Wärmepumpen für den Pool: Kaufberatung, Leistungskoeffizient, Betriebskosten


Ein Swimmingpool im eigenen Garten bietet eine willkommene Abkühlung an heißen Tagen und sorgt für Erholung und Urlaubsstimmung. Leider ist in unserem mitteleuropäischen Klima das Wasser während des größten Teils des Jahres zum Baden viel zu kalt. Wenn Sie den Pool nicht nur für ein paar Tage im Hochsommer nutzen wollen, ist eine Poolheizung unverzichtbar. Dafür kommen verschiedene Arten in Frage. In der Praxis haben sich auf Wärmepumpen basierende Geräte gut bewährt.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe als Poolheizung?

Das Grundprinzip der Wärmepumpe ist ganz einfach. Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und überträgt sie an das zu erwärmende Medium (das Poolwasser). Dasselbe Prinzip, nur in umgekehrter Reihenfolge, kommt im Kühlschrank zur Anwendung. Folgerichtig besteht auch eine Wärmepumpe zur Poolheizung aus ähnlichen Komponenten wie ein Kompressions-Kühlschrank:

  • Ventilator
  • Verdampfer
  • Kompressor
  • Kondensator

Die Wärmepumpe arbeitet mit 2 getrennten Kreisläufen.

  1. Im ersten Kreislauf zirkuliert das Kältemittel.
  2. Im zweiten Kreislauf wird die Wärme an das Poolwasser übertragen.

Das ganze funktioniert folgendermaßen: Ein Ventilator saugt Umgebungsluft an und bläst sie über den Verdampfer. Der nimmt die Wärme auf und gibt sie (zusammen mit der aufgenommenen elektrischen Leistung) an das im Inneren befindliche Kältemittel ab. Dieses verdampft dadurch und strömt zum Kompressor. Der Kompressor verdichtet es. Dadurch erhitzt es sich stark. Das heiße Gas strömt zum Kondensator (Verflüssiger). Der wird vom kalten Poolwasser umströmt. Jetzt beginnt der zweite Kreislauf. Das Kältemittel gibt seine Wärme an das Poolwasser ab, das sich dadurch erwärmt. Das Kältemittel kühlt sich ab und wird dadurch wieder verflüssigt. Anschließend strömt es zum Verdampfer, wo der Kreislauf von vorn beginnt.

Welche Hersteller und Modelle sind empfehlenswert?

Marktführer sind die Hersteller/ Firmen MIDAS, Steinbach / Intex, Zodiac, Interline, Ubbink, Oku, Aqualux.

MIDAS: Herausragende Qualität

Die deutsche Firma MIDAS gibt es schon seit 1974. Sie gehört zu den besten Anbietern von Wärmepumpen für den Pool. Kennzeichen sind die herausragende Qualität bei gleichzeitig hohen Leistungskoeffizienten (COP). Die Produkte werden auch über well2wellness bei Amazon verkauft.

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Poolgröße Modell
Bis 10 m³ Mida Quick 4 (Link zu Amazon/Anzeige)
Bis 20 m³ Mida Quick 6
Bis 45 m³ Mida Quick 10 (Link zu Amazon/Anzeige)
Bis 60 m³ Mida Quick 13 (Link zu Amazon/Anzeige)
COP
Luft = 15°C,
Wasser = 26°C
Modell
3,7 Mida Quick 4
4,3 Mida Quick 6
4,4 Mida Quick 10
4 Mida Quick 13

Steinbach: Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Die österreichische Firma Steinbach ist ebenfalls führend im Schwimmbadbereich und ein etablierter Anbieter im Bereich von Pools und Poolzubehör. Die Produkte sind im Gegensatz zu den MIDAS Wärmepumpen günstiger und für den Durchschnittsverbraucher gedacht, der für akzeptables Geld eine gute Qualität für sein Privatpool erhält.

