Terrassenüberdachung aus Holz: TOP 3 Modelle und Kaufkriterien


Terrassenüberdachung Holz
Terrassenüberdachung Holz © jessmine / 123RF.com

In der warmen Jahreszeit ist die Terrasse eine willkommene Erweiterung des Wohnzimmers. Auf der Terrasse können Sie die frische Luft genießen, relaxen, grillen, Musik hören, eine Party feiern und tausende andere Dinge tun. Leider macht das wetter oft einen Strich durch die Rechnung. Entweder brennt die Sonne zu heiß oder es regnet und ist einfach zu ungemütlich. Eine Terrassenüberdachung erlaubt Ihnen, auch bei weniger gutem Wetter draußen zu sitzen. Ausgestattet mit Zubehör wie Heizstrahler und Windschutz können Sie die Terrasse sogar im Winter nutzen (vorausgesetzt, das Wetter ist nicht zu extrem). Eine Terrassenüberdachung kann aus verschiedenen Materialien gebaut werden. Besonders beliebt, aufgrund ihres natürlichen Aussehens und der Robustheit, sind Terrassenüberdachungen aus Holz.

Unsere TOP 3 Empfehlungen für Terrassenüberdachungen aus Holz

1) solidBASIC 600×350 cm: Leimholz Terrassenüberdachung 

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Diese hölzerne Terrassenüberdachung von solidBASIC ist 6 Meter breit und 3,5 m tief und als Komplettbausatz mit Dachhaut und Unterkonstruktion erhältlich. Es handelt sich um deutsche Herstellung nach DIN 1052. Das verwendete massive Leimholz (Brettschichtholz) aus nordischer Fichte  zeichnet sich durch eine hohe Tragfähigkeit und Widerstandsfähigkeit aus. Die Statik ist auf die Schneelastzone 2 ausgelegt, was auf die Mehrheit der deutschen Städte zutrifft.

Die Doppelstegplatten des Daches bestehen aus 16 mm starkem Plexiglas (Makrolon Polycarbonat) und sind Markenware aus dem Hause BAYER. Die X-Stegen sorgen für noch höhere Steifigkeit. Diese Hohlkammerplatten sind praktisch unzerbrechlich und zeichnen sich durch sehr guter Witterungsbeständigkeit aus. Sie sind außerdem leicht und bieten einen Schutz vor UV-Strahlung. Gleichzeitig sind sie ca. 70% lichtdurchlässig. Im Paket befinden sich zudem noch die nötigen Aluminium-Profile sowie Montagezubehör und -anleitung. Die Pfosten sind 10 cm breit sowie 10 cm tief.

Die Oberfläche des Holzes ist bei der Lieferung unbehandelt und kann je nah Wunsch lackiert oder lasiert werden. Die Konstruktion ist weder mit Verzapfungen noch mit Vorbohrungen versehen. Die Montagehöhe ist daher flexibel und auch der Abstand zwischen den Pfosten sowie der Abfallwinkel der Sparren individuell wählbar. Allerdings wird in Bezug auf den Abfallwinkel vom Hersteller eine Neigung von 5 bis 10 Grad empfohlen. Die Höhe der Pfosten beträgt 200 cm. Zusätzliches Zubehör wie Regenrinne, Schattennetz oder H-Pfostenanker können separat bestellt werden.

Alternativ können auch Dachplatten aus VSG Glas geordert werden, welche allerdings auch preislich höher angesiedelt sind. Weitere Größen und Varianten der solidBASIC Holz Terrassenüberdachung, die bei Amazon bestellt werden können, sind unter anderem folgende:
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2) Terrassenüberdachung aus Holz SYLT II 5×3

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Terrassenüberdachung SYLT II Wintergarten 500 x 300 cm Über...

Die Terrassenüberdachung SYLT II ist 5 Meter breit und 3 Meter tief und besteht aus gehobeltem Fichtenholz. Gehalten wird de aus Holz bestehende Dachkonstruktion von 10 cm x 10 cm dicken Pfosten, welche 200 cm in der Höhe betragen. Allerdings können diese auch in weiteren Längen bestellt werden.

