Stahlwandpool: Kaufberatung


In der warmen Jahreszeit wird für mehr und mehr Menschen der Garten zum zweiten Wohnzimmer. Vielen Gartenbesitzern würde ihre grüne Oase noch mehr Spaß machen, wenn sie eine Möglichkeit zur Abkühlung nach der schweißtreibenden Gartenarbeit hätten. Wie schön wäre es, einen eigenen Swimmingpool zu haben. Dem stehen jedoch Kosten in Höhe von 30.000 Euro oder sogar mehr für ein gemauertes Schwimmbecken entgegen. Es gibt jedoch auch günstigere Alternativen. Eine davon ist der Stahlwandpool. Wer plant, sich einen derartigen Pool anzuschaffen, erfährt hier viele nützlicher Informationen zu diesem Thema.

 

Was ist ein Stahlwandpool?

Der Stahlwandpool gehört eigentlich zusammen mit dem Quick Up Pool und dem Frame Pool zur Kategorie der Aufstellpools. Diese Poolarten werden nicht vor Ort gebaut, sondern aus Einzelteilen (oder auch in einem Stück) geliefert und im Garten aufgestellt. Im Vergleich zu den anderen Arten von Aufstellpools weist ein Stahlwandpool einige Besonderheiten auf. Er ist zum Beispiel wesentlich stabiler, weil seine Wände aus Stahlprofilen bestehen, die durch Profilschienen zusammengehalten werden. Zudem eignet sich ein Stahlwandpool nicht nur zum Aufstellen, sondern kann auch ganz oder teilweise im Boden versenkt werden.

Wie ist ein Stahlwandpool konstruiert?

Der wichtigste Bestandteil sind die Stahlwände. Sie sind in einzelne Segmente unterteilt und werden durch Profilschienen miteinander verbunden. Die Stahlwände sind in der Regel zwischen 0,2 bis 0,8 mm dick und bestehen aus galvanisierten oder feuerverzinkten Stahlblech. An der Außenseite sind hochwertige Stahlbleche noch mit einer Schicht Kunststoff zum Schutz gegen Korrosion überzogen. Die Stahlwände werden unten durch Bodenschienen und oben durch einen Handlauf in Form gehalten. Damit der Stahlwandpool nicht ausläuft, werden die Seiten und der Boden mit Poolfolie aus Kunststoff ausgekleidet. Zur Befestigung der Poolfolie dient ebenfalls der Handlauf.

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Welche Vorteile hat ein Stahlwandpool?

  • Hohe Stabilität: Stahlwandpools sind wesentlich stabiler und langlebiger als andere Aufstellpools wie z.B. Quick Up Pools oder Frame Pools. Bei guter Pflege halten sie ohne größere Probleme mehrere Jahre, während ein Quick Pool oft schon nach 2 Jahren verschlissen ist und entsorgt werden muss.
  • Muss im Winter nicht abgebaut werden: Wer sich das ständige Auf- und Abbauen eines Quickpools ersparen möchte sollte zu einem Stahlwandpool greifen. Denn dieser muss im Herbst nicht abgebaut und eingelagert werden, sondern kann das ganze Jahr über im Garten verbleiben. Einzig die Poolfolie wird durch die natürliche UV Strahlung des Sonnenlichts im Laufe der Zeit brüchig und muss von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.
  • Flexible Aufstellung: Diese Poolart kann je nach Form und Wandhöhe frei auf der Erde aufgestellt werden, teilweise eingegraben oder komplett in die Erde versenkt werden.
  • Geringer Aufwand bei freier Aufstellung: Wird der Stahlwandpool auf ebener Erde aufgestellt, und nicht in die Erde eingesenkt, ist das mit relativ wenig Aufwand verbunden und kann von einem geschickten Heimwerker selbst erledigt werden.
  • Günstiger als gemauertes Schwimmbecken: Er ist wesentlich günstiger als ein gemauertes oder betoniertes Schwimmbecken.

Welche Nachteile hat ein Stahlwandpool?

  • Hoher Montage Aufwand: Der Aufwand bei der Montage ist höher als bei Quick Pools. Vor allem benötigen viele der Stahlwandpools eine waagerechte und ebene Betonfläche als Fundament. Dafür muss eine Baugrube ausgehoben werden. Zum Gießen des Fundaments werden Fachleute benötigt. Wird der Stahlwandpool zumindest teilweise in den Boden eingelassen, ist der Aufwand bei der Montage noch höher. Dadurch steigen auch die Kosten.