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Die Luft-Wärmepumpe Waterpower von Steinbach ist z.B. ein qualitativ hochwertiges Produkt mit Titan-Wärmetauscher, einem guten Leistungskoeffizienten und einem vergleichsweise niedrigen Preis. Die Waterpower gibt es in drei unterschiedlichen Modellen, die sich in der Heizleistung unterscheiden und für unterschiedlich große Pools gedacht sind. Das kleinere Modell weist eine Heizleistung von 3.9 kW auf, das größere 5.1 kW auf und das größte Modell 8,3 kW. Geeignet sind sie für jeweils bis zu 20, 30 und 55 m³ große Pools. Das 3,9 kW und das 8,3 kW Modell besitzen einen Leistungskoeffizienten (COP) von 5.2, das 5,1 kW Modell einen COP von 5,3. Leider gibt der Hersteller nicht an unter welche Bedingungen (Lufttemperatur / Wassertemperatur) die Heizleistung gemessen wurde, und somit ist kein fairer Vergleich mit anderen Wärmepumpen möglich. Amazon Kunden zeigen sich jedenfalls durchaus zufrieden mit der Waterpower Luft-Wärmepumpe.

Zodiac

Die Firma Zodiac Pool Care Europe wurde 1998 gegründet. Die Zodiac Wärmepumpen gehören zu den teueren Modellen für private Schwimmbecken. Sie sind innovativ, qualitativ hochwertig, sparsam und umweltfreundlich. Die Zodiac ZS500 beispielsweise passt im Gegensatz zu Standard-Wärmepumpen Ihre Leistung durch 3 Heizmodi intelligent an die Umweltbedingungen an. Dafür kostet sie auch über 4000 Euro. 

Ein günstigeres Modell ist die kompakte Zodiac Z200 M3 Schwimmbad Wärmepumpe mit einer Heizleistung (Luft 15 ° C / Wasser 26 ° C) von 7 kW und einen Leistungskoeffizienten (COP) von 4.4. Sie ist für kleine bis mittelgroße Becken bis 45.000 Liter geeignet und besitzt ein Anti-Korrosions-Polypropylen-Gehäuse und Wärmetauscher aus Titan.

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Wie funktioniert eine Wärmepumpe als Poolheizung in der Praxis?

Im Praxisbetrieb arbeiten Wärmetauscher-Poolheizer weitestgehend automatisch. Sie geben einfach auf dem Display die gewünschte Temperatur des Poolwassers ein und die Heizung schaltet sich entsprechend ein und aus. Sie läuft nicht permanent wie die Sandfilteranlage.

Die Wärmepumpe schaltet sich nur dann ein, wenn die momentane Temperatur des Poolwassers unter der gewünschten eingestellten Temperatur liegt. Ist die gewünschte Temperatur erreicht stellt sich die Pumpe auf Standby.

Theoretisch kann eine Wärmepumpe auch noch bei leichtem Frost funktionieren (bis ca. -5°C), in der Praxis sind aber Temperaturen von etwa +8°C die untere Grenze, bis zu der sich eine Wärmepumpe als Poolheizung lohnt. Je höher die Umgebungstemperatur ist, um so effizienter arbeitet die Wärmepumpe als Poolheizung. Das Optimum der Leistung liegt bei ungefähr +25°C. Bei kälteren Temperaturen würde sie ununterbrochen laufen. Das würde die Energiekosten in die Höhe treiben und außerdem zu vorzeitigem Verschleiß führen. Die Wärmepumpe und der Elektromotor, der den Ventilator und den Kompressor antreibt, muss vor Frost und Niederschlag geschützt werden.

Mit einer Wärmepumpe als Poolheizung können Sie die Badesaison in Ihrem Pool vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst ausdehnen. Die Nutzungsdauer des Pools wird sich mit Sicherheit mehr als verdoppeln.

Vor- und Nachteile einer Wärmepumpe

Wie jedes Gerät hat auch eine Wärmepumpen-Poolheizung ihre guten und schlechten Seiten.

Vorteile auf einen Blick

  • sehr leistungsstark
  • Wasser kann bis zu +40°C erwärmt werden (empfehlenswert für den normalen Schwimmbetrieb sind 26 – 30°C)
  • Betrieb auch ohne Sonnenschein und bei kühlen Wetter möglich (+5°C )
  • Einfache Bedienung
  • Eingabe einer gewünschten Temperatur möglich
  • Automatisches An- und Ausschalten

Nachteile auf einen Blick

  • relativ hoher Anschaffungspreis
  • benötigt Strom (Betriebskosten)
  • erzeugt Lärm (ähnlich wie bei einem Kühlschrank)
  • benötigt Wartung und Reparaturen

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Wärmepumpe achten?