Das Dach ist hinsichtlich der Schneelastzone 2 konstruiert. Eine höhere Belastungsfähigkeit kann auf Anfrage geliefert werden. Neben drei Pfosten und einer Dachkonstruktion erhält der Kunde noch H-Pfostenanker für einen sicheren Stand. Die Dachplatten sind klar und weisen eine Stärke von 16 mm auf. Dazu gehören noch ALU-Unterprofile sowie Montagezubehör und eine Aufbauanleitung.

Des Weiteren gehören zum Lieferumfang noch zweiteilige 10 cm x 10 cm Fußpfetten, ebenfalls zweiteilige 6 cm x 12 cm Wandpfetten und 6 x 12 cm Sparren sowie 6 cm x 10 cm große Kopfbänder. Sofern weiteres Zubehör benötigt wird, kann ein Satz H-Pfostenträger inklusive Schrauben mitbestellt werden oder auch ein Rinnensatz mit Abfluss. Dieser besteht auf braunem PVC. Sofern die Terrassenüberdachung an einem Hausgiebel montiert werden soll, wird ein fünf Meter langes Wandanschlussprofil empfohlen. Sämtliche Zubehörteile können bei Prikker-Überdachungen direkt mitbestellt werden.

3) Terrassenüberdachung aus Holz freistehend – Pergola mit einziehbarem Dach G&C Rom

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G&C Rom – Klassiche rechteckige Pergola aus Holz mit einzie...

Die rechteckige Pergola des Anbieters „Gartenlauben und Carports“ setzt uns zurück in die Zeit des antiken Roms. An Stelle von fixierten Glas- oder Kunststoffplatten auf dem Dach verfügt diese Variante über eine einziehbare Abdeckung aus einem hochwertigen Polyester-Segeltuch. Dieses ist 3 Meter lang sowie 2 Meter breit und bietet Schutz vor der direkten Sonneneinstrahlung. Zudem kann es nach Bedarf angebracht oder abgenommen werden.

Die Pergola ist freistehend und muss daher nicht am Haus selbst montiert werden. Sie ist insgesamt 324 cm lang, 224 cm breit und 252 cm hoch. Bei dem Material der Konstruktion handelt es sich um Brettschichtholz aus Fichte. Dieses ist mit TanalithE imprägniert. Hierdurch wird das Holz wasserabweisend und beständiger gegen Fäulnis. Außerdem bleibt auf diese Weise die Farbechtheit erhalten. Zu beachten ist, dass das Holz direkt nach der Imprägnierung zunächst eine grün-gräuliche Farbe aufweist. Dieser Farbton weicht allerdings häufig nach einer Weile einem honiggelben Ton.

Die Montage gestaltet sich auch ohne jahrelange Handwerkererfahrung recht unkompliziert. So steht die Pergola innerhalb weniger Stunden im Garten des Kunden. Hilfreich ist hierbei natürlich auch die leicht verständliche Aufbauanleitung. Ein Zubehörset für den Aufbau liegt inklusive aller Schrauben der Lieferung bei.

 

Vorteile einer Terrassenüberdachung aus Holz

Überdachungen aus Holz sind besonders beliebt. Dafür gibt es gute Gründe:

  • Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff
  • Holz kombiniert hohe mechanische Belastbarkeit mit Langlebigkeit
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausgezeichnet
  • Es lässt sich gut mit anderen Werkstoffen kombinieren.
  • Holz ist umweltfreundlich und CO²-neutral
  • Das Material lässt sich gut bearbeiten

Bei der Erwähnung der Vorteile dürfen auch die ästhetischen Aspekte nicht fehlen. Eine Terrassenüberdachung aus Holz wirkt rustikal und gediegen. Sie strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus. Von wenigen Ausnahmen abgesehen passt sie zu fast jedem Baustil.