Welche Arten von Stahlwandpools gibt es?

Unterteilung nach Wandhöhe

Stahlwandpools sind mit Wandhöhen von 90, 120, 130 und 150 Zentimetern erhältlich. Während Pools mit Wandhöhen von 90 und 120 Zentimetern freistehend aufgestellt werden können, müssen solche mit Wandhöhen von 150 cm wenigstens teilweise im Erdreich versenkt werden (meist 60 cm tief), damit die Wände ausreichende Stabilität bekommen. Die wichtigste Unterteilung erfolgt jedoch nach der Form des Grundrisses.

Rundpool

Rundpools werden in verschiedenen Größen hergestellt. Wenn der Pool groß genug ist (ab ca. 5 m Durchmesser und 1,2 Meter Wandhöhe) kann darin sogar die ganze Familie baden. Diese kosten im Durchschnitt 1.000 – 1.500 Euro. Rundpools können entweder frei aufgestellt oder ganz bzw. teilweise im Boden versenkt werden.

Durch die runde Form verteilt sich der Wasserdruck gleichmäßig und außer den Bodenschienen und dem Handlauf sind keine weiteren Stützelemente notwendig. Zumindest kleinere Modelle können selbst ohne Fachleute aufgestellt werden. Ein empfehlenswertes Modell ist z.B. das Bestway Hydrium Pool-Set mit Sandfilter, welches bei Amazon erhältlich ist.

Der Nachteil von Rundpools besteht darin, dass man darin nur schlecht schwimmen kann. Dafür müsste eine Gegenstromanlage installiert werden.

Ovalpool

Ein Stahlpool in dieser Ausführung sieht sehr beeindruckend aus. Da der Wasserdruck die Stahlwände an den Längsseiten verbiegen würde, müssen Ovalpools mindestens zu 2/3 oder komplett in die Erde eingelassen werden. Dadurch sind sie von Laien zumindest auf den ersten Blick nicht von einem gemauerten Pool zu unterscheiden.

In Ovalpools kann man im Gegensatz zu einem runden Pool gut schwimmen. Ein empfehlenswertes Modell ist der Steinbach Stahlwandpool Styria Oval.

Nachteilig ist der hohe Aufwand bei der Errichtung. Die Längsseiten müssen durch Stützmauern stabilisiert werden und an den runden Seiten muss der Raum zwischen Pool und Baugrube durch eine Füllung aus Magerbeton gesichert werden. Das verursacht erheblich höhere Kosten.

Achtförmiger Pool

Stahlwandpools dieser Bauform sind selten anzutreffen und wirken ästhetisch sehr anziehend. Sie verleihen dem Garten einen Hauch von Hollywood. Solche Pools eignen sich gut zum Schwimmen. Sie können frei auf der Erde aufgestellt werden, teilweise oder komplett in die Erde eingelassen werden. Ein empfehlenswertes Modell ist z.B. das Stahlwandbecken Achtform 3,6 x 6,25 x 1,5 m von Paradies Pool.

Nachteilig sind die hohen Kosten und die lange Dauer der Montage. Das wird durch eine Stützkonstruktion in Form von Stahlträgern bedingt, die in der „Taille“ des Beckens in den Beton des Fundaments eingelassen werden müssen, um die Form stabil zu halten.

Rechteckiger Pool

Stahlwandpools mit diesem Grundriss nutzen die vorhandene Fläche des Gartens maximal aus. Sie eignen sich ausgezeichnet zum Schwimmen und bieten die größte Fläche.

Gleichzeitig gehören sie aber auch mit Kosten ab ca. 2000 Euro zu den teuersten Stahlwandpools, wie z.B. der Stahlwandpool von House of Pools. Die geraden Wände würden sich freitragend unter dem Wasserdruck verbiegen. Der Rechteck-Pool muss deswegen vollständig in den Boden eingelassen und an allen Seiten mit Stützmauern stabilisiert werden. Insgesamt ist der Aufwand beim Bau kaum geringer als bei einem gemauerten Swimmingpool.