Welche Leistung für welche Poolgröße? Um wieviel Grad pro Stunde wird das Poolwasser erwärmt?

Das wichtigste Kaufkriterium bei einer Wärmepumpe ist die Leistung. Diese sollte so hoch sein, dass die Wärmepumpe das Poolwasser pro Stunde Betriebsdauer um 0,2 bis 0,25 Grad pro Stunde erwärmen kann. Die Leistung der Wärmepumpe wird in kW angegeben. Fast immer gibt der Hersteller auch an, für welche Poolgröße (in Kubikmetern) sich die Wärmepumpe eignet. Zur groben Orientierung können Sie folgende Werte benutzen:

Poolgröße Heizleistung
10 – 20 m³ 3 – 6 kW
(Bsp: Mida Quick 4)
30 – 45 m³ 7 – 11 kW
(Bsp: Mida Quick 10)
50 – 60 m³ 12,5 – 16 kW
(Bsp: Mida Quick 13)
bis 90 m³ 24 kW
  • Kleine Pools 

Ein kleiner runder Frame Pool zum Planschen mit dem Durchmesser 366 cm, besitzt je nach Höhe ein Wasserinhalt von 8 -10 Kubikmetern. Bei einem solchen Pool mit 10 m³ Wasservolumen müsste die effektive Heizleistung etwa 3 kW betragen, um einen Temperaturanstieg von 0,2 °C pro Stunde zu gewährleisten [5]. Die Betriebsdauer pro Tag würde ca. 4 Stunden betragen. Das heißt, eine Erwärmung des Poolwassers von ca. 0,8 °C pro Tag. Will man die Betriebsdauer verkürzen, so müsste man eine Pool-Wärmepumpe mit höherer Heizleistung wählen.

  • Mittelgroße Swimming Pools

Ein mittelgroßer Swimming Pool mit der Länge 8 Meter weist einen Wasserinhalt von ca. 50 auf. Bei einem solchen Pool müsste die effektive Heizleistung etwa 13 kW betragen, um einen Temperaturanstieg von 0,2 °C pro Stunde zu gewährleisten. Die Betriebsdauer pro Tag würde ca. 4 bis 5 Stunden betragen. Das heißt, eine Erwärmung des Poolwassers von ca. 1 °C pro Tag.

Poolgröße Betriebsdauer
10 m³ ca. 4 Stunden am Tag
50 m³ ca. 5 Stunden am Tag

Nicht immer werden die oben genannten Richtwerte für die Poolgröße genau getroffen. Hier zwei Beispiele von dennoch gute Wärmepumpen:

Die Steinbach Waterpower 5000 (5,1 kW) ist für Pools mit einem Wasservolumen von maximal 30.000 Liter und einem Mindestwasserdurchsatz von 3.000 Liter pro Stunde einsetzbar.

Die Steinbach Waterpower 8500 (8,3 kW) ist für Pools mit einem Wasservolumen von 55.000 Liter und einem Mindestwasserdurchsatz von 3.500 Liter pro Stunde geeignet.

Wie vergleicht man die Leistung von verschiedenen Wärmepumpen?

Beim Vergleich von Wärmepumpen sollte man immer auf die angegebenen Messbedingungen achten, das heißt bei welcher

  • Wassertemperatur
  • Lufttemperatur
  • Luftfeuchtigkeit

die Heizleistung gemessen wurde. Diese Bedingungen sollten bei den zu vergleichenden Modellen gleich sein.

Ein Beispiel:

Wärmepumpe Wärmepumpe Mida Quick 10:

Heizleistung (Luft 15°C, Wasser 26°C): 7,1 kW

Wärmepumpe Mida Quick 13:

Heizleistung (Luft 15°C, Wasser 26°C): 9,4 kW

Ein hoher Leistungskoeffizient (COP) senkt die Betriebskosten

Die Leistung einer Wärmepumpe sollte so hoch wie möglich und gleichzeitig der Energieeinsatz so gering wie möglich sein, um einen hohen Leistungskoeffizient (COP) zu gewährleisten. COP steht für „Coefficient of Performance“ und gibt die Effizienz der Wärmepumpe an.