Das richtige Holz für die Terrassenüberdachung

Fichte (Nadelbaum)

Weltweit wird mit ca. 600 – 800 Holzarten gehandelt. Hölzer werden grob in Laubhölzer (harte Hölzer) und Nadelhölzer (weiche Hölzer) unterteilt. Einheimische Laubhölzer wie Buche, Esche oder Eiche werden z.B. Harthölzer bezeichnet. Sie finden hauptsächlich im Innenausbau Verwendung. Als Material für eine Überdachung eignen sie sich weniger, aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften und ihres hohen Preises. Folgende Holzarten werden häufig für Überdachungen verwendet:

Fichte

Die Fichte ist in Deutschland das wichtigste Nutzholz. Da der Baum einheimisch ist und schnell wächst,ist Fichtenholz preisgünstig und steht in ausreichender Menge zur Verfügung. Es wird sowohl im Innenbereich als auch außen verwendet. Da es nur eine geringe Wetterbeständigkeit besitzt, muss es regelmäßig behandelt werden. Vor allem vor dem Aufbau sollte es mit Holzschutzmittel behandelt werden. So ist Schutz gegen Pilzbefall, gegen Schadinsekten, Nässeschutz und UV-Schutz gewährleistet.

Empfehlenswert: Leimholz (Brettschichtholz) aus Fichte oder Kiefer

Dieser Werkstoff ist kein Naturholz, sondern ein Verbundmaterial. Es wird auch Brettschichtholz (BSH) genannt. Leimholz wird hergestellt, indem mindestens 3 Lagen Naturholz in Faserrichtung übereinander gelegt und verleimt werden. Dabei werden nur Hölzer, die frei von Fehlstellen sind, dafür verwendet.

  • Im Vergleich zu Naturholz besitzt Brettschichtholz eine bis zu 50% höhere Tragfähigkeitdaher und ist widerstandsfähiger.
  • Außerdem ist die Rissbildung viel geringer als beim Vollholz, sodass man länger Freude an der Überdachung hat.
  • Brettschichtholz kann mit Holzschutzfarben individuell gestaltet werden, z.B. in Weiß, Grau oder Grün, passend zu der Umgebung.

Für den Außenbereich wird Leimholz meistens aus Nadelhölzern wie Fichte oder Kiefer hergestellt. Aus Brettschichtholz werden Balken, Bretter und auch Platten gefertigt.

Kiefer

Die Kiefer gehört ebenfalls zu den einheimischen Nadelhölzern. Da sie in großen Mengen zur Verfügung steht, ist das Holz preiswert. Der hohe Harzgehalt bewirkt eine lange Haltbarkeit und große Widerstandsfähigkeit. Die natürliche Farbe des Holzes ist sehr ansprechend.

Lärche

Von allen heimischen Nadelhölzern eignet sich die Lärche am besten als Bauholz für draußen. Lärchenholz ist hart und sehr widerstandsfähig und hat eine schöne natürliche Farbe. Da Lärchenholz nicht in so großen Mengen zur Verfügung steht, ist es teurer als Fichte oder Kiefer.

Douglasie

Ursprünglich stammen Douglasien aus Nordamerika, werden jedoch seit langen auch hier in Deutschland forstlich angebaut. Douglasien sind Nadelbäume. Das Holz steht in seinen Eigenschaften zwischen dem der Fichte und dem der Lärche. Da es eine große natürliche Beständigkeit aufweist und nicht allzu teuer ist, wird es oft für Balkone und Überdachungen verwendet.

Robinie

Die Robinie ist ein Laubbaum, dessen Heimat in Nordamerika liegt. Robinien-Nutzholz für den deutschen Markt stammt meistens aus Südosteuropa, aber auch aus Brandenburg. Das Holz ist sehr witterungsbeständig und besitzt einen angenehmen, seidigen Glanz. Da Robinien von Natur aus nur selten gerade wachsen, ist das Holz selten und dementsprechend teuer.