Kinderpool

Bei Kinderpools handelt es sich überwiegend um kleinere Modelle mit einer maximalen Wandhöhe von 90 Zentimetern. Kinderpools sind in der Regel rund und können relativ schnell aufgestellt werden. Sie sind nicht so stabil ausgeführt wie andere Stahlwand-Poolarten und verfügen meist auch nicht über so viel Zubehör. Trotzdem eignen sie sich gut als Planschbecken für die Kleinen, weil sie auch mal eine etwas rauere Behandlung wegstecken können. Sie sind zudem die günstigste Variante eines Stahlwandpools: ein Pool mit 360 cm Durchmesser ist bereits unter 300 Euro zu haben.

Kleiner Stahlwandpool als Kinderpool zum Planschen

Wegen ihrer geringen Größe sind Kinderpools wirklich nur als Planschbecken für die Kinder zu gebrauchen. Erwachsene finden darin kaum Erfrischung.

Worauf sollte beim Kauf eines Stahlwandpools geachtet werden?

Poolgröße & Poolkosten

Im Allgemeinen gilt der Grundsatz, dass ein Pool um so teurer ist, je größer er ist. Rundpools sind am günstigsten, besonders wenn sie freistehend aufgestellt sind. Das ist bis zu einer Wandhöhe von 120 cm möglich. Ab einer Wandhöhe von 150 cm müssen auch Rundpools mindestens 60 cm in den Boden versenkt werden. Andererseits kann man in Rundpools mit geringer Wandhöhe nicht schwimmen, weil das Wasser viel zu flach ist. Dafür wird ein Pool mit einer Wandhöhe von 150 cm benötigt, der eine nutzbare Wassertiefe von etwa 120 cm hat. In Pools mit anderen Grundrissen kann man zwar besser schwimmen, dafür sind sie aber wesentlich teurer.

Die Standardmaße eines Pools, in dem 2 Personen schwimmen können, sind etwa 8 x 4 x 1,5 mEin Pool in dieser Größe ist für ca. 1.800 Euro erhältlich (z.B. Steinbach Stahlwandpool Set Styria Oval). Für eine Person reicht auch ein Pool mit 2,75 Meter anstatt 4 Meter Breite.

Qualität der Stahlwände

Die Bleche sollten ausreichend dick sein, um stabil und widerstandsfähig gegen Korrosion zu sein. Manche billigen Stahlwände sind sehr dünn (z.B. 0,3 mm). Um den Blechen trotzdem die nötige Festigkeit zu verleihen, sind sie geriffelt. Die dünnen Bleche halten nicht lange und haben manchmal schon nach 2 Jahren so viele Löcher wie ein Schweizer Käse. Gute Bleche sind um die 0,8 mm dick und verfügen über ein glattes Profil. Um widerstandsfähiger gegen Korrosion zu sein, sind sie galvanisiert oder feuerverzinkt. Die Außenseite ist mit Kunststoff oder einer Schutzlackierung versehen. Das ist besonders wichtig, wenn der Pool wenigstens teilweise versenkt werden soll.

Qualität der Poolfolie

Die Poolfolie sorgt dafür, dass der Pool dicht ist und das Wasser nicht auslaufen kann. Bei billigen Pools ist sie oft nur 0,2 mm dünn und hält häufig nicht einmal eine Saison lang durch. Da ist es besser, eine dickere Folie mit 0,6 mm Stärke zu wählen. Unter normaler Belastung hält die dicke Folie ungefähr 2 – 5 Jahre, bevor sie ausgetauscht werden muss.

Bodenschiene und Handläufe: Kunststoff oder Aluminium?

Aluminium-Schienen verleihen dem Becken mehr Stabilität als Kunststoffschienen. Zudem sehen sie edler aus, vor allem bei Handläufen. Für die Bodenschiene reicht dagegen auch ein Kunststoffprofil.

Umfang der Ausstattung

Es ist empfehlenswert, einen Stahlwandpool als Komplettset zu kaufen. Darin sind alle wichtigen Teile enthalten, die zu Aufbau und Nutzung des Pools notwendig sind. Das sind neben den Stahlwänden die Bodenschienen, Profilleisten und der Handlauf, die Poolfolie und ein Bodenvlies, eine Filteranlage mit Umwälzpumpe, der Zu- und Ablauf des Wassers, ein Einbauskimmer, eine Abdeckung sowie eine Leiter zum Ein- und Ausstieg. Eine Poolbeleuchtung wäre ebenfalls wünschenswert.

Wie wird der Stahlwandpool aufgestellt?