Hochwertige Wärmepumpen haben bei einer Lufttemperatur von 15 Grad Celsius und einer Wassertemperatur von 26 Grad Celsius einen COP-Wert von mindestens 4. Bei einer Lufttemperatur von 24 Grad Celsius und einer Wassertemperatur von 26 Grad Celsius sollte der Leistungskoeffizient mindestens 5 betragen.
COP
Luft = 15°C,
Wasser = 26°C
Modell
3,7 Mida Quick 4
4 Mida Quick 13
4,3 Mida Quick 6
4,4 Mida Quick 10
4,4 Zodiac Z200 M3

Als Beispiel für eine Wärmepumpe mit einem sehr guten Leistungskoeffizient betrachten wir die Mida Quick 10, mit einer Heizleistung von 7,1 kW und einer elektrischen Leistungsaufnahme von 1,6 kW (bei einer Lufttemperatur von 15 Grad Celsius und einer Wassertemperatur von 26 Grad Celsius). Der Leistungskoeffizient beträgt hier 4,4.

Das heißt, dass nur 22 % der erforderlichen Wärmemenge tatsächlich aus dem Stromnetz kommen. Die restlichen Watt kommen von der Außentemperatur. Je höher die Außentemperatur ist, desto höher ist der Leistungskoeffizient und desto niedriger sind die Betriebskosten.

Berechnung des Stromverbrauchs

Die folgende Tabelle zeigt schätzungsweise die Höhe der Stromkosten einer Wärmepumpe pro Jahr.

Poolgröße Stromkosten
10 m³ 104,6 Euro pro Jahr
50 m³ 652 Euro pro Jahr

Berechnung:

Nehmen wir einen Pool mit 50 m³ und eine Heizleistung der Wärmepumpe von 13 kW (bei 18°C Wasser- und 22°C Lufttemperatur). Das ergibt nach der oberen Rechnung 1°C pro Tag (siehe Abschnitt: „Welche Leistung für welche Poolgröße?“). Um das Poolwasser eines 50 m³ Pools zu erwärmen braucht man pro Grad 58 kWh.

Woher kommen die 58 kWh?

Laut Gesetzen der Physik benötigt man 1,16 kWh, um die Temperatur von 1 m³ Poolwasser um 1°C zu erhöhen. Für 50 m³ wären es 58 kWh.

=> Das ergibt: Heizleistung pro Tag = 58 kWh

Für die gesamte Nutzungsdauer der Pool-Wärmepumpe während der 5 Monate von Mai bis September (150 Tage) ergibt sich:

=> Heizleistung pro Jahr (150 Tage x 58 kWh/Tag) / 4 = 2.175 kWh

Der Faktor 4, durch den wir hier teilen, kommt folgendermaßen zustande: Da die Heizenergie ja hauptsächlich aus der Umgebung kommt und nicht aus der Stromleitung, müssen wir noch durch den Leistungskoeffizient der Wärmepumpe teilen. Wir gehen von einen Leistungskoeffizient von 4 aus (das Verhältnis der Heizenergie zur aufgebrachten elektrischen Energie).

Geht man nun von einem Kilowattstunden-Preis von etwa 30 Cent pro Kilowattstunde aus, so ergeben sich folgende Stromkosten:

=> Stromkosten pro Jahr =  652 Euro.


Bei einem 10 Pool wäre die nötige Aufwärmung ca. 0.8 °C pro Tag, wobei pro Grad ca. 11,6 kWh benötigt werden.

=> Das ergibt: Heizleistung pro Tag = 9,3 kWh

=> Heizleistung pro Jahr (150 Tage x 9,3 kWh/Tag) / 4 = 349 kWh

=> Stromkosten pro Jahr =  104,6 Euro.

Geräuschpegel

Im Betriebsmodus hat eine hochwertige Luft-Wärmepumpe einen sehr geringen Geräuschpegel zwischen 35 bis 45 dB. Die Schallleistung einer ebenfalls noch im guten Bereich liegende Pumpe kann auch 53 dB betragen, wie bei dem 8,3 kW Modell der Waterpower von Steinbach. Dies entspricht in etwa dem Laufgeräusch eines Kühlschranks. Zur Abschwächung der Vibrationsentwicklung können zusätzlich handelsübliche Vibrationsdämpfer verwendet werden.

