Entsafter Test – Slow Juicer und Zentrifugalentsafter Testsieger im Vergleich

Wie Sie vielleicht wissen, ist ein Entsafter eine großartige Möglichkeit, um Ihre tägliche Dosis Obst und Gemüse zu erhalten. Ein guter Entsafter kann jedoch teuer sein. Daher habe ich mich entschlossen, ein wenig zu recherchieren und mehrere beliebte Modelle zu testen. In diesem Artikel stelle ich die Ergebnisse vor und gebe Infos zu den verschiedenen Arten von Entsaftern auf dem Markt und was die einzelnen Geräte leisten können. Ich vergleiche Leistung und Funktionen, um Ihnen zu helfen, den besten Entsafter für Ihre Bedürfnisse zu finden. Ganz gleich, ob Sie einen Zentrifugal-Entsafter oder einen Slow Juicer suchen, in diesem Beitrag werden Sie fündig.  Wenn Sie also bereit sind, mit einem gesünderen Lebensstil anzufangen, lesen Sie weiter!

Zentrifugalentsafter vs. Slow-Juicer / Saftpresse Vergleich

Testsieger aus unserem Entsafter Test im Vergleich

Zum TestberichtOscar Neo DA-1000 (Bionika DA-1000) – Entsafter TestPanasonic MJ-L500SXE Slow Juicer – TestberichtPhilips HR1921/20– Entsafter Test


Testnote

1.1sehr gut


1.8gut

1.9gut
Saftqualität
Saftausbeute 60 %60 %55,8 %
Handhabung
Reinigung




Leiser Betrieb
EntsaftertechnikPresswalzePresswalzeZentrifuge
Umdrehungen pro Minute63 – 75 U/min
45 U/min> 7.000 U/min
Einfüllöffnung ø: 4 cm4,5 cm8 cm (XXL)
Pressdruck einstellbar 2 Stufen: klarer und dickflüssiger Saft
Geeignet für Harte Früchte- und Gemüsesorten

Weiche Früchte- und Gemüsesorten

Granatapfel

Blattgemüse

Faseriges Gemüse (Ingwer)

Weizengras
Harte Früchte- und Gemüsesorten

Weiche Früchte- und Gemüsesorten

Granatapfel, Trauben

Blattgemüse
Harte Früchte- und Gemüsesorten

Weiche Früchte- und Gemüsesorten

Granatapfel

Blattgemüse

Faseriges Gemüse
(Ingwer)

BPA-frei keine Angaben
Materialien Ultem Pressschnecke, Polycarbonat, Melaminedelstahlverstärkte Pressschnecke, KunststoffEdelstahl, Kunststoff Polypropylen, SAN-Kanne (Styrol-Acrylnitril-Copolymer)

Gewicht6.4 kg4 kg4,7 kg
Maße (B x T x H)25 x 18 x 22,6 cm18,5 x 17,6 x 43,2 cm25 x 29,6 x 43,2 cm
BesonderheitenBesitzt Tragegriff;
Herstellung von Nudeln, Babybrei, Sorbet, Nussmus, Pesto, Dips
Herstellung von Frozen Joghurt und Sorbet Extra große Einfüllöffnung

Zentrifugalentsafter vs. Slow-Juicer

Der Hauptunterschied zwischen einem Zentrifugalentsafter und einem Slow Juicer besteht in der Geschwindigkeit, mit der Obst und Gemüse entsaftet werden. Das Wort „Slow“ (langsam) in dem Begriff Slow Juicer bezieht sich auf die niedrige Anzahl an Umdrehungen pro Minute der Presswalze und das Wort „Zentrifugal“ auf die starke Rotation des Siebs und der Zentrifugalkraft, durch die der Saft vom Fruchtfleisch getrennt wird.

Zentrifugalentsafter vs. Slow-Juicer / Saftpresse Vergleich
Zentrifugalentsafter vs. Slow-Juicer / elektrische Saftpresse  |  © www.haus-und-gartentrends.de/k

Zentrifugalentsafter sind leistungsfähiger und schneller. Sind sie deshalb besser?

Um die Frage schon mal schnell und kurz zu beantworten: Nein, eine höhere Motorleistung bei einem Entsafter führt nicht zu einer besseren Saftqualität, im Gegenteil.

Um die Unterschiede in der Saftqualität der verschiedenen Entsafter erklären zu können, sollten wir uns zuerst die Funktionsweise anschauen. Zentrifugalentsafter zerkleinern das Obst zum Brei durch Reiben an einer Reibscheibe. Die Reibscheibe und das Sieb bilden dabei meist eine Einheit, wobei das Sieb seitlich rund um die Reibscheibe platziert ist. Diese ist mit scharfen Reibflächen (Messerklingen) ausgestattet und rotiert mit einer Umdrehungszahl zwischen 6.000 und 15.000 Umdrehungen pro Minute. Die Motorleistung bewegt sich im Bereich 1000 – 1200 Watt. Diese Werte sind enorm hoch, damit entsprechend eine hohe Zentrifugalkraft entstehen kann.

Sieb eines Zentrifugalentsafters

Der entstandene Brei wird durch die starke Zentrifugalkraft, die in Folge der Kreisbewegung entsteht, gegen die Löcher des Siebs seitlich geschleudert, wodurch der Saft letztendlich aus dem Fruchtfleisch mit einer hohen Geschwindigkeit „herausbricht“, anstatt sich sanft vom Fruchtfleisch zu trennen.