Maximale Schneelast der Terrassenüberdachung aus Holz beachten!

Die Schneelast ist das Gewicht, mit dem Schnee auf Bauwerke einwirkt. Wegen der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ist Deutschland in 5 Schneelastzonen unterteilt. Schneezone 3 beschreibt die höchste zu erwartende Schneelast und Zone 1 die niedrigste. Beim Kauf sollten Sie sich informieren, ob die Terrassenüberdachung für Ihre Schneelastzone zugelassen ist, um Probleme zu vermeiden. Vor allem, wenn Sie in einer Gegend mit viel Schneefall wohnen.

In welcher Schneelastzone liegt meine Stadt?

Welche Schneelastzone auf Ihren Wohnort zutrifft, erfahren Sie Online, z.B. hier: Schneelastzonen-Übersicht für jedes Bundesland. Verbindlich sind jedoch immer die aktuellen amtlichen Bekanntmachungen der Bundesländer. Die Schneelastzone 3 findet man vor allem in Bayern, ansonsten befinden sich die meisten Städte Deutschlands in der Schneelastzone 2. Städte mit der Schneelastzone 1 findet man z.B. in Rheinland-Pfalz. Eine zulässige Schneelast von 1 kN/m2 bedeutet, dass 100 Kilogramm Schnee auf einen Quadratmeter Dachfläche zulässig sind. Hier einige Beispiele für das Gewicht der Schneedecke nach Schneeart und Schneehöhe, damit man ein Gefühl für den Begriff „Schneelast“ bekommt.

Schneeart Masse
pro m3
Schneehöhe
bei 100 kg/m2
Lockerer Neuschnee 30–50 kg ca. 200–300 cm
Gebundener Neuschnee 50–200 kg ca. 50–200 cm
Altschnee 200–500 kg 20–50 cm
Eis 800–900 kg ca.11–12 cm

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schneelast

Abschätzen der aktuellen Schneelast: So gehen Sie vor

Zur Abschätzung der Auflast der Schneedecke pro m² schlägt der Lawinenwarndienst im Bayerischen Landesamt für Umwelt vor, die Schneeschichtstärke (in m) zu ermitteln und sie mit der mittleren Dichte der Schneeart zu multiplizieren. Die Auflast von Neuschnee beträgt z.B. bei einer Schichtdicke der Schneeschicht von 0,3 Meter = 30 kg/m². Das entspricht laut dem Einheiten-Umrechner 0,3 kN/m².

Schneeart Mittlere Dichte (kg/m ³)  Schichtstärke (in m) = Auflast (kg/m²)
Neuschnee 100 0,3  = 30

Da meistens mehrere Schichten unterschiedlicher Schneearten vorliegen (Altschnee, Schnee-Eis, Neuschnee..) sollte die Auflast aller Schichten am Ende summiert werden.

Welches Material für die Dacheindeckung?

Die äußere „Haut“ des Daches wird als Decke oder Dacheindeckung bezeichnet. Dafür kommen unterschiedliche Materialien in Betracht. Bei der Auswahl sollten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den optischen Eindruck achten. Schließlich soll die neue Terrassenüberdachung nicht wie ein Fremdkörper am Haus wirken.

Doppelstegplatten aus Polycarbonat

Es handelt sich in der Regel um Hohlkammerplatten aus Kunststoff, die lichtdurchlässig sind. Die Platten sind als Material für Terrassendächer sehr beliebt (Stärke 16 mm), weil sie leicht, aber fest sind. Sie können gesägt und gebohrt werden und lassen sich fast jeder beliebigen Form anpassen. Namhafte Hersteller garantieren eine Hagelfestigkeit für 10 Jahre, da die Platten praktisch unzerbrechlich sind. Außerdem zeichnen sie sich durch einer sehr guten Witterungsbeständigkeit aus und bieten Schutz vor UV-Strahlung.