Aufbau eines freistehenden Standard-Rundpools

Mit Ausnahme von versenkten Pools, die Stützmauern benötigen, geht der eigentliche Aufbau eines Stahlwand-Rundpools mit 1,2 bis 1,35 Meter Schwimmbeckentiefe und 3,5 Meter Durchmesser relativ schnell. Vor allem wenn laut der Aufbauanleitung keine Betonplatte gebraucht wirdVor dem Aufbau sollte unbedingt zuerst die Grasnarbe abgetragen werden, damit keine Schäden an der Folie entstehen. Als nächstes wird mit Hilfe eines langen Holzbretts, das vollkommen eben ist, die Ebnung des Bodens durchgeführt. Die untere Umrandung und die Stahlwand des Pools werden aufgebaut, die Folie angebracht und das Becken mittels eines Gartenschlauchs mit Wasser gefüllt. Der Stahlmantel sollte auf jeden Fall mit mehreren Personen aufgestellt werden, damit keine Knicke entstehen. Natürlich sollte vor dem Aufbau die Anleitung des Herstellers genauestens gelesen werden.


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Das Fundament

Die meiste Arbeit bei der Aufstellung eines ovalen, achtförmigen oder größeren runden Stahlwandpools wird für das Fundament benötigt, das für die Stabilität des Pools sorgt. Das muss auf jeden Fall eine ausreichend dicke, armierte Betonplatte sein, weil das Wasser ein enormes Gewicht hat. Das Wasser in einem Becken von 8 x 4 x 1,5 m wiegt 48 Tonnen! Besonders bei Ovalbecken und Achtformbecken ist eine Betonplatte Pflicht. Dazu kommt noch das Gewicht der Bauteile. Die Fertigstellung der Betonplatte benötigt Zeit und kann über 1000 Euro kosten. Bevor der Pool aufgestellt werden kann, muss der Beton erst aushärten. Die meisten künftigen Poolbesitzer müssen dafür Fachleute zu Hilfe rufen.

Wer die nötigen Kenntnisse hat, kann Kosten sparen, indem er Maschinen wie Mini-Bagger oder Betonmischer anmietet und die Arbeit selbst macht. Vielleicht kann auch ein Freund oder Arbeitskollege behilflich sein. Wichtig ist vor allem, dass die Fundamentplatte ausreichend dick ist. Welche Stärke notwendig ist, steht in der Montageanleitung des Herstellers.

Wo kauft man den Stahlwandpool am besten?

Im Baumarkt oder im Fachhandel werden meistens nur kleine Stahlwandpools angeboten, die bestenfalls als Planschbecken für die Kinder taugen. Im Internet dagegen gibt es Stahlwandpools in allen Größen und Ausführungen. Insgesamt gibt es momentan (07.2017) mehr als 400 Modelle von 17 Herstellern auf dem deutschen Markt (unter anderem von Bestway, Intex, Steinbach, MyPool, pool friends, Summer Fun, Future Pool, Gre, Hanseatic, Kwad und 

Vor dem Kauf ist es ratsam, sich gründlich zu informieren. Dafür gibt es kaum ein geeigneteres Medium als das Internet. Dort kann man nicht nur die Preise mit einem Mausklick vergleichen, sondern findet auch ausführliche Produktbeschreibungen, Testberichte, Kaufempfehlungen und Rezensionen anderer Kunden. Ein weiterer Pluspunkt, der für den Einkauf im Internet, wie z.B. über Amazon, spricht, ist die Lieferung nach Hause. Die Teile eines Stahlwandpools haben ein hohes Gewicht, das die Kapazitäten eines durchschnittlichen Pkws überfordert. Nach der Onlinebestellung wird die Ware dagegen gegen geringe Gebühren nach Hause bzw. zum Aufstellort geliefert. Das spart Zeit und Nerven. Bei Amazon ist der Versand oft sogar gratis und die Lieferzeiten sind sehr schnell.

Bei der Lieferung empfiehlt es sich übrigens, sofort nachzusehen (solange der Lieferant noch vor Ort ist), ob das Poolset komplett ist. Nichts ist ärgerlicher als wenn man sich für den Aufbau extra Urlaub nimmt und die Arbeit nicht getan werden kann, weil ein oder mehrere wichtige Teile fehlen.

Welches Zubehör wird benötigt?

Das Baden im Pool macht nur dann Spaß, wenn es sauber und klar ist. Damit das so bleibt, wird verschiedenes Zubehör benötigt.

