Outdoor Küche selbst planen: TOP 3 Komponenten


Die Planung und Installation einer Outdoor Küche ist ein ziemlich komplexes Vorhaben, bei dem Sie mehr Punkte in Betracht ziehen müssen im Vergleich zum Kauf einer fertigen Außenküche.

Die Planung einer Outdoor Küche – Rechtliche Fragen

Bevor Sie anfangen, Ihre Outdoorküche im Detail zu planen, müssen Sie sich um einige grundlegende Dinge kümmern.

Je nach der Art und Größe der Küche benötigen Sie eine Baugenehmigung. Die Regelungen sind in jedem Ort anders. Ehe Sie überhaupt mit der Planung anfangen, erkundigen Sie sich beim Bauamt oder dem Rat der Gemeinde, ob Sie eine Genehmigung brauchen. Dort erhalten Sie auch alle Infos bezüglich des Mindestabstands zu den Grundstücksgrenzen und Brandschutz. Wenn Sie Nachbarn haben, sollten Sie sich mit denen vor Baubeginn in Verbindung setzen und sie über Ihr Vorhaben informieren. Das kann einen nervigen und teuren Nachbarschaftsstreit vermeiden.

 

Was brauchen Sie für Ihre Outdoorküche?

Bei der Wahl der Komponenten spielen Ihre Gewohnheiten und Ihre Ansprüche eine Rolle. Grundsätzlich sollten Sie bei der Wahl der Outdoor Küchen-Möbeln und Bestandteile jedoch darauf achten, dass sie wetterfest und für den Outdooreinsatz geeignet sind.

TOP 1: Grillwagen mit Unterschränken und Kochfeld

Das dürfte die wahrscheinlich am meisten genutzte Einrichtung sein. Sie können einen Grill als separate Einheit aus Steinen oder Beton mauern oder ihn in die Küchenmöbel integrieren. Für die Außenküche eignen sich entweder der klassische Holzkohlegrill oder ein Gasgrill (mit Flaschengas) am besten. Beide haben den Vorteil, dass sie unabhängig von Versorgungsleitungen sind. Der Gasgrill ist einfacher zu bedienen, schneller und sicherer.

Ein empfehlenswerter Gasgrill für die Outdoor Küche ist der Gasgrill „Enders KANSAS 4 SIK Profi TURBO“ mit Spüle, Kochfeld und Unterschränken und einer Höhe der Arbeitsfläche von 88 cm.

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Enders Gasgrill KANSAS 4 SIK Profi TURBO...

Viele Menschen schwören andererseits auf den unübertroffenen Geschmack von Speisen, die auf Holzkohle gegrillt wurden. Dafür nehmen sie gern ein wenig Unbequemlichkeit in Kauf.

 

Das Kochfeld

Ein Kochfeld stellt eine sinnvolle Ergänzung zum Grill dar, weil es sehr vielseitig einsetzbar ist. Sie können es benutzen, um in Töpfen wie in jeder anderen Küche auch zu kochen, von Kartoffeln über Nudeln oder Gemüse bis hin zu Knödeln, Suppen und Soßen. Auch zum Warmhalten von Speisen oder zur Bereitstellung von heißen bzw. kochenden Wasser für Kaffee, Tee oder zum Abwaschen lässt sich das Kochfeld ausgezeichnet verwenden. In dem Gasgrill „Enders KANSAS 4 SIK Profi TURBO“ ist z.B. ein Kochfeld bereits integriert.

TOP 2: Ablagefläche und Schubladen

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Palettenmöbel Grill-Tisch Captain Cook Basic, Neuholz gebeiz...

Besonders im Trend liegen Grill-Tische mit Abstellfächer und Schubladen in Paletten Optik, wie der „Captain Cook Basic Grill-Tisch“ (siehe Bild und Link zum Shop oben). Dieser besteht aus massivem, gebeiztem Neuholz und wiegt dementsprechend 60 kg. Dank der 4 Rollen ist er jedoch mobil und kann einfach umgestellt werden. Die Höhe der Arbeitsfläche beträgt 88 cm. Der Grilltisch wird in Deutschland in Handarbeit hergestellt und nach Wunsch entweder in vintage-lasierter Optik oder in farblos-natur Optik geliefert werden (auf der Amazon-Produktseite zu sehen). Man muss es bei der Bestellung als Zusatzinformation angeben. Zu der Ausstattung gehören 2 Abstellfächer auf jeder Seite, ein 83 cm breites und 80 cm hohes mittiges Abstellfach, 2 Schubladen und eine Doppelhaken-Leiste aus Edelstahl.

Die Arbeitsfläche aus Edelstahl ist optional als Zubehör erhältlich (Grilltisch-Platte STEEL). Ebenfalls optional kann eine zu diesem Modell passende Regal-Rückwand  (Grilltisch Regal-Rückwand WALL) bestellt werden.





TOP 3: Die Spüle

Die Spüle ist für jede Outdoorküche unverzichtbar. Allerdings müssen Sie bei der Spüle meistens einen Kompromiss eingehen und auf einen Anschluss an die Warmwasserversorgung verzichten. In der Regel reicht ein Kaltwasseranschluss auch vollkommen aus. Das zum Abwasch benötigte Warmwasser können Sie in einem großen Topf auf dem Kochfeld erhitzen oder (sehr ökonomisch) die Resthitze des Grills dafür nutzen.

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Edelstahl- Multifunktionswaschtisch...

Bei manchen Grillwagen Modelle, wie der oben erwähnte Gasgrill „Enders KANSAS 4 SIK Profi TURBO“, ist eine Spüle bereits integriert.