Glas

Glas wird gern für Terrassenüberdachungen aus Holz eingesetzt, weil es praktisch wartungsfrei ist, genügend Licht durchlässt und in vielen verschiedenen Größen und Formen erhältlich ist. Für die Terrassenüberdachung darf jedoch nur VSG-Glas (Verbund-Sicherheitsglas) mit einer Stärke von mindestens 8 mm verwendet werden, und nicht normales Fensterglas. Das ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. In Gegenden mit hohen Schneelasten benötigen Sie sogar die doppelte Stärke. Da es sich um Spezialglas handelt (es wird beispielsweise für Windschutzscheiben von Autos verwendet), ist es schwer und teuer.

Einziehbare Abdeckung aus Polyester

Die Plane ist ähnlich konstruiert wie die Abdeckplanen von Swimmingpools. Sie wird über die Dachbalken gespannt und kann bei Bedarf manuell oder mit einem Motor entfaltet werden. Dadurch können Sie sich bei schönen Wetter auf Ihrer Terrasse sonnen, sind aber bei schlechten Wetter gegen Regen geschützt. Die Polyesterplane ist leicht und lässt sich einfach montieren. Allerdings gewährt sie nur leichten Schutz und ist nicht besonders haltbar. Im Winter muss sie abgenommen oder zumindest zusammengerollt werden.

Vorteile der Kombination aus Aluminium-Profile und Holz-Balken

Die Kombination ist ideal, weil sie die Vorteile beider Werkstoffe vereint. Profile aus Aluminium dienen als Dacheindeckung. Sie sind leicht, stabil und wetterfest. Holz wird für Balken und Pfosten verwendet. Es ist sehr tragfähig und strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus. Die beiden Werkstoffe können durch Farbanstriche aneinander angepasst werden oder bilden einen interessanten Kontrast.

Häufige Fragen zum Thema Terrassenüberdachung aus Holz

Wie viel kostet eine Holz Überdachung?

Das hängt ganz davon ab, welches Material Sie verwenden. Teures Holz und eine Dacheindeckung aus Glas oder gar Kupfer sieht zwar gut aus, treibt aber die Kosten in die Höhe. Eine hochwertige 6 x 4 m Terrassenüberdachung aus Leimholz mit Glasdach liegt preislich im Bereich von 3.000 Euro. Mit Stegplatten aus Polycarbonat erhält man eine ähnlich große Konstruktion für ca. 1.700 Euro. Günstige Terrassenüberdachungen mit den Maßen 6 x 3 aus Fichte  und PVC-Trapezplatten für das Dach kosten ca. 800 Euro. Besonders große XXL Holz Überdachungen von 15 x 6 Meter mit Glas-Dach können bei spezialisierten Firmen bis zu 15.000 Euro kosten [5].

In welchen Größen können Terrassenüberdachung aus Holz bestellt werden?

Sehr kleine Terrassenüberdachung aus Holz sind 4 Meter breit und 2 Meter tief. Die Größen 7×4 m und 6×4  sind Standard und besonders beliebt. Die Größe einer Holz-Terrassenüberdachung kann bis zu den Standardmaßen 15 x 6 Meter reichen [5].

Brauchen Sie eine Baugenehmigung?

Das ist von Ort zu Ort verschieden. Besser Sie gehen auf Nummer sicher und erkundigen sich vor Baubeginn beim Bauamt oder dem Rat der Gemeinde. Verlassen Sie sich nicht auf Aussagen von Freunden oder Nachbarn. Ohne Baugenehmigung droht Ihnen im schlimmsten Fall der Rückbau.

Die Holz Überdachung als Bausatz kaufen oder lieber selbst bauen?

Für die meisten Menschen ist es besser, die Terrassenüberdachung als Bausatz zu kaufen. Der Bausatz enthält alle benötigten Teile inklusive Verbindungselemente und einer ausführlichen Aufbauanleitung. Der Eigenbau ist nur ratsam, wenn Sie darin genug Erfahrung haben.