Einfache Bedienung

Die Bedienung der Luft-Wärmepumpe sollte einfach sein: Wärmepumpe einschalten und die gewünschte Wassertemperatur im Schwimmbecken einstellen. Das LCD-Display sollte einfach bedienbar sein und alle Daten und Funktionen für den Benutzer bereithalten. So kann zwischen dem Heiz- oder Kühlmodus ausgewählt, die gewünschte Temperatur eingestellt und diverse Daten zu der Luft-Wärmepumpe abgelesen werden, wie:

  • aktuelle Wassertemperatur des Schwimmbeckens
  • Temperatur der Umgebung, des Verdichters und des Plattenwärmetauschers
  • Anschlagtemperatur
  • Neustarttemperatur.

Auch sollte die Aktivierung eines automatischen Startens möglich sein.

Lange Lebensdauer & robuste Materialien

Je robuster alle verwendeten Materialien und je einfacher die Konstruktion gebaut ist, desto geringer der Wartungsaufwand. Hochwertige Wärmepumpen besitzen korrosionsgeschützte Wärmetauschern aus Titan. So kann die Pumpe unabhängig von dem Desinfektions-Mittel eingesetzt werden (Chlor, Brom, Ozon). Solche Wärmetauscher sind zudem extrem langlebig. Das rostfreie Titan lässt auch einen Einsatz für Salzwasserpools zu.

Zudem sollten alle Komponenten der Luft-Wärmepumpe winterfest sein, sodass die Heizung weit in den Herbst hinein und zum Frühlingsstart, wenn die Temperaturen noch etwas kühler sind, eingesetzt werden kann.

Beispiele für robuste und einfach in der Konstruktion gehaltene Wärmepumpen mit Titan-Wärmetauscher sind die Wärmepumpe Mida Quick 10 (9,5 kW) und die Steinbach Wärmepumpe Waterpower 8500 (8,3 kW).

Kühlfunktion

Vorteilhaft ist auch eine Kühlfunktion, die das Poolwasser bei zu starker Aufwärmung abkühlt, damit auch an heißen Tagen eine angenehme Abkühlung im eigenen Pool möglich ist.

Außenbetrieb

Achten Sie darauf, für Ihren Gartenpool eine Wärmepumpe zu kaufen, die für den Betrieb im Freien ausgelegt ist. Es gibt auch Geräte für Indoor-Swimmingpools. Diese sind für den Garten nicht geeignet, da sie nicht ausreichend gegen Feuchtigkeit geschützt sind.

Was kostet eine Wärmepumpe für den Pool?

Das hängt ganz von der Leistung ab. Günstige Modelle für kleine Pools haben eine Leistung von gerade einmal 3 kW. Sie werden im Handel zum Teil für 700 – 1000 EUR angeboten. Diese Art von Wärmepumpe eignet sich für Pools bis maximal 10 m³.

Auf der anderen Seite des Angebots gibt es Wärmepumpen mit einem Preis von über 4.000 EUR. Die Geräte haben eine Heizleistung von mehr als 10 kW.

Wie wird eine Sandfilteranlage in Kombination mit einer Wärmepumpe angeschlossen?

Die Pool-Wärmepumpe wird direkt hinter der Sandfilteranlage oder dem Filter (meist mit einem 50 mm Anschluss) angeschlossen. So wird nur gefiltertes, sauberes Wasser durch die Wärmepumpe geführt (siehe dazu die schematische Darstellung am Anfang des Artikels). Eine Sandfilteranlage besteht aus einem Sandfilter und einer dazu passenden und abgestimmten Pumpe. Kauft man den Filter separat, muss man sich Gedanken über die passende Pumpe machen, daher empfehlen wir gleich eine Sandfilteranlage zu kaufen. Wie groß die Umwälzleistung der Sandfilteranlage sein soll, hängt von der Größe des Pools ab. Mit unserem Sandfilter-Online-Rechner können Sie die benötigte Filterleistung ganz einfach berechnen.

Der ideale Platz für die Wärmepumpe

Selbst wenn die Wärmepumpe für den Betrieb im Freien geeignet ist, sollten Sie das Gerät nicht einfach auf den Rasen neben dem Pool stellen. Bauen Sie am besten einen kleinen Verschlag oder Schuppen, in dem Sie die Wärmepumpe aufstellen können. Dadurch ist das Gerät nicht nur gegen Wind und Wetter geschützt. Allerdings sollte die Überdachung mindestens zu einer Seite hin offen sein.