Der Kühlschrank

Falls Sie einen Kühlschrank für Ihre Outdoorküche möchten, sind Ihre Optionen leider stark eingeschränkt. Normale Kühlschränke eignen sich nicht für die Außenküche. Es gibt zwar Kühlschränke, die mit Gas betrieben werden, das Angebot ist jedoch nur klein und die Preise hoch. Campingkühlschränke laufen mit Batterie, haben aber nur ein kleines nutzbares Volumen. Die beste Wahl stellen immer noch ausreichend große Kühlboxen dar. Mit Kühlakkus ausgerüstet, können sie den Inhalt über viele Stunden hinweg kühl halten.

Welches Material ist für die Arbeitsplatte empfehlenswert?

Als Material für die Arbeitsplatte kommen Naturstein, Fliesen, Acryl-Verbundstoff oder eine Arbeitsfläche aus Edelstahl infrage. Am schönsten und haltbarsten, allerdings auch am teuersten ist Naturstein beispielsweise Granit. Eine Arbeitsplatte aus Fliesen und Beton ist fast ebenso haltbar und kann mit etwas handwerklichen Geschick selbst gebaut werden. Acryl-Verbundstoff ist kostengünstig und korrosionsbeständig. Allerdings ist er nicht kratzfest und hitzebeständig. Falls die Arbeitsplatte an den Grill oder Backofen angrenzen sollte, müssten Sie eine Aussparung lassen und sie mit feuerfesten Material auskleiden. Achten Sie auch darauf, dass die Arbeitsplatte groß genug ist. Küchenexperten empfehlen 90 cm als Mindestbreite.

Andere Komponenten

Damit Sie die Outdoorküche auch an kühlen Tagen oder abends nutzen können, ist ein Heizstrahler eine gute Idee. Die Geräte gibt es als elektrische bzw. Infrarotstrahler oder als Heizpilze mit Gasbetrieb. Letztere sind zwar mobil einsetzbar, allerdings auch teuer im Betrieb und nicht gerade umweltfreundlich. Vergessen Sie auch nicht, für ausreichend Beleuchtung zu sorgen. Besonders die Arbeitsfläche und das Kochfeld müssen gut ausgeleuchtet sein, ebenso wie die Sitzecke oder die Bar.

Outdoorküche planen – mit Beleuchtung, Bar und Sitzecke

Achtung!
Verwenden Sie keine normalen elektrischen Küchengeräte auf einer ständigen Basis. Nehmen Sie Kleingeräte wie Kaffeemaschinen oder Mixer nur kurzzeitig in Betrieb (bei trockenem Wetter) und schaffen Sie die Geräte anschließend wieder ins Haus zurück. Verbleiben sie ständig draußen, kann es zu Kurzschlüssen kommen.

Es besteht Lebensgefahr!
Nutzen Sie lieber alternative Methoden. Kaffee kann man beispielsweise mit kochendem Wasser (vom Kochfeld) und einem Tassenfilter auch ohne Kaffeemaschine zubereiten. Mixgetränke können im Haus vorbereitet werden.

Standort und Untergrund

Als Standort eignet sich eine ausreichend große, ebene Fläche. Falls Sie die Outdoorküche nicht auf der Terrasse installieren, ist eine Fläche direkt am Haus am besten geeignet, da dort das Verlegen der Leitungen (Strom, Wasser, Gas, Abwasser) am wenigsten Aufwand erfordert. Natürlich können Sie die Outdoorküche auch als Inselküche mitten im Garten konzipieren, müssen dabei aber einen wesentlich höheren Aufwand (und damit Kosten) einkalkulieren. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass die Outdoorküche nicht zu dicht am Haus des Nachbarn steht und nicht in der Hauptwindrichtung liegt, so dass es keine Beschwerden wegen Rauch- und Geruchsbelästigung gibt. Alle Leitungen müssen frostsicher und vor Feuchtigkeit geschützt verlegt werden. Als Untergrund dient entweder ein Betonfundament oder eine mit Pflastersteinen, Bodenfliesen oder Steinplatten befestigte Fläche. Wichtig ist vor allem, dass der Untergrund wetterfest, stabil und eben ist. Sie sollten darauf achten, dass er auch bei Nässe oder Schnee rutschfest ist. Das machen beispielsweise manche Fliesen oder Holzbeläge nur bedingt geeignet.

Tipps zum Selbstbau

Wie viel Zeit und Geld Sie zum Bau Ihrer Outdoorküche benötigen, hängt davon ab, wie groß sie sein soll und welche Ausstattung Sie wünschen. In der Praxis hat sich eine Kombination aus Eigenbau und fertig gekauften Geräten bewährt. Sie können beispielsweise die Unterschränke selbst bauen und sie mit einem fertig gekauften Grillwagen mit Kochfeld ergänzen. Wollen Sie Netzstrom verwenden, sollte die Installation von einem Fachmann ausgeführt werden. Der Wasseranschluss muss nicht unbedingt stationär ausgeführt werden. Mittels Stecksystem können Sie die Spüle an einen Gartenschlauch anschließen. Das Abwasser lässt sich in einem Eimer auffangen und im Haus in der Kanalisation entsorgen. Wenn Sie sich bestimmte Arbeiten nicht zutrauen, bitten Sie Nachbarn, Freunde oder Kollegen um Hilfe und revanchieren sich später mit einer Einladung zu einer Grillparty bei der Einweihung. Sollten Sie bestimmte Spezialwerkzeuge nicht besitzen, können Sie diese im Baumarkt ausleihen. Mit Improvisationstalent und Hilfe von anderen können Sie viel Zeit und Kosten sparen.

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