 

 

Zentrifugalkraft
Der Saft, den man durch einen Zentrifugalentsafter erhält, ist aufgrund dieses radikalen Verarbeitungsprozesses weniger reich an sekundären Pflanzenstoffen und Enzymen als bei einem Slow Juicer, da durch den starken Schleuderprozess und den Luft-Verwirbelungen der Brei mit viel mehr Sauerstoff in Kontakt kommt als bei einem langsam arbeitenden Entsafter. Einige der Vitamine oxidieren bei der Zentrifugaltechnik bereits während des Extraktionsprozesses (während die Zellen aufgespalten werden). Besonders gut zu sehen ist das bei einem Apfelsaft aus gelben Äpfeln, der schnell blasser und bräunlicher wird, anstatt seine frische gelbe Farbe zu bewahren. Zudem trennt sich der Saft zusätzlich in 2 Phasen und es entsteht viel Schaum. Der Saft aus Saftpressen bzw. Slow Juicer ist dagegen homogener: Zellstoff und Fruchtfleisch sind gut gemischt und die Schaumbildung ist minimal.

Entsafter Test - Saftqualität von Slow Juicer und Zentrifugalentsafter im Vergleich
Entsafter Test – Saftqualität von Slow Juicer (Oscar Neo bzw. Bionika DA-1000) und Zentrifugalentsafter (Philips HR1921/20) im Vergleich

Die Behauptung, dass bei Zentrifugalentsafter durch die Hitze das Meiste an Vitamine und Enzymen zerstört werden ist jedoch falsch. Außer dem vermehrten Luftkontakt durch die starke Verwirbelung gibt es keine anderen Ursachen für die Zerstörung der Enzyme und Vitamine [1]. Der Saft enthält trotz höherer Oxidation immer noch Vitamine (auch wenn weniger als beim Slow Juicer) und ist definitiv gesünder als ein gekaufter Saft aus dem TetraPak. Besonders wenn man ihn sofort trinkt und nicht 10 Minuten wartet, bis er noch mehr oxidiert.

Ein weiterer Nachteil von einem Zentrifugalentsafter ist, dass es mit ihm mechanisch unmöglich ist, Blattgemüse oder Gräser so gut aufzubrechen und den Saft daraus zu entziehen wie mit einem Slow Juicer.

Slow Juicer (Saftpressen) liefern bessere Saftqualität

Wenn es um den Prozess des Entsaftens geht, wird mit einem Slow Juicer (elektrische Saftpresse) allgemein eine schonende und effizientere Aufspaltung der Pflanzenfasern von Obst und Gemüse erreicht und damit eine bessere Saftqualität. Das Pressgut wird mit Hilfe von einer oder zwei langsam rotierenden Pressschnecken mit ca. 40 – 100 Umdrehungen pro Minute durch das Sieb reingedrückt ohne viel Reibung zu erzeugen und ohne große Sauerstoffverwirbelung. Die Pflanzenfasern und die Zellen werden langsam zermahlen, ähnlich wie beim menschlichen Kauvorgang, was die Freisetzung von ‚verklebten‘ Nährstoffen in den Pflanzenzellen und Membranen erleichtert.

Slow Juicer mit einer Press-Schnecke (Oscar Neo / Bionika DA-1000)

In einem Zentrifugalentsafter werden die Pflanzenzellen dagegen sehr schnell zum Platzen gebracht und es fehlt die Zeit, um diese vollständig aufzubrechen und wirklich alle gesunden Nährstoffe da rauszuholen. Bei meinem Entsafter Test war es offensichtlich, dass die Farben der Säfte nicht so gesättigt und leuchtend sind, wie bei einem Slow Juicer. Vor allem wenn es um das Entsaften von faserigen Zutaten, Blattgemüse, Weizengras und Wildkräuter geht, sind Saftpressen (hauptsächlich die horizontalen) den Zentrifugalentsaftern überlegen.

1. Rote-Beete-Karotte-Apfel Saft, 2. Orange-Karotten Saft, 3. Grüner Saft aus Gurke-Spinat-Römersalat-Karotte (Entsafter Test mit Oscar Neo / Bionika DA-1000)

 

Zum Vergleich: Rote Beete-Karotten-Apfel Saft mit einem Zentrifugalentsafter (Philips HR1921/20). Die Farben sind dunkler und nicht so strahlend

Zudem sind elektrische Saftpressen bzw. Slow Juicer viel leiser als Zentrifugalentsafter und stören weder einen selbst noch die Nachbarn. Zentrifugalentsafter dagegen sind aufgrund des starken Motorbetriebes sehr laut. Ein weiterer Vorteil von elektrischen Saftpressen ist die Möglichkeit der Herstellung von Nudeln, Babybrei, Sorbet, Nussmus, Pesto und Dips, die bei einigen Modellen besteht. Dazu muss das Sieb gegen einen entsprechenden Aufsatz am Gerät ausgetauscht werden.

Zentrifugalentsafter oder Slow-Juicer kaufen? – Vor- und Nachteile im Überblick

Der Hauptvorteil der Zentrifugalentsafter ist, dass sie sehr viel schneller sind als Slow Juicer, besonders wenn es darum geht, größere Mengen von Früchten und Gemüse zu entsaften. Während die Verarbeitungszeit von Slow Juicern ca. 3-5 Sekunden beträgt, ist die Verarbeitungszeit von Zentrifugalentsaftern meist 0,1 Sekunden. Ein Liter Saft ist in wenigen Minuten damit fertig und reicht für die ganze Familie. Manche Entsafter können bis zu 3 Liter Saft in einem Durchgang herstellen. Daher sind diese die bessere Option für Familien mit Kindern, oder einfach für alle Berufstätige, die frischen Saft in einem sehr stressigen und gehetzten Alltag integrieren möchte, in dem Zeit Luxus ist.

Wenn Sie vorhaben, aus medizinischen oder gesundheitlichen Gründen den maximalen Nährwert und Ausbeute an Vitaminen herauszuholen, oder eine Saftkur zur Körperentgiftung machen wollen, dann kaufen Sie einen Slow Juicer. Auch wenn Sie Gräser, Wildkräuter oder Blattgemüse entsaften wollen, dann ist ein Slow Juicer ganz klar einem Zentrifugalentsafter vorzuziehen. Schlussendlich hängt es manchmal einfach nur vom Budget ab, und da sind Entsafter mit Zentrifugentechnik die klaren Sieger. Andererseits besitzen diese meist viel kürzere Garantiezeiten. Ich persönlich würde immer wieder einen Slow Juicer wählen und nehme mir die paar Minuten mehr Zeit als eine Art Wellness Auszeit, in denen ich mir was Gutes tue.