Wie wichtig ist eine Regenrinne?

Darauf sollten Sie nicht verzichten, weil sich sonst bei Starkregen ganze Wasserkaskaden von der Überdachung ergießen. Die Regenrinne fängt das Wasser auf, sammelt es und leitet es ab, so dass Sie beim Betreten oder Verlassen des Hauses nicht unfreiwillig duschen müssen. Zusätzlich können Sie das Regenwasser in einer Tonne auffangen und zum Gießen benutzen. Eine Regenrinne lässt sich auch relativ einfach nachrüsten. Es gibt Komplett-Bausätze im Fachhandel.

Wie kann ich für Schatten und Sonnenschutz bei einem durchsichtigen Dach sorgen?

Es gibt die Möglichkeit von einem Fachmann Lamellentücher zusätzlich direkt unter der Überdachung unterbringen zu lassen. Diese funktionieren mittels Seilspannsystems.

Als passender Sonnenschutz kann auch eine Markise dienen. Es gibt drei Möglichkeiten, eine Markise in Kombination mit einer Terassenüberdachung zu nutzen, je nach dem wo man sie installiert:

 

  • Unterglasmarkise
  • Aufdachmarkise
  • Senkrechtmarkise

Warum ist eine Imprägnierung des Holzes wichtig?

Holz ist ein natürlicher Werkstoff. Zimmerleute sagen, es atmet und lebt. Dadurch wirkt Holz sehr ansprechend und ästhetisch, ist allerdings auch anfällig gegen Witterungseinflüsse wie Feuchtigkeit und UV-Strahlen, Pilze und alle Arten von Schädlingen. Die Imprägnierung schützt das Holz vor diesen Einflüssen. Die Substanzen dringen tief in das Holz ein und halten die Zersetzungsprozesse auf. Dank der Imprägnierung bleibt die schöne natürliche Struktur der Holzoberfläche erhalten. Einige Terrassenüberdachungen aus Holz sind bereits imprägniert, andere müssen nach dem Kauf imprägniert werden.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Bei Planung und Bau Ihrer Holz Terrassenüberdachung kann einiges schiefgehen. Manche Fehler passieren wieder und wieder.

Kein solides Fundament

Eine Terrassenüberdachung kann ohne Fundament nicht sicher installiert werden!

Ohne ausreichendes Fundament kann die Konstruktion der Terrassenüberdachung zusammenbrechen. Sie benötigt immer eine feste Verbindung mit dem Boden, damit sie stabil gegen Winde ist. Vor allem wenn Sie Glas oder Dachziegel verwenden, kann eine große Terrassenüberdachung eine schwere Konstruktion werden, zu der im Winter noch die Schneelast kommt. Wir empfehlen immer zusätzlich Pfostenanker einzubetonieren.

Zu wenig Helfer

Selbst wenn Sie ein geübter Handwerker sind und alle benötigten Werkzeuge haben, können Sie die Überdachung nicht allein bauen. Sie benötigen mindestens einen oder zwei kräftige und geschickte Helfer. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum, damit der Bau nicht ins Stocken kommt.

Lichtverhältnisse nicht berücksichtigt

Wenn Sie Ihre Terrasse überdachen, kann es in Ihrem Wohnzimmer erheblich dunkler werden, besonders wenn ein großes Fenster oder eine Glastür zur Terrasse weist. Um das zu vermeiden, sollten Sie in diesem Fall eine durchsichtige oder zumindest lichtdurchlässige Dacheindeckung verwenden.

Wärmedämmung nicht berücksichtigt

Sollte die Fassade Ihres Hauses gedämmt sein, ist es gar nicht so einfach, daran die Terrassenüberdachung zu befestigen. Durch unsachgemäße Arbeit kann die Wärmedämmung beschädigt werden. Sie benötigen Spezialanker und Dübel zur Befestigung.

Bestehende Rollläden und Markisen nicht berücksichtigen

Ein außen angebrachter Rollladenkasten kann die Befestigung der Überdachung erschweren oder sogar unmöglich machen.

