigpools, Stahlwandpools oder auch Sandfilteranlagen die Rede. Immer wieder fällt auch der Begriff Salzwasserpool. Worum es bei diesem Thema geht, was einen Salzwasserpool besonders macht und was Sie beachten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist ein Salzwasserpool?

Wie es der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei einem Salzwasserpool um ein Schwimmbecken, das anstelle mit normalen Trinkwasser mit Salzwasser gefüllt ist. Der Salzgehalt ist jedoch deutlich geringer als im Ozean. Meerwasser hat einen Salzgehalt von 3,5 Prozent. Der Salzgehalt im Salzwasserpool beträgt dagegen nur etwa 0,4 Prozent. Das entspricht in etwa nur einem Zehntel des Salzgehalts im Meerwasser. Ein weiterer großer Unterschied besteht nicht nur im Salzgehalt, sondern auch in der Zusammensetzung des gelösten Salzes. Neben Natriumchlorid enthält Meerwasser noch eine lange Liste weiterer gelöster Verbindungen:

  • Magnesiumchlorid
  • Kaliumchlorid
  • Magnesiumsulfat
  • Calciumcarbonat
  • Jod

und noch weitere Spurenelemente (einschließlich Gold). Das Salzwasser im Swimmingpool wird dagegen künstlich hergestellt. Dazu dient industrielles Siedesalz. Darin ist lediglich Natriumchlorid (Kochsalz) enthalten. Der Zweck des Salzwasserpools ist einfach. Das dem Wasser zugesetzte Kochsalz (Natriumchlorid) ist eine Chlorverbindung. In einer Elektrolyseanlage wird ein Teil des Kochsalzes in Natriumhypochlorit umgewandelt. Das ist ein Desinfektionsmittel und macht die Zugabe von Chlor zum Wasser überflüssig.

Wie wird die Salzlösung hergestellt?

Das ist ganz einfach. Sie müssen nur eine der Größe des Beckens angemessene Menge an Siedesalz ins Wasser kippen und die Filteranlage einschalten. Dadurch entsteht eine Zirkulation, die das Salz innerhalb kurzer Zeit gleichmäßig im gesamten Pool verteilt.

Pro Kubikmeter Wasser benötigen Sie in etwa zwischen 3 – 4 kg Salz. Den Salzgehalt können Sie mit Teststreifen messen. Diese und Siedesalz (manchmal auch direkt Poolsalz genannt) können Sie in namhaften Onlineshops bestellen. Auch Baumärkte führen die Produkte im Sortiment.

Dosieren Sie das Salz langsam und vorsichtig. Geben Sie am Anfang lieber etwas weniger ins Wasser und warten für mehrere Stunden, bevor Sie den Salzgehalt messen. Sollte die Konzentration unter 0,25 Prozent liegen, geben Sie langsam mehr Salz dazu, bis die gewünschte Konzentration erreicht ist.

Achtung!
Auf keinen Fall zu viel Salz auf einmal in das Becken kippen, da sonst der Salzgehalt zu hoch wird. Das kann verschiedene Probleme verursachen.

Welche Vorteile hat ein Salzwasserpool?

Die Antwort auf diese Frage könnten man kurz zusammenfassen:

  • gut für die Gesundheit
  • gut für den Geldbeutel
  • gut für die Umwelt
  • einfache Bedienung

Die einzelnen Punkte sollen in den folgenden Abschnitten etwas näher erläutert werden.

Vorteile für die Gesundheit

Das Salzwasser ist gut für die Haut. Es wirkt wie ein natürliches Heilmittel bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Hautausschlägen. Auch den Haaren tut Salzwasser gut. Es fühlt sich weich und geschmeidig an. Der Salzgehalt ist übrigens so gering, dass er kaum zu spüren ist.

Ein Salzwasserpool benötigt wesentlich weniger Chemikalien als ein klassischer Pool. Das bedeutet, es gibt keine Probleme mit roten Augen und die Haut trocknet nicht so stark aus.

Die Desinfektion in einem Salzwasserpool funktioniert besser, weil automatisch. Weder besteht die Gefahr einer Überdosierung von Chemikalien ( mit schädlichen Folgen für die Gesundheit) noch einer zu geringen Konzentration von Chemikalien und damit der Gefahr von Keimbildung und schlechter Wasserqualität.

Vorteile für den Geldbeutel

Für einen Salzwasserpool benötigen Sie deutlich weniger Poolchemikalien als bei einem klassischen Swimmingpool. Diese Chemikalien sind nicht gerade billig. Siede- oder Poolsalz kostet dagegen nur ein paar Euro pro Sack mit 25 kg Inhalt. Auch die Ausgaben für andere Chemikalien zur Wasserpflege fallen deutlich geringer aus.