Vorteile von Slow Juicer

  • Schonende Verarbeitung des Saftgutes
  • Qualitativ besseren Saft
  • Langsamere Oxidation
  • Saft schäumt nicht
  • Kann breiteres Spektrum an Zutaten entsaften
  • Besser für Gräser, Wildkräuter und Blattgemüse geeignet
  • Besser, wenn der Saft aus medizinischen oder gesundheitlichen Gründen getrunken werden soll
  • Besser, wenn eine Saft-Kur zur Körperentgiftung geplant ist
  • Leise im Betrieb
  • meist 10-15 Jahre Garantie



Nachteile von Slow Juicer

  • Langsamere Verarbeitung
  • Gute Modelle sind teurer als Zentrifugalentsafter


Vorteile von Zentrifugalentsafter

  • Schnelles Entsaften größerer Mengen
  • Niedrigere Kosten



Nachteile von Zentrifugalentsafter

  • Schnellere Oxidation
  • Trennung des Saftes in Phasen und Schaumbildung
  • Hohe Betriebslautstärke
  • nur 2 Jahre Garantie


Horizontaler vs. Vertikaler Slow Juicer

Fest steht, dass ein Slow Juicer dem herkömmlichen Zentrifugalentsafter in vielen Faktoren überlegen ist. Er macht weniger Krach und liefert beste Ergebnisse. Wer sich nun also eine elektrische Saftpresse bzw. Slow Juicer kaufen möchte, der muss sich zwischen der horizontalen und der vertikalen Variante entscheiden. Und diese Entscheidung ist gar nicht so einfach, denn beide Varianten haben ihre Vorzüge.

Vertikaler Slow Juicer vs. Horizontaler Slow Juicer Vergleich
Vertikaler Slow Juicer (Kuvings) vs. Horizontaler Slow Juicer (Oscar Neo)

Horizontale Slow Juicer: Funktionsweise

Ich fange bei dem horizontalen Slow Juicer mit den Nachteilen an. Lasst euch nicht davon abschrecken, denn diese Entsafter-Art gehört trotzdem zu meinem absoluten Liebling unter allen Entsaftern.

Bei einem horizontalen Slow Juicer liegt die Schnecke waagerecht im Gerät. Dadurch, dass der Druck beim Stopfen der Lebensmittel in einem 90°-Winkel zur Motorachse liegt, ergeben sich automatisch einige Einschränkungen im Design des Entsafters. So ist es nicht möglich eine große Einfüllöffnung zu haben und auch das Sieb fällt kleiner aus. Eine typische Einfüllöffnung bei horizontalen Modellen besitzt einen Durchmesser von 4 cm. Das bedeutet, dass das Gemüse und Obst in Scheiben oder kleinen Stücken geschnitten werden muss und ab und zu beim Einfüllen nachgestopft werden muss, damit die Schnecke dieses zu fassen kriegt. Der Entsaftungsprozess inklusive Vorbereitungszeit dauert insgesamt ein wenig länger als bei den vertikalen Modellen. Das war es auch schon mit den relevanten Nachteilen der horizontalen Saftpressen.

Nun kommen wir zu den Vorteilen, das wirklich Interessante! Das Sieb der horizontalen Juicer ist meist etwas feiner, wodurch man mit ihnen neben hartem und weichem Obst und Gemüse auch sehr gut Blattgemüse, Weizengras, Wildkräuter und andere fasrige Gemüsesorten verarbeiten kann. Man erhält einen völlig klaren und qualitativ hochwertigen Saft, der sich sehr gut zum Saftfasten, Entgiftungs- und Reinigungs-Kuren eignet. Wenn man ein bestimmtes gesundheitliches Ziel hat, welches das Trinken klarer grüner Säfte mit beinhaltet, würde ich immer ein horizontales Modell wählen. Ein weiterer Vorteil der horizontalen Modelle ist, dass sie robuster und langlebiger sind, da immer nur kleine Stücke eingeführt werden, wodurch der Druck auf die Antriebsachse und die Schnecke kleiner ist.

Ein wichtiger positiver Aspekt ist auch, dass sie schneller sauber zu kriegen sind, da keine verwinkelten, kleinen Kanäle am Boden des Behälters sauber gemacht werden müssen. Einfach unter fließendem Wasser ausspülen und mit der Bürste kurz das Sieb abschrubben. Dieser Vorteil ist für mich wichtiger als der Nachteil, dass ich vorschneiden muss, da das Reinigen von schlecht zugänglichen Kanälchen und das Entfernen und Wiedereinsetzen von Silikonteilchen mich persönlich mehr nervt, als das Schneiden einer Frucht. An das Vorschneiden gewöhnt man sich einfach mit der Zeit. Vor allem, wenn man immer nur 1-2 Gläser Saft herstellt und diese 100% frisch sofort trinkt, dann dauert das Entsaften auch nicht so lang. In meinem Entsafter Test (z.B. Oscar Neo)  war ich mit allem in 5-7 Minuten fertig, inklusive Reingung.