Nicht die Frau fragen

Dieser Fehler passiert immer wieder. Heimwerker wollen ihre bessere Hälfte mit einer selbst gebauten Überdachung überraschen und ernten anstatt Lob Stress, weil sie vorher nicht gefragt haben. Der Bau einer Terrassewnüberdachung ist ein großes Vorhaben, dass nachhaltige Veränderungen bewirkt. Die Ansichten und Geschmäcker sind verschieden. Besprechen Sie alles rechtzeitig, um Probleme zu vermeiden. Das ist besser, als im Nachhinein nach einer Lösung zu suchen.

Zubehör

  • Pfostenanker: Pfostenanker bzw. Pfostenträger können aufgeschraubt oder einbetoniert werden. Wie empfehlen das Einbetonieren. Sie stabilisieren die Holzpfosten und schützen so die Überdachung vor starken Winden. Falls die Terrassenüberdachung an zwei Wänden gleichzeitig befestigt wird, braucht man die Pfostenanker nicht. Bei der Auswahl der richtigen Pfostenanker sollte man die Maße der Pfosten berücksichtigen und darauf achten, dass die Materialien der Anker rostfrei sind.
  • Kopfband: Für zusätzliche Stabilität der Holz-Terrassenüberdachung
  • Glassauger: Diese helfen bei der Montage der Glasplatten. Mit dessen Hilfe kann man die Glasplatte einfacher heben, transportieren und positionieren. Es wird ein Vakuum in folge der Kompression der Gummiauflage erzeugt und der Druck hilft, die Platte festzuhalten.
  • Streich-Set: Falls man das Holz in einer bestimmten Farbe streichen will, benötigt man unter anderem Pinsel, Farbrolle und Malerfolie.
  • Dachrinne: für den Wasserablauf
  • Glasreiniger Waschbürste mit Teleskopstange: zur Reinigung von Glas- und Polycarbonatoberflächen
  • Heizstrahler: erzeugt natürliche Wärme unter der Terassenüberdachung für kalte Tage
  • LED-Strahler: Für ein schönes Ambiente abends. Diese gibt es dimmbar und mit Fernbedienung.

Die richtige Reinigung der Terrassenüberdachung aus Holz

Unterbau und Dacheindeckung werden unterschiedlich gesäubert. Bei der Dachhaut genügt in der Regel, wenn sie regelmäßig mittels Gartenschlauch von Schmutz und Staub befreit wird. Bei durchsichtiger Dacheindeckung können Sie eine lange Schlauchbürste und ein mildes Reinigungsmittel verwenden. Gegen Moos gibt es spezielle Präparate. Den hölzernen Unterbau reinigen Sie am besten mit einer trockenen Bürste. Grober Schmutz kann mit etwas Wasser abgewaschen werden. Wollen Sie das Holz einölen oder mit anderen Pflegemitteln behandeln, muss es erst vollkommen trocken sein, weil sonst Feuchtigkeit im Holz eingeschlossen wird und sich praktisch von innen heraus zersetzt.

Tipp
Benutzen Sie niemals einen Hochdruckreiniger. Der harte Wasserstrahl raut die Oberfläche auf, so dass Schmutz noch besser haften bleibt.

Wie geht man bei der Imprägnierung der Holz Überdachung vor?

Das Imprägnieren erfolgt in Form eines Anstrichs, ähnlich wie beim Grundieren einer Wand. Damit Sie Erfolg haben, müssen Sie jedoch in mehreren Etappen vorgehen. Zur Vorbereitung wird die zu behandelnde Holzoberfläche gereinigt und getrocknet. Fettflecke können Sie mit Waschbenzin entfernen. Vor dem Auftragen muss die Oberfläche glatt geschliffen werden, damit die Farbe des Holzes gleichmäßig zur Geltung kommt. Der Schleifstaub wird mit einer Bürste und einen trockenen Tuch entfernt.