Vorteile für die Umwelt

Ein Salzwasserpool benötigt bedeutend weniger Chemikalien als ein klassischer Pool. Das wirkt sich positiv auf die Umwelt aus, da das Poolwasser früher oder später wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückkehrt. Auch die Belastungen und Gefahren für die Menschen sind bei einem Salzwasserpool geringer. Chlor ist eine aggressive Chemikalie. Viele seiner Verbindungen sind giftig, ätzend und reizen die Haut. Das bringt Probleme bei Transport und Lagerung mit sich. Beim Hantieren ist eventuell Schutzausrüstung wie Brille und Handschuhe erforderlich. Kleine Kinder oder Haustiere können durch Chlor Schaden erleiden. Diese Probleme gibt es mit dem Siedesalz für den Salzwasserpool nicht. Es muss bei der Lagerung einzig vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Vorteile für den Betrieb

Die Salzanlage arbeitet vollautomatisch. Nur sehr selten muss frisches Salz dem Poolwasser zugesetzt werden. Selbst wenn Sie wochenlang in Urlaub fahren, finden Sie bei der Rückkehr einen Pool mit klarem Wasser vor. Die Wartung beschränkt sich darauf, von Zeit zu Zeit den Salzgehalt und den pH Wert zu messen. Auch bei großer Hitze von mehr als +30°C „kippt“ das Poolwasser nicht, da es zu keiner explosionsartigen Vermehrung von Algen kommt.

 

Welche Nachteile hat ein Salzwasserpool?

  • Die Vorteile überwiegen bei weitem. Trotzdem hat ein Salzwasserpool auch einige Nachteile. Der größte ist der wesentlich höhere Anschaffungspreis einer Salzanlage im Vergleich zu ein paar Chlortabletten aus dem Baumarkt. Langfristig lohnt sich jedoch die Salzanlage, weil sie weniger Betriebskosten verursacht.
  • Der zweite Nachteil ist die im Vergleich zum Süßwasser stärkere Förderung der Korrosion durch das Salzwasser. Materialien wie Stahl oder Eisen, die mit Salzwasser in Kontakt kommen, rosten schnell.

Achtung!
Das gilt nicht nur für die Wände des Pols, sondern auch für die Technik wie Umwälzpumpe, Sandfilteranlage und Zubehör wie Einlaufdüsen, Schrauben oder Abdeckgitter.

Für einen Salzwasserpool müssen Sie extra Maßnahmen zum Korrosionsschutz treffen, die zusätzliches Geld kosten.

Welcher Pool ist für Salzwasser geeignet?

Im Prinzip eignet sich fast jede Art von Swimmingpool auch für Salzwasser. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Stahlwandpools.

Stahlwandpools und Edelstahlpools sind nicht als Salzwasserpool geeignet, weil das Salzwasser die Stahlwände angreift und sie zerfrisst.

Alle anderen Materialien und Poolarten eignen sich in der Regel für Salzwasser. Das trifft beispielsweise auf folgende Ausführungen zu:

Wie wird eine Salzanlage eingebaut?

Der Einbau erfolgt in den Wasserkreislauf des Pools. In der Regel muss die Salzanlage druckseitig, nach der Sandfilteranlage, installiert werden.

Wie die Montage genau zu erfolgen hat, ist von Modell zu Modell verschieden. Ziehen Sie am besten die Montageanleitung zu Rate. Sollten Sie diese nicht mehr besitzen, wenden Sie sich an den Hersteller oder den Verkäufer. Nicht selten stehen die Anleitungen als Download auf der Homepage bereit.

Gibt es im Salzwasserpool Chlor?

Nein, nicht direkt. Die Salzanlage funktioniert mit dem im Wasser gelösten Kochsalz. Das Wasser strömt durch die Anlage und wird einer elektrischen Spannung ausgesetzt. Dadurch zerfällt das Kochsalz in seine elementaren Bestandteile Natrium und Chlor. Die Salzanlage erzeugt also ihr eigenes Chlor. Das tötet die im Wasser befindlichen Keime und Mikroorganismen ab und verbindet sich direkt danach wieder mit dem Natrium, um erneut Kochsalz zu bilden. Dadurch nimmt die Salzkonzentration nur sehr langsam ab. Sie müssen lediglich ein- bis zweimal pro Woche den Salzgehalt testen.

Welche Salzanlagen sind empfehlenswert? – Salzysteme von Intex

Die Firma Intex gehört zu den bekanntesten Herstellern von Salzanlagen. Ihre Produkte der Reihe Krystal Clear sind besonders beliebt. Das liegt daran, dass es sich um hochwertige Erzeugnisse handelt, die eine lange Lebensdauer haben und isch einfach bedienen lassen. Krystal Clear Salzanlagen arbeiten vollautomatisch. Selbst bei Wassertemperaturen von mehr als +30°C funktionieren sie noch einwandfrei.

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Besonders benutzerfreundlich sind die Kombi-Modelle. Diese bestehen aus Sandfilteranlagen und einer Salzanlage. Die Elektrolyse-Zellen verfügen über einen Selbstreinigungsmechanismus. Dadurch verlängert sich ihre Lebensdauer. Bei den Kombi-Systemen sind die Leistungen der Sandfilteranlage und der Salzanlage exakt aufeinander abgestimmt. Die kleineren Modelle eignen sich für Pools bis ca. 32.200 l Inhalt, die größeren für Becken bis 56.800 l. Ein Standardpool mit den Abmessungen 8 x 4 x 1,5 m hat in der Theorie ein Volumen von 48.000 l. In der Praxis ist es natürlich weniger, weil der Pool wohl kaum jemals randvoll mit Wasser gefüllt wird.