Horizontale Slow Juicer Vorteile:

  • bessere Ergebnisse bei der Verarbeitung von Blattgrün und langfasrigem Pressgut
  • völlig klarer Saft
  • schneller zu reinigen
  • meist robuster und langlebiger als vertikale Modelle
  • Geräte können durch Umrüstung mit entsprechendem Zubehör auch zur Herstellung von Dips, Babynahrung, Eis oder Nudeln verwendet werden



Horizontale Slow Juicer Nachteile:

  • benötigt mehr Zeit beim Auspressen
  • benötigt etwas mehr Stellfläche als vertikaler Slow Juicer


Zudem unterscheidet man noch zwischen 2 Arten von horizontalen Slow Juicern:

  • Horizontale Slow Juicer mit Doppel-Presswalzen-System (Twin Gear Entsafter): Höchste Saftqualität, aber das Entsaften und die Reinigung dauern länger
  • Horizontale Slow Juicer mit Einzel-Presswalzen-System (Single Auger Entsafter): leichtere Reinigung und Handhabung

Vertikale Slow Juicers: Funktionsweise

Bei einem vertikalen Slow Juicer ist die Schnecke senkrecht im Gerät verbaut. Die Kräfte des Pressgutes liegen hier parallel zur Motorachse und dieses Design erlaubt eine größere Einfüllöffnung und ein größeres Sieb. Das ist der größte Vorteil der vertikalen Entsafter: durch die größere Öffnung von ca6-8 cm je nach Modell, können halbe oder ganze Äpfel direkt eingeführt werden, ohne vorzuschneiden. Und durch das größere Sieb steht eine insgesamt größere Oberfläche zum Entsaften zur Verfügung, was den ganzen Prozess pro Einfüllvorgang schneller macht. Das eingefüllte Obst rutschte in meinem Entsafter Test praktisch von selbst in das Gerät, da durch die vertikale Ausrichtung die Schnecke die Frucht wie eine Zunge im Mund zu sich holt. Für das Nachfüllen muss ganz selten der Stopfer benutzt werden. Es gibt natürlich auch vertikale Slow Juicer mit kleineren Einfüllöffnungen von 4 cm, aber solche Modelle würde ich nicht unbedingt kaufen, denn das ist nicht der Sinn, warum ein vertikaler Slow Juicer erfunden wurde. In dem Fall würde ich einen horizontalen Slow Juicer bevorzugen, wenn man schon eine kleine Öffnung wählt.

Ein weiterer Vorteil der vertikalen Saftpresse ist, dass sie aufgrund der vertikalen Ausrichtung und der kompakten Bauweise wesentlich weniger Stellfläche benötigt als die horizontale. Wer wenig Platz in der Küche hat, für den kommt also eher der vertikale Entsafter infrage.

Ein kleiner Nachteil bei vielen vertikalen Slow Juicern, den ich in meinem Entsafter Test beobachtet habe ist, dass der Saft oft dickflüssiger ist (mit etwas mehr Fruchtfleischgehalt) und am Ende noch mal manuell durch ein normales Sieb ausgesiebt werden muss (wenn man einen völlig klaren Saft möchte, wie z.B. für Saftfasten). Auch ist die Zubereitung grüner Säfte mit einem vertikalen Modell schwieriger. Zudem dauert die Reinigung bei vertikalen Modellen länger aufgrund der schwer erreichbaren Kanäle am Boden des Behälters, so dass man insgesamt für 1-2 Gläser Saft 6-9 Minuten braucht, inklusive Reinigung.

Außerdem sollte bei der Kaufentscheidung auch berücksichtigt werden, ob man den Juicer tatsächlich nur für die Zubereitung von frischen Säften nutzen möchte oder auch für andere Nahrungsmittel-Verarbeitungsaufgaben. Denn mit den horizontalen Modellen und dem entsprechenden Zubehör bekommt man praktisch eine kleine Küchenmaschine nach Hause geliefert, mit der man auch viele andere Gerichte zubereiten kann, wie Nudeln, Eis und Babynahrung.


Vertikale Slow Juicer Vorteile:

  • weniger Vorbereitungszeit und Auspresszeit (große Öffnung)
  • weniger Stopfen beim Einfüllen des Pressgutes notwendig
  • etwas höhere Ausbeute beim Pressen von weichem Obst
  • weniger Stellfläche



Vertikale Slow Juicer Nachteile:

  • langsamere Reinigung
  • anfälliger für Verschleiß
  • dickflüssiger Saft
  • Blattgemüse oder langfasriges Pressgut führt häufig zu Verstopfung des Gerätes

Mit welchem Entsafter kann man am besten Weizengras entsaften?

Viele von euch haben wahrscheinlich schon über die Vorteile des Superfood -Nahrungsmittels Weizengras gehört oder gelesen. Wenn man an Weizengrassaft interessiert ist, vor allem als Bestandteil einer langfristigen Kur, sollte man wissen, dass es eine hohe Menge an Gras bedarf, um eine kleine Menge an Saft herzustellen. Daher ist es besonders wichtig einen Entsafter zu kaufen, der effizient Gräser entsaftet und darauf spezialisiert ist. Auch sollte man wissen, dass die Entsafter, die am besten Weizengras entsaften, meist weniger Ausbeute bei anderen Pressgut-Arten, wie z.B. Früchte liefern und umgekehrt. Sehr gute Entsafter für Weizengras sind vor allem die Twin Gear horizontale Saftpressen, welche mit zwei Presswalzen arbeiten, so wie der Green Power Kempo Juicer. Diese können prinzipiell auch Früchte entsaften, aber zu langsam und ineffizient. Für diejenigen, die ein Kompromiss eingehen wollen, gibt es auch Entsafter, die gleichzeitig Gemüse und Früchte gut entsaften können und auch eine anständige Ausbeute an Weizengras liefern. Dazu gehören vor allem die horizontalen Slow Juicer mit einer Pressswalze, wie der Oscar Neo DA-1000, aber auch einige vertikale Slow Juicer sind dafür geeignet. Zentrifugalentsafter liefern dagegen grundsätzlich eine hohe Ausbeute an Fruchtsaft, lässt man diese jedoch Weizengras entsaften, wird man sehen, dass fast nichts dabei herauskommt und man sich das Geld für das Weizengras hätte sparen können, bzw. die Mühe es anzupflanzen.