Empfehlenswertes Zubehör

Die Arbeit der Wärmepumpe wird durch eine Abdeckung, beispielsweise eine Poolplane, unterstützt. Die Abdeckung verhindert nicht nur, dass Schmutz in das Becken gelangt. Wenn der Pool nicht benutzt wird, verhindert sie zudem eine zu schnelle Abkühlung des Wassers. Besonders empfehlenswert ist eine Solarplane. Sie erfüllt noch eine dritte Funktion, weil sie das Wasser im Becken zusätzlich erwärmt. Unter günstigen Umständen kann eine Solarplane die Wassertemperatur im Swimmingpool um 3 – 5 Grad anheben.

Worauf Sie beim Anschluss achten sollten

Die Aufstellung der Wärmepumpe sollte von spezialisiertem Fachpersonal erfolgen. Auch die elektrische Anschlüsse sollten durch einen Fachmann installiert werden. Elektrischer Strom, Feuchtigkeit und Wasser sind keine guten Freunde. Falsch ausgeführte Installationen können zu Kurzschlüssen führen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können. Das Risiko steht in keinem Verhältnis zu den paar Euro für einen Elektriker.

Für den reinen Anschluss sollte man ca. 2 Arbeitsstunden einkalkulieren, was ca. 100 Euro netto entspricht.

Bei der Montage der Luft-Wärmepumpe sollten einige weitere Punkte beachtet werden, die wir am Beispiel der Steinbach Luft-Wärmepumpe Waterpower 8500 erwähnen werden. Als Erstes darf diese nur im Freien installiert werden, denn es bedarf einer ausreichenden Luftzufuhr und die erzeugte Luftzirkulation darf nicht gestört werden. Des Weiteren sollte auf eine leichte Neigung (maximal 2%) des Aufstellplatzes geachtet werden, damit das Regenwassers und das Kondenswassers leicht vom Gerät abfließen können, um Schäden zu vermeiden.

Wo sollten Sie Ihre Wärmepumpe kaufen?

Eine Wärmepumpe für den Swimmingpool ist kein Produkt, dass Sie jeden Tag kaufen. Die Anschaffung ist teuer und muss gut überlegt werden. Erfahrungsgemäß ist es am besten, wenn Sie die Wärmepumpe für den Swimmmingpool in einem namhaften Onlineshop bestellen.

Die Geräte gibt es zwar auch bei Fachhändlern für Poolausstattung, aber dort hat der Kauf einige Nachteile. Zum einen finden sich solche Fachhändler nicht an jeder Straßenecke. Höchstwahrscheinlich hätten Sie daher einen langen und teuren Anfahrweg. Zum anderen ist das Sortiment der meisten Fachhändler eher begrenzt. In der Regel vertreiben sie nur die Produkte eines Herstellers, aber nicht das volle Sortiment.

Anders dagegen der Onlineshop. Dort können Sie rund um die Uhr ganz entspannt vom Sessel oder der Couch aus die Wärmepumpe kaufen. Anstatt hektisch nach einem freien Parkplatz zu suchen, trinken Sie beim Bestellen gemütlich eine Tasse Kaffee oder ein Bier. Außerdem finden Sie im Onlineshop eine breite Auswahl, praktisch alle Geräte, die auf dem deutschen Markt verfügbar sind.

Innerhalb weniger Augenblicke können Sie die Preise miteinander vergleichen. Jede Wärmepumpe ist mit einer ausführlichen Produktbeschreibung versehen, in der Sie eine Fülle nützlicher Informationen finden.
Für viele Produkte stehen auch Testberichte und Rezensionen von Käufern zur Verfügung. Dort berichten die Kunden von ihren Erfahrungen mit dem Gerät.

Sozusagen das Tüpfelchen auf dem i ist der Vorteil, dass die Wärmepumpe bequem und einfach zu Ihnen nach Hause geliefert wird. Die meisten Onlineshops bieten ab einem bestimmten Warenwert pro Bestellung an, die Ware kostenlos zu liefern. Viele Wärmepumpen qualifizieren für diesen Rabatt.

Alternativen zu Wärmepumpen

Neben einer Poolheizung mit Wärmepumpe können noch andere Systeme zum Einsatz kommen. Dazu gehören:

  • Wärmetauscher
  • Solarheizung
  • Durchlauferhitzer

Wärmetauscher

Ein Wärmetauscher ist ein Gerät, das von warmen Wasser durchströmt wird. Er wird in den Filterkreislauf des Pools eingebaut und ständig vom kalten Poolwasser umströmt. Über seine Oberfläche gibt er die wärme aus dem Primärkreislauf an das Poolwasser ab. Das warme Wasser im Wärmetauscher kann aus verschiedenen Quellen kommen. Beispielsweise kann er an das zentrale Heizungssystem des Hauses angeschlossen werden. Selbst ein mit Holz beheizter extra Kessel ist möglich. Das warme Wasser kann auch durch eine solarthermische Anlage geliefert werden.

Ein Wärmetauscher ist relativ einfach aufgebaut, verfügt jedoch über keine eigene Energiequelle.

Solarheizung

Die Solarheizung für den Pool funktioniert sehr einfach. Die Umwälzpumpe, die sowieso zum Reinigen des Poolwassers genutzt wird, presst das gereinigte Wasser durch Paneele, die im Inneren mit feinen Röhrchen durchzogen sind. Die Paneele sind geschwärzt und erwärmen sich in der Sonne. Dadurch wird die Sonnenwärme direkt auf das Wasser übertragen.

Die Solarheizung erwärmt das Poolwasser fast kostenlos (bis auf den Strom für die Umwälzpumpe. Dafür funktioniert sie jedoch nur bei Sonnenschein.

Durchlauferhitzer

Eine Poolheizung nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers funktioniert mit elektrischen Strom. Die Funktionsweise ist ganz einfach. Das Gerät wird über einen Bypass mit der Filteranlage verbunden. Das gereinigte Poolwasser fließt durch den Bypass. Dabei kommt es in Kontakt mit der Heizspirale und wird erwärmt. Gleichzeitig sogt es dafür dass die Heizspirale gekühlt wird und nicht durchbrennt.

Durchlauferhitzer arbeiten sehr einfach und können auch von Laien installiert werden. Sie erwärmen das Wasser vollkommen unabhängig von der Außentemperatur und der Sonne. Die Geräte eignen sich jedoch nur für kleinere Pools, weil sie einen hohen Energiebedarf haben.

Fazit

Eine Wärmepumpe als Poolheizung hat viele Vorteile. Sie arbeitet weitgehend automatisch und kann im Bedarfsfall das Poolwasser bis auf +40°C erwärmen. Die Wärmepumpe funktioniert auch bei kühlen Temperaturen bis ca. +8°C. Mit ihrer Hilfe können Sie die Badesaison ohne große Probleme auf mindestens 6 Monate im Jahr ausdehnen. Die Wärmepumpe funktioniert unabhängig von Sonnenschein und Bewölkung und ist zuverlässig und leistungsstark. Sie sollten jedoch berücksichtigen, dass die Wärmepumpe wegen ihres Stromverbrauchs die Betriebskosten erhöht, im Gegensatz zu einer Solarheizung. Trotzdem lohnt sich der Einbau, weil das Baden im wohlig warmen Wasser des Pools einfach mehr Spaß macht.

Quellen und weiterführende Links:

  1. https://www.energie-experten.org/heizung/waermepumpe/technik/verfluessiger.html
  2. https://www.schwimmbad.de/pool-technik/waermepumpe-fuer-die-badetemperatur/?cn-reloaded=1
  3. Steinbach Wärmepumpe Benutzerhandbuch: cdn-ap.niceshops.com/upload/file/Waermepumpen_Benutzerhandbuch_DE.pdf
  4. https://www.poolpowershop.de/media/pdf/4b/60/91/Wa-rmepumpen-vergleichstabelle.pdf
  5. energie-experten.org/heizung/waermepumpe/warmwasser-waermepumpe/pool-waermepumpe.html
  6. https://www.poolpowershop.de/pool/poolheizung-solarheizung/waermepumpen/waermepumpe-mida-quick/waermepumpe-mida-quick-10-9-5-kw
  7. https://www.wegatech.de/ratgeber/waermepumpe/grundlagen/verdichter/
  8. https://www.midas-gmbh.de/produkte/waermepumpen-und-entfeuchtung/
  9. https://www.zodiac-poolcare.de/Katalog/schwimmbad-waermepumpen

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