Danach tragen Sie die erste Schicht Imprägniermittel auf. Das Präparat ist farblos und kann deswegen tief ins Holz eindringen. Es muss zügig innerhalb weniger Minuten mit einem weichen Pinsel aufgetragen werden und danach 12 Stunden lang trocknen.

In der nächsten Phase ist ein Feinschliff erforderlich, weil sich einige Holzfasern nach dem Imprägnieren aufstellen und dadurch die Oberfläche wieder rau wird. Der Schleifstaub wird am besten mit einem Staubsauger entfernt. Frühestens nach 12 Stunden kann die zweite Schicht Imprägniermittel aufgetragen werden. Sie können sich dabei Zeit lassen, weil sie nicht so schnell einzieht wie die Grundierung. Auf diese Weise behandeltes Holz behält über viele Jahre seine ursprüngliche Farbe und Struktur.

Zum Imprägnieren verwenden Sie am besten qualitätsgeprüfte Imprägniermittel für den Außenbereich. Die Präparate sind meistens klar. Nach dem Imprägnieren können Sie bei Bedarf das Holz mit einer Lasur oder Holzfarbe beschichten. Halten Sie sich beim Einsatz der Imprägniermittel immer an die Vorschriften des Herstellers, da es sich um Substanzen handelt, die Biozide sind und potentiell gesundheitliche Schäden verursachen können.

Was ist besser: Terrassenüberdachung aus Holz oder Markise?

Im Gegensatz zu einer Markise bietet eine fest installierte Terrassenüberdachung aus Holz die größere Stabilität. Sie bietet Schutz sowohl bei starkem Wind, als auch bei Schnee und Hagel und man muss nicht bei dem kleinsten Unwetter die Überdachung  einziehen und ins Haus gehen. Sie ist dafür auch teurer und kann nicht einfach nach Bedarf abgebaut werden.

Eine Markise dagegen dient hauptsächlich dem Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung im Sommer. Sie bietet keinen guten Windschutz und keinen Schutz bei Schnee. Bei starkem Wind kann Sie sogar Schaden nehmen. Dafür kann man sie bei Bedarf wieder zusammenrollen lassen und sie ist preisgünstiger.

Wenn man mehr Geld investieren kann, als nur für eine Terrassenüberdachung, bietet sich eine Kombination aus beiden an: Eine Terrassenüberdachung mit Dach aus Glas, unter dem man die Sonne genießen kann und bei Bedarf die Markise darunter zuziehen kann, welche dann Schatten spendet.

Die Nachteile einer Terrassenüberdachung aus Holz

Zu einer objektiven Kaufberatung gehört auch, dass auf die negativen Aspekte hingewiesen wird. Zu den Nachteilen gehört:

  • Holz ist schwer. Die Überdachung benötigt solide Pfosten und ein gutes Fundament
  • Holzüberdachungen eignen sich nur für kleinere Flächen
  • Damit das Holz witterungsbeständig bleibt, muss es regelmäßig behandelt werden.
  • Holz arbeitet. Bei Feuchtigkeit quillt es auf, bei Trockenheit schrumpft es.
  • Holz ist anfällig für Schimmel und Parasiten (Hausschwamm, Insekten)

Insgesamt betrachtet überwiegen jedoch die Vorteile des Baustoffs Holz bei weitem.

Quellen

  1. Holzarten: https://blog.rexin-shop.de/terrassendach-das-richtige-holz/
  2. Brettholz Qualitäten: https://www.rexin-shop.de/holzqualitaeten?_ga=2.27151289.562289706.1592300078-135510876.1591948769
  3. Schneelastzonen: http://www.schneelast.info/node/1
  4. https://www.obi.de/magazin/bauen/baustoffe/bauholz-im-vergleich
  5. https://www.steda-online.de/terrassenueberdachung-wandanbau-aus-holz
  6. Pfostenträger einbetonieren: Anleitung für die Terrassenüberdachung

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