Wenn man keine Kompromisse eingehen möchte, kann man darüber nachdenken einen Haupt-Entsafter zu kaufen, der alles schnell entsaften kann (wie ein vertikaler Slow Juicer mit breiter Einfüllöffnung oder ein Zentrifugalentsafter) und einen zweiten Entsafter, der speziell für Weizengras und grünes Blattgemüse geschaffen ist. Ein sehr gutes Beispiel für ein Entsafter, der wenig Platz einnimmt und der optimal Weizengras verarbeitet ist die Z-Star Hand-Saftpresse, die unabhängig vom Stromnetz arbeitet und manuell per Hand bedient wird. Durch ihre besonders lange Presswalze und der schonenden manuellen Entsaftung liefert sie eine überdurchschnittlich hohe Saftausbeute.

Wie teste ich Entsafter? – Die Saftqualität

Die Saftqualität ist für mich das wichtigste Kriterium bei einem Entsafter Test überhaupt. Denn ein Saft aus dem TetraPak ohne Vitamine und Mineralstoffe kann ich mir immer kaufen, dafür brauche ich keinen Entsafter. Wenn ich schon für so ein Gerät Geld ausgebe, dann muss es auch die beste Qualität liefern, die zurzeit möglich ist. Zentrifugalentsafter fallen daher bei mir von vorneherein aus der Oberliga raus, da durch die enorm hohe Umdrehungszahl und die Art des Entsaftens mittels Zentrifugalkraft, es sehr schnell zu Oxidationsprozessen kommt (und damit zu Vitaminverlust), noch während die Frucht oder das Gemüse in kleinste Teile zertrümmert wird. Die Oxidation ist deutlich bei Apfelsäften zu erkennen, die bräunlich sind und nicht gelb, wie bei einem Slow Juicer (wurde bereits am Anfang des Artikels mit Fotos verdeutlicht). Offensichtliches Qualitätskriterium ist neben der Oxidation auch die Farbstärke, die auf den sekundären Pflanzenstoffen zurückzuführen ist.

Was sagt die Farbe des Saftes über die Saftqualität aus?

Je kräftiger und satter die Farbe des Saftes, desto mehr sekundäre Pflanzenstoffe, wie Flavonoide, Carotinoide, Phytoöstrogene, Chlorophyll und Phytinsäure sind darin enthalten. Diese Stoffe wirken im Körper je nach Art entzündungshemmend, blutdrucksenkend und sollen sogar vor Krebs schützen. Die sattesten Farben erhält man mit Slow Juicern, wie dem Oscar Neo Slow Juicer DA-1000 (siehe hier den Entsafter Test).

Zu viel Schaumbildung, sowie Trennung des Saftes in Phasen, so wie man sie mit den meisten Zentrifugalentsaftern erhält, ist ebenfalls nicht wünschenswert. Mit einem Slow Juicer / Saftpresse wird der Saft dagegen homogen, einheitlich und es gibt keine Trennung von Phasen. Für mich ist das ein deutliches Zeichen, dass man es nicht mit der Technik übertrieben hat und die Vitamine so schonend wie möglich extrahiert wurden.

Während eines Entsafter Tests bin ich besonders auf den Geschmack gespannt. Das beste Geschmackserlebnis liefern für mich wieder einmal die Slow Juicer, wie z.B. der Oscar Neo Slow Juicer DA-1000, da diese den typischen frisch gepressten Geschmack haben und einen deutlichen Energieschwung bei mir hervorrufen. Grundsätzlich kann man beobachten, je schonender das Verfahren, desto mehr nach Natur und Lebendigkeit schmeckt der Saft.

Zusammengefasst sehe ich mir also folgende Punkte an, um die Saftqualität bei einem Entsafter Test zu beurteilen:

  • Oxidationsprozess: Braunfärbung
  • Farbstärke
  • Schaumbildung
  • Trennung des Saftes in Phasen
  • Lebendiger, satter Geschmack

Je höher die Umdrehungen pro Minute desto besser der Saft?

Grundsätzlich gilt, dass mit je weniger Umdrehungen pro Minute (RPM, engl.: revolutions per minute) ein Entsafter läuft, desto schonender ist die Verarbeitung. Jedoch gibt es auch Ausnahmen:

Die Twin Gear Entsafter liefern z.B. eine TOP Saftqualität, beinah vergleichbar mit einer manuellen Presse. Jedoch sind die Umdrehungen pro Minute zum Teil 4 Mal höher als bei langsamen Slow Juicer. Der Grund für die bessere Qualität trotz höherer Geschwindigkeit hier ist, dass das Fruchtfleisch durch winzige Zwischenräume zwischen den zwei Getrieben aus rostfreiem Stahl während des Entsaftens passieren muss und dadurch die Pflanzenzellen besser aufgebrochen werden können.

Ich empfehlen daher, sich nicht so sehr auf die genaue Geschwindigkeit der einzelnen Slow Juicer zu versteifen: ob es 40, 60 oder 100 Umdrehungen pro Minute sind, macht keinen so großen Unterschied, denn alle Saftpressen entsaften langsam und in hoher Qualität. Ein Unterschied besteht erst wenn man z.B. 40 RPM mit 10.000 RPM vergleicht (die 10.000 RPM sind typisch für den Zentrifugalentsafter).

Wie hoch ist die Saftausbeute?

Wenn man über Saftausbeute spricht, sollte die Frage eigentlich lauten: die Saftausbeute von welcher Frucht- und Gemüseart? Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass Slow Juicer immer eine höhere Ausbeute liefern als Zentrifugalentsafter oder umgekehrt. Denn die verschiedene Entsafter Modelle liefern für bestimmte Obst- und Gemüsesorten unterschiedlich hohe Ausbeuten, wie sich auch in meinem Entsafter Test zeigte.  So ist es typisch für Zentrifugalentsafter, dass sie eine sehr hohe Ausbeute an Saft von harten Obst- und Gemüsesorten liefern, wie z.B. Äpfel, rote Beete und Karotten. Sie sind dagegen nicht für kleine, sehr weiche Zutaten geeignet, wie Himbeeren oder Tomaten. Diese werden nur ungenügend entsaftet und landen vorwiegend im Trester.