Mit welcher Salzanlage kann ich meinen Pool nachrüsten?

Darüber hinaus bietet Intex auch separate Salzwassersysteme an. Diese weisen einen ähnlich hohen Bedienkomfort auf wie die Kombi-Anlagen. Die separaten Salzanlagen eignen sich vor allem zum Nachrüsten. Damit können Sie Ihren herkömmlichen Pool zu einem Salzwasserpool umbauen. Dabei sollten Sie aber darauf achten, dass die Leistung der Salzanlage und des Sandfilters zueinander passen. Prüfen Sie unbedingt vor dem Kauf, ob sich Ihr Pool für den Umbau zum Salzwasserpool eignet. Es könnte sein, dass Sie bestimmte Teile der Technik austauschen müssen.

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Was beinhaltet ein Salzwasserpool-Komplettset?

Das Komplettset enthält alles, was Sie für Ihren Pool brauchen. Dazu gehören je nach Ausführung das Fertigbecken, die Salzanlage, die Sandfilteranlage (inklusive Sand), die Sandfilterpumpe, Einlauf- und Auslaufdüsen und Zubehör wie eine Treppe oder Leiter und Unterwasser-LEDs zur Beleuchtung. Dazu kommen dann noch Verbindungselemente wie Schrauben und Muttern sowie diverse andere Kleinteile.
Ein Komplettset hat 2 hauptsächliche Vorteile:

  • Es ist günstiger als wen Sie die Teile einzeln kaufen
  • Die Teile sind aufeinander abgestimmt und passen

Was müssen Sie bei einem Salzwasserpool beachten?

In einem Abschnitt weiter oben wurde kurz erwähnt, welche Arten von Pools für Salzwasser geeignet sind. Mit dem richtigen Material für die Wände ist es jedoch nicht getan. Technik und Zubehör des Salzwasserpools muss korrosionsbeständig sein. Das betrifft die Umwälzpumpe, die Sandfilteranlage, Beleuchtung, Schrauben, Nieten und Zubehör wie Leitern, Treppen oder Handläufe. Selbst bestimmte Sorten von Edelstahl innerhalb des Zubehörs können durch Salzwasser angegriffen werden. Sie müssen sich unbedingt beim Hersteller oder Verkäufer der Geräte erkundigen, ob sie für Salzwasser geeignet sind. Eventuell kann es erforderlich sein, Teile aus Stahl oder Eisen gegen solche aus Kunststoff oder Edelstahl auszutauschen. Alternativ könnte auch ein Schutzanstrich funktionieren, der jedoch regelmäßig erneuert werden muss.

Wie hoch sind die Betriebskosten eines Salzwasserpools?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort, weil sehr viele Faktoren eine Rolle spielen, die bei jedem Pool anders sind. Es kommt auf die Größe und die Bauart des Pools an, von wie viel Personen er wie oft genutzt wird, ob es eine Poolheizung gibt und um welche Art von Heizung es sich handelt.

Im Allgemeinen lässt sich nur sagen, dass ein Salzwasserpool geringere Betriebskosten verursacht als ein klassischer Pool mit Süßwasser. Das liegt an 2 Faktoren: der Salzwasserpool benötigt weniger Chemikalien, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Das bedingt auch, dass die Filteranlage weniger oft laufen muss, weil das Wasser sauberer ist. Das spart Strom. Diesen Vorteil kann jedoch schnell zunichte gemacht werden, wenn dafür die Poolheizung auf Höchstleistung arbeitet.

Wie wird der Salzwasserpool überwintert?

Das Verfahren unterscheidet sich nicht von dem eines normalen Pools. Folgen Sie den diesbezüglichen Tipps und Hinweisen der Anleitung des Herstellers. Alle frostempfindlichen Teile wie die Salzanlage oder den Motor der Pumpe bauen Sie ab. Überhaupt ist es am besten, wenn Sie alle Teile abmontieren, bei denen es möglich ist, beispielsweise Leitern und Handläufe. Der Sandfilter muss leer sein. Aus allen Leitungen muss das Wasser entfernt werden, damit sie bei Frost nicht platzen. Decken Sie den Pool mit einer stabilen Plane ab.

Eignet sich ein Salzwasserpool für Kinder?

Definitiv ja. Der Salzgehalt ist nur gering. Er entspricht in etwa dem in den östlichen Teilen der Ostsee. Dort baden bekanntlich auch viele Kinder. Salzwasser ist sogar verträglicher als normales Poolwasser, weil es nicht so viele Chemikalien enthält. Auf jeden Fall schadet es Kindern nichts, wenn sie ein bisschen davon beim Plantschen verschlucken.

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