Sandfilter für den Teich: Vor- und Nachteile


Sind Sandfilter auch für Teiche geeignet?

Ein Sandfilter ist die effektivste und schonendste Art seinen Pool sauber und klar zu halten. Wenn man die chemischen Desinfektionsmittel wie Chlor im Wasser weglässt, kann der Sandfilter aber auch als Teichfilter gute Dienste leisten: nicht nur als mechanisches, sondern auch als biologisches Filtermedium.

Sandfilter für den Teich: Vor- und Nachteile

Vorteile einer Sandfilteranlage für den Teich

  • Auf den Sandkörnern kann sich eine biologische Schicht aus nützlichen Mikroorganismen bilden, welche die biologische Filterung übernehmen, ähnlich wie bei einem Standard-Teichfilter. Doch nicht jeder Sandfilter ist für den Einsatz am Teich optimal geeignet. Man sollte einen Sandfilter wählen, der eine möglichst hohe Schicht Sand (bzw. mehrere Sandschichten) erlaubt. Das entspricht dem Prinzip der „möglichst großen Filteroberfläche“ bei biologischen Teichfiltern. Außerdem braucht die Sandfilteranlage unbedingt einen Vorfilter, damit kein grober Schmutz in dem Sandfilter gelangt.
  • Die Filterreinigung eines Sandfilters geschieht ganz einfach durch Drehen am 6-Wege Ventil auf die Stellung „Rückspülung“. Das Wasser wird dann in umgekehrter Reihenfolge durch den Filter gepresst: vom Pool durch den Sandfilter zum Kanal, sodass der Sand dadurch gereinigt wird. Bei einem Teichfilter muss man meistens die Filtermedien per Hand sauber machen, wie z.B. Schwämme ausdrücken und unter Wasser ausspülen.

Auch wenn sich diese Punkte gut anhören, Nachteile haben die Sandfilteranlagen für Teiche dennoch.

Nachteile einer Sandfilteranlage für den Teich

  • Immerhin ändern sich die Verhältnisse in einem Teich im Laufe des Jahres doch recht häufig. Zudem ist der Verschmutzungsgrad in einem Teich von Natur aus höher als in einem Pool. Das bedeutet, dass die Filteranlage deutlich mehr herausfiltern muss. Und das wiederum hat zur Folge, dass der Filter viel häufiger durch Rückspülen gereinigt werden muss. Durch das häufige Rückspülen wird natürlich auch viel mehr Wasser aus dem Teich herausgeleitet, welches später wieder zugeleitet werden muss.
  • Außerdem muss man mit einem höheren Stromverbrauch der Pumpe rechnen bzw. mit einer im Verhältnis dazu geringen FörderleistungSandfilterpumpen mit 500 Watt und 7 m³/h sind keine Seltenheit, während Teichpumpen derselben Förderleistung ca. 60 Watt aufweisen und somit viel stromsparendersind. Damit erweist sich der Sandfilter dann doch als etwas kostspielig für den Einsatz bei Garten-, Schwimm- oder Fischteichen.

Andererseits werden die höheren laufenden Kosten durch die oben genannten Vorteile gerechtfertigt. Denn ein Filter für Teiche, der ähnliche Vorteile wie die Rückspülung bietet (der Beadfilter) kostet ca. 2000 Euro.

 

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