Genauso verhält es sich mit Blattgemüse, Wildkräuter und Weizengras. Diese sollte man lieber mit einem horizontalen Slow Juicer (mit Einzel-Presswalzen-System) oder dem Twin Gear Juicer (mit Doppel-Presswalzen-Systementsaften, anstatt mit einem Zentrifugalentsafter, da die Ausbeute in dem Fall viel höher ist. Slow Juicer können natürlich auch hartes Obst und Gemüse entsaften. Der Unterschied zu der Ausbeute aus einem Zentrifugalentsafter ist minimal (eher Modell abhängig). Daher empfehle ich an alle, die möglichst viele Sorten an Pflanzen entsaften möchten, einen Slow Juicer zu wählen, da man damit einfach viel mehr Möglichkeiten hat. Zu beachten ist auch: Der Twin Gear Entsafter ist nichts für Menschen, die große Mengen an Früchte entsaften wollen.

So habe ich bewertet

Bei meinen Entsafter Tests habe ich immer dieselbe Kombination aus Früchten und Gemüse genommen: Apfel, Rote Beete und Karotte und habe diese gewogen. Wenn eine Saftausbeute von über 60% herauskam, dann wurde die Ausbeute als „Sehr Gut“ bewertet (Note: 1.0). Eine Ausbeute zwischen 50% und 60% habe ich als „Gut“ bewertet (Note: 2.0) und zwischen 40% und 50% als „Befriedigend“ (Note: 3.0). Feinere Abstufungen habe ich bei der Bewertung nicht vorgenommen, da die Ausbeute auch vom Reifegrad, des Alters und der Sorte des Gemüses und des Obstes abhängt. Das heißt, wenn ich mit einer Sorte Äpfel 65% Ausbeute raus bekomme, kann es sein, dass die nächste Sorte 60% liefert. Und wenn der Apfel lange rumgelegen hat, dann nur noch 55%. Man sollte sich also nicht über 5% Unterschiede wundern, wenn man zu Hause mit einem Gerät aus meiner Entsafter Testreihe entsaftet. Die höchste Ausbeute bekam ich mit dem Kuvings Whole Slow Juicer B6000S (74%) und mit dem Philips HR1871/10 Entsafter (68%). Sehr gut waren auch die Erträge bei dem Oscar Neo Slow Juicer DA-1000 (60%) und dem Panasonic MJ-L500SXE Slow Juicer (60%).

Ist der Entsafter einfach zu handhaben?

Die Benutzerfreundlichkeit des Entsafters ist neben der „Saftqualität“ und der „Saftausbeute“ das nächste wichtige Kriterium bei meinem Entsafter Test, und eigentlich genau so wichtig wie die anderen zwei. Denn was nützt eine gute Saftqualität, wenn die Handhabung so kompliziert ist, dass mir die Lust am Safttrinken vergeht. Zu einer einfachen und sicheren Handhabung gehören: schneller und intuitiver Aufbau und kurze Vorbereitungszeiten, relativ zügiges Entsaften und einen sicheren Stand des Geräts.

Ein Vorteil der Zentrifugalentsafter im Bezug auf die Frage „Wie schnell ist mein Saft fertig?“ ist deren starker Motor und die sehr hohe Umdrehungszahl pro Minute. Hier wird ein ganzer Apfel durch die große Einfüllöffnung gejagt und eine Sekunde später fließt der Saft. Die Saftpressen brauchen ein paar Sekunden mehr, bis aus einem Stück Apfel Saft gepresst wird. Was aber andererseits schonender und gesünder ist, wie bereits am Anfang des Artikels erklärt.

Wenn man oft eine große Menge an Früchte und Gemüse auf einmal entsaften möchte, sind Zentrifugalentsafter und vertikale Slow Juicer die beste Wahl. Denn die Einfüllöffnungen sind größer als die Einfüllöffnungen von horizontalen Slow Juicern und das Vorschneiden entfällt. Andererseits ist es gesünder, den Saft immer unmittelbar vor dem Trinken zuzubereiten, damit die meisten Vitamine erhalten bleiben. Daher ist es ohnehin empfehlenswert immer kleine Mengen zu entsaften und direkt zu trinken. Da ich zu dieser Gruppe von Menschen gehöre, habe ich in meiner Küche trotz der kleinen Einfüllöffnung einen horizontalen Entsafter stehen (siehe Oscar Neo DA-1000 Entsafter Test). Ich brauche für einen Saft aus einem Apfel, eine rote Beete und zwei Möhren ca. 2 Minuten Vorbereitungszeit. Dazu kommt noch die halbe Minute für den Zusammenbau, der vorher gereinigten Einzelteile. Der Unterschied in der Zeit für ein Glas Saft ist wirklich minimal. Neben dem schonenden Entsaften bietet er auch eine einfache Reinigung und kompensiert dadurch die etwas längere Vorbereitung (dazu später mehr unter Punkt „Reinigung“).

Bei der Benutzung ist es auch wichtig nicht zu viele Einzelteile zusammenbauen zu müssen. Je weniger Einzelteile desto besser, vor allem auch für die Reinigung.

Eine intuitive Bedienung ist ebenfalls sehr wichtig, denn man sollte den Entsafter bedienen können, ohne ständig in die Bedienungsanleitung rein schauen zu müssen. In diesem Punkt sind alle von mir getesteten Entsafter fast auf den gleichen Stand, denn bei allen wird nach dem Zusammenbau (den man nach 3 Mal Üben auswendig kennt), einfach nur der Startknopf bedient. Bei manchen kann man vorher die Geschwindigkeit oder die Presshärte einstellen, aber das war es auch schon.

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Benutzung des Entsafters ist seine Standfestigkeit. Dieser sollte während des gesamten Prozesses einen sicheren Stand haben und nicht wackeln. Bei manchen Zentrifugalentsaftern ist es so, dass der Motor zu stark für das geringe Eigengewicht des Geräts ist, sodass man den Entsafter während des Entsaftens halten muss, damit er nicht „rumspringt“. Wenn man ihn nicht auf der Küchentheke stellt, sondern auf den Esstisch, werden die Vibrationen stärker und das Gerät wackelt richtig.

Zum Thema Sicherheit habe ich mir Gedanken über mögliche Verletzungsrisiken gemacht und wie sicher das Gerät für Kinder ist. Bei manchen Zentrifugalentsaftern, wie im Gastroback 40138 Entsafter Test gesehen, stellen z.B. die scharfen Messer am Siebkorb ein Verletzungsrisiko für Kinder dar, da sie leicht erreichbar sind, wenn man den Sieb nach dem Spülen irgendwo aufgestellt hat. Auch Erwachsene können sich daran verletzen, wenn sie nicht sehr vorsichtig beim Spülen sind. Slow Juicer sind dagegen sicherer, da sie kein Sieb mit scharfen Stellen haben, an denen man sich verletzen könnte.

Schön im Bezug auf der Handhabung sind auch Zusatz-Funktionen, wie die Tropf-Stopp Funktion, wie bei dem Kuvings Whole B6000S Modell, die ein Auslaufen des Saftes verhindert, nach dem man das Glas oder den Saftbehälter unter der Auslassöffnung entfernt hat.

Zusammengefasst habe ich bei meinen Entsafter Tests in Punkto Benutzerfreundlichkeit auf folgende Eigenschaften Wert gelegt:

  • Größe der Einfüllöffnung
  • Vorbereitungs- und Verarbeitungszeit
  • intuitive Bedienung
  • Standfestigkeit
  • Sicherheit
  • Zusatzfunktionen wie Tropf-Stopp Funktion

Ist der Entsafter einfach zu reinigen?

Die schnelle und unkomplizierte Reinigung ist ein entscheidendes Kriterium bei dem Kauf eines Entsafters. Viele Entsafter, vor allem Zentrifugalentsafter, besitzen spülmaschinengeeignete Teile, was auf den ersten Blick als ein riesiges Plus erscheint. Jedoch befindet sich in jedem Entsafter ein Siebfilter, der den Saft vom Fruchtfleisch trennt, und die Spülmaschine allein ist meist nicht in der Lage diesen richtig sauber zu bekommen, da die Frucht- und Gemüsefasern die Sieblöcher verstopfen.

Es ist notwendig mit einer Bürste über die Sieblöcher kurz zu schrubben, damit diese entfernt werden. So eine Bürste wird meistens mitgeliefert. Zudem würden die Einzelteile vor allem bei Zentrifugalentsaftern die Spülmaschine ziemlich vollmachen und können nicht einfach so mal mitgespült werden. Ein weiterer Grund, der gegen die Reinigung in der Spülmaschine spricht ist, dass die Teile des Entsafters am besten sofort ausgespült werden sollten, damit Fasern im Sieb und Fruchtfleischreste nicht austrocknen. Nach einigen Stunden ist es nämlich viel schwerer, die Teile komplett sauber zu bekommen.

Wenn es um die Reingung des Entsafters geht, ist es weniger wichtig, ob die Einzelteile spülmaschinenfest sind, sondern viel mehr, ob sie per Hand schnell und einfach zu reinigen sind. Dafür ist die Größe und die Anzahl der zu reinigenden Teile wichtig und ob sie knifflig zu reinigen sind. Zentrifugal-Entsafter haben in der Regel weniger Teile, aber dafür größeres Siebemit mehr Löchern, wodurch die Reinigung etwas länger dauern kann. Man benötigt je nach Modell zwischen 3 und 7 Minuten.

 

Horizontale Slow Juicer mit einer Presswalze, wie der Oscar Neo DA 1000, sind meistens am einfachsten zu reinigen, da sie kleine Einzelteile besitzen und ein kleines Sieb, das ganz schnell sauber zu bekommen ist, wenn man unter fließendem Wasser mit der Bürste 2-3 Mal drüber geht. Ich brauche für den Oscar Neo 2 Minuten. Ein großer Pluspunkt ist, dass sie im Gegensatz zu einigen vertikalen Slow Juicer keine Schüssel bzw- Presswalzengehäuse mit verwinkelten Kanälen und innenliegenden Hohlräumen am Boden besitzen, die noch mühsam mit Zahnhölzern oder mit dem dünnen Ende der mitgelieferten Bürste von Verstopfungen befreit werden müssen. Zudem ist das Sieb der vertikalen Slow Juicern zwar kleiner als das der Zentrifugalentsafter, aber dennoch größer als bei den horizontalen Entsaftern. Dazu kommen bei den vertikalen Modellen die Abnahme von Silikonbürsten und Silikondichtungen während der Reinigung, wie z.B. beim Kuvings B6000S. Dagegen ist die Reinigung eines horizontalen Modells ein Kinderspiel.

Andererseits punkten viele vertikale Slow Juicer, wie der Kuving B6000S, der Panasonic MJ-L500SXE und der Hurom HE mit einer Rotationsreinigungsbürste (Rotationswischer), die während des Betriebs um das Sieb rotiert und dieses schon vor der Reinigung vor Verstopfungen schützt.

Die Reinigungszeit für einen vertikalen Slow Juicer liegt zwischen 4 und 8 Minuten. Diese kann bei einigen Modellen ein wenig verkürzt werden, in dem man nach der Entsafter-Session in der Einfüllöffnung Wasser einfüllt und den Entsafter nur mit diesem Wasser laufen lässt. So lassen sich Verstopfungen zum Teil schon vor der eigentlichen Reinigung lösen. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man auch dann mit der Bürste manuell nachhelfen muss.