Poolchemikalien

Zu den wichtigsten gehören Poolchemikalien, die Chlor enthalten. In das Poolwasser gelangen ständig organische Stoffe, darunter beispielsweise Staub, Pollen oder Rückstände von Kosmetika wie Sonnenschutzmittel oder Haarspray. Das fördert das Wachstum von Algen und Bakterien. Chlor tötet diese Organismen ab und sorgt dafür, dass das Wasser keimfrei bleibt. Chlortabletten können über Dosierschwimmer in den Pool gegeben werden. Diese haben den Vorteil, dass man die notwendige Chlordosierung einstellen kann, damit es nicht zu einer Überdosierung kommt. Der optimale Chlorwert bei der Verwendung von Chlorverbindungen wie Calciumhypochlorit oder flüssig-Chlor ohne Chlorstabilsator liegt zwischen 0,5 und 1 mg/l. Beim freien Chlor liegt er zwischen 0,3 und 0,6 mg/l. Die Chlorkonzentraion und der pH-Wert sollten regelmäßig kontrolliert wer­­den. Dies geschieht entweder mit Teststreifen oder in Tablettenform („Pooltester“) von Bayrol. Der pH-Wert sollte zwischen 7,0 bis 7,4 liegen.

Poolpumpe, Skimmer und Filter

Die Poolpumpe saugt mit Hilfe des Skimmers das Wasser von der Oberfläche des Pools ein und leitet es durch die Filteranlage. Dort werden feine Verunreinigungen aus dem Wasser entfernt und im Filter festgehalten. Das Filtersubstrat muss in regelmäßigen Abständen erneuert oder gereinigt werden. Sandfilteranlagen eignen sich besser als Kartuschenfilter, weil der Sand günstiger und besser ausgetauscht werden kann. Die Poolpumpe muss so dimensioniert sein, dass diese ein Viertel des gesamten Poolwasseers pro Stunde umwälzen kann. Erfahrungsgemäß ist es besser, die Kapazität der Pumpe lieber etwas größer zu wählen als zu klein.

Poolsauger

Der Poolsauger unterstützt die Arbeit der Filteranlage. Er reinigt Wände und Boden des Pools. Durch die Verwendung eines Poolsaugers (der übrigens automatisch oder halbautomatisch arbeitet), wird die Filteranlage entlastet und Chemikalien werden eingespart.

Poolkescher

Ein sehr praktisches Zubehör ist der Poolkescher, bestehend aus einem feinmaschigen Kescher an einem langen Teleskopstiel. Damit können Blätter und Zweige aus dem Wasser gefischt werden, die sonst die Einsaugöffnung der Poolpumpe verstopfen könnten. Auch wenn mal ein Ball ins Wasser gefallen ist, eignet sich der Poolkescher ideal, um ihn heraus zu holen.

Abdeckplane

Eine Abdeckplane hat mehrere Funktionen. Sie verhindert beispielsweise, dass Staub und Schmutz in den Pool gelangen, wenn er nicht benutzt wird. Dadurch sinkt der Verbrauch an chemische Poolchemikalien wie z.B. Chlortabletten und die Filterpumpe muss weniger Arbeit leisten. Zudem sorgt eine Abdeckung dafür, dass weniger Licht ins Wasser fällt. Das hemmt das Algenwachstum.

Spezielle Solarplanen sind so konstruiert, dass sie die Sonnenwärme einfangen und in das Poolwasser leiten. Mehr Infos zum Thema Solarfolien und Solarplanen finden Sie hier.

Pool-Alarmanlage zum Schutz der Kinder

Wenn kleine Kinder im Haushalt leben, ist dieses Zubehör unverzichtbar. Beim „Moby-Kid Wasser-Alarmset“ wird z.B. ein Sensor als Armband um das Handgelenk des Kindes gebunden mit einem Schnellverschluss, sodass das Kind das Armband nicht selbständig abnehmen kann. Die Basisstation wird so nahe wie möglich am Wasser platziert. Wenn der Sensor mit Wasser in Kontakt kommt, löst die Basisstation sofort Alarm aus.

Bei der „Elektrobock Drahtlose Pool-Alarmanlage“ handelt es sich um einen Sender, der an der Wasseroberfläche schwimmt und einen Empfänger, der in eine Steckdose gesteckt werden kann. Der Alarm wird ausgelöst, wenn ein Kind ins Wasser fällt und Wellenbewegungen erzeugt. Ein weithin hörbarer Alarmton ertönt mit einer Lautstärke von bis 95 dBm und einer Reichweite bis 300 m.

Tipps und Ratschläge zum Thema Stahlwandpool

Poolheizung

Eine Poolheizung wurde im Abschnitt Zubehör mit Absicht nicht erwähnt, weil ihr Betrieb teilweise erhebliche Kosten verursacht. Ob sich die Anschaffung lohnt, hängt davon ab, wie intensiv der Pool genutzt wird und wie viel man für die Betriebskosten ausgeben möchte. Mehr zum Thema „Wahl der richtigen Poolheizung“ finden Sie hier.

Ab welche Größe des Pools brauche ich eine Baugenehmigung?

Normalerweise wird für einen Stahlwandpool keine Baugenehmigung benötigt. Sie ist erst ab einem bestimmten Volumen des Beckens erforderlich. Je nach Bundesland liegt dieses Volumen zwischen 50 bis 100 Kubikmetern. Ein Standard-Stahlwandpool mit den Abmessungen 4,6 m Durchmesser x 1,2 m Höhe hat ein Volumen von 4,3 Kubikmetern und benötigt daher in der Regel keine Baugenehmigung. Auch große ovale Stahlwandpools zum Schwimmen mit 8 x 4 x 1,5 m Abmessungen und einem Volumen von ca. 43 Kubikmetern sind somit nicht genehmigungspflichtig (Quelle). Es ist aber auf jeden Fall besser, sich vor der Aufstellung beim örtlichen Bauamt zu erkundigen.

Wie überwintert man einen Stahlwandpool?

Ein Stahlwandpool braucht vor dem Wintereinbruch nicht abgebaut werden. Trotzdem müssen für den Winter ab einer Wassertemperatur von 10 °C einige Vorbereitungen getroffen werden. Der Wasserstand sollte so weit abgesenkt werden, dass er auf etwa 2 cm unter den Skimmereinlass oder 20 cm unter den Einlaufdüsen steht. Genauere Informationen dazu sind der Bedienungsanleitung des Pools zu entnehmen.

Als nächstes wird dem Wasser ein Überwinterungsmittel, wie z.B. Winterfit, zugesetzt. Ein Überwinterungsschutz verhindert grundsätzlich das Ansetzen von Kalk und Schmutz an der Beckenauskleidung und hemmt das Algenwachstum. Auf diese Weise vermeidet man unnötige Reinigungsarbeiten im Frühling.

Mehrere Eisdruckpolster (Schwimmkörper) werden außerdem in den Pool versenkt, so dass sie von einer Seite zur anderen reichen. Dadurch wird verhindert, dass der Pool vollkommen zufriert. Eis hat ein größeres Volumen als Wasser und kann einen großen Druck ausüben, der die Wände beschädigen könnte. Zum Schluss wird der Pool mit einer lichtdichten Winterplane abgedeckt. Dadurch wird er vor Verschmutzungen geschützt und durch die Dunkelheit können die Algen nicht wachsen.

Zusammenfassung

Ein Stahlwandpool ist je nach Ausführung eine günstige Alternative zu einem gemauerten Schwimmbecken oder einem teuren Holzpool. Er gehört zwar zur Kategorie der Aufstellpools, ist aber stabiler und dauerhafter. Für seine Aufstellung sind jedoch kostspielige und umfangreiche Vorarbeiten notwendig, weil er auf einem dicken Fundament aus armierten Beton aufgestellt werden muss im Gegensatz zu einem Frame Pool. Im Internet gibt es eine Vielzahl von Modellen in allen Ausführungen, Größen und Preisen. Erfahrungsgemäß ist es besser, beim Kauf auf Qualität zu achten und lieber ein paar Euro mehr für Modelle bekannter Markenhersteller, wie Steinbach oder Bestway auszugeben. Qualität zahlt sich bei einer langfristigen Investition wie einen Stahlwandpool immer aus.

Quellen und weiterführende Links:

Stärke Stahlwand: poolpowershop-forum.de
poolpowershop-forum.de/poolbau-schwimmbadbau/27328-stahlwandpool-aufarbeiten.html
Optimaler Chlorwert im Pool: aquapool.depool-magazin.com
Optimaler ph-Wert im Pool: schwimmbad-zu-hause.de
Stahlwandpool Aufbaumöglichkeiten 
Bedienungsanleitung Stahlwandpool: Styria rund Steinbach: Aufbau 

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