Am kompliziertesten zu reinigen sind Twin Gear Zwillingsgetrieb-Modelle, da sie mehr Einzelteile besiten als „normale Entsafter“ mit einer Presswalze.

Bei vielen Entsaftern gibt der Hersteller an, dass die Einzelteile zur Desinfektion in Backsoda und Wasser für ca. 30 Minuten eingetaucht werden können. Vor allem bei eingetrockneten Verstopfungen ist dies eine gute Lösung. Die Reinigung des Motors wird natürlich nie in Wasser getaucht oder gespült, sondern einfach mit einem trockenen Tuch gereinigt.

Ein weiterer Gesichtspunkt, den ich bei der Reinigung berücksichtige, ist wie einfach oder wie schwer sich die Einzelteile voneinander trennen lassen. Es sollte auch für ältere und schwache Menschen oder nicht handwerklich begabte möglich sein, alle Teile problemlos auseinander zu bauen.

Lautstärke

Vor allem zwischen Zentrifugalentsafter und Saftpressen / Slow Juicer kann man einen Riesenunterschied in der Lautstärke feststellen. Während Zentrifugalentsafter laute, schrille Geräusche von sich geben, sind Saftpressen bzw. Slow Juicer aufgrund der rollenden und mahlenden Geräusche sehr leise. Wer also früh morgens und spät abends entsaften möchte, ohne Probleme mit dem Nachbar zu kriegen oder selber ein Freund der Stille ist, sollte sich für eine Saftpresse entscheiden. Ich gehöre zu dieser letzten Kategorie und liebe deshalb die Slow Juicer.  Für Familien mit Kindern und einem abgehetzten Alltag, die schnell mit Vitaminen versorgt werden müssen, würde ich allerdings trotz der kurzzeitig hohen Lautstärke einen Zentrifugalentsafter empfehlen, denn man ist einfach viel schneller fertig.

Verarbeitung

Ich schaue mir auch die Verarbeitung des Materials an und bewerte das Aussehen der Entsafter nach meinem Geschmack. Generell punkten in meine Tests Edelstahlverkleidungen und hochwertige, widerstandsfähige Kunststoffe wie Ultem höher als billige Plastik. Ebenfalls ist es für mich sehr wichtig, dass die Bauteile, die mit dem Saft oder den Lebensmitteln in Berührung kommen, BPA frei sind. Also schaue ich in den Herstellerangaben und werte die Verarbeitung entsprechend höher, falls dies der Fall ist.

Größe des Entsafters – kompakt und einfach zu lagern?

Grundsätzlich schaue ich danach, dass die Entsafter nicht zu riesig sind, denn es muss noch Platz für alle anderen Geräte in der Küche bleiben. Letztendlich sind Entsafter jedoch nicht so groß wie Kaffeevollautomaten, und ich habe noch keinen so riesigen Entsafter getestet, dass ich danach keinen Platz hätte. Daher fließt dieses Kriterium nicht mit in meine Bewertung ein, denn jeder sollte für sich selbst überlegen, wo der Aufstellungsort des Geräts später sein wird und entsprechend das Gerät und den Platz ausmessen. Wichtig ist es vor allem, die Fläche (Breite und Länge) und das Gewicht zu berücksichtigen, obwohl auch die Höhe wichtig sein kann je nach dem, wo man es aufstellt.

Hier sind ein paar Empfehlungen von mir für kompakte Entsafter: Besonders platzsparend sind die vertikalen Slow Juicern, da sie sehr wenig an Fläche einnehmen, wie z.B. das Kuvings Whole B6000S Modell mit nur 23 x 21 cm Grundfläche. Mit einer Höhe von 45 cm kann es in fast jeder Küche auf der Theke integriert werden. Zentrifugalentsafter sind meist etwas größer. Der Gastroback 40138 Design Multi Juicer nimmt z.B. 34 x 23 cm Grundfläche ein.

Die Küchentheke bietet sich grundsätzlich als ein guter Aufstellungsort eines Entsafter an, vor allem wenn man regelmäßig entsaften möchte. Eine Steckdose befindet sich meist immer in der Nähe und der Kühlschrank, sowie frisches Obst und Gemüse sind auch nicht weit entfernt. Falls man keinen Platz auf der Küchentheke hat, kann man den Entsafter auch im Schrank verstauen. Wenn man z.B. einen horizontalen Entsafter nach der Reinigung nicht wieder aufbaut, sondern die Teile einzeln verstaut, nimmt das Gesamtpaket sehr wenig Platz ein.

Falls man den Entsafter jedes Mal aus dem Schrank herausholen muss, dann sollte man sich vor dem Kauf auch das Gewicht genauer anschauen. Vor allem für ältere Personen oder Personen mit körperlichen oder gesundheitlichen Einschränkungen könnte das Gewicht von 5 oder 6 kg ein Problem darstellen.

Lange Garantie: ein Qualitätsmerkmal

Wenn der Hersteller lange Garantiezeiten über 10 Jahren gewährt, dann ist das für mich ein zusätzliches Zeichen für die Qualität des Entsafters. Natürlich bringen 15 Jahre Garantie auf den Motor nichts, wenn die Saftqualität oder die Ausbeute nicht stimmen. Eine besonders lange Garantie für Motor und Einzelteile bietet z.B. der Oscar Neo DA-1000.

Der Preis: Markenhersteller vs. No-Name Firmen

Bei den Entsaftern gilt das Sprichwort: „Wenn Du billig kaufst, kaufst Du zwei Mal“.  Entsafter, die 50 Euro kosten besitzen im Allgemeinen einfach nicht die nötigen technischen Voraussetzungen, um einen qualitativ hochwertigen Saft herzustellen und liefern eine niedrige Ausbeute. Bei bekannten Marken, wie Oscar/ Bionika, Omega, Kuvings und Hurom weiß man einfach, dass man gute Qualität, sowohl bei den Materialien, als auch beim Saftergebnis bekommt. Die Technik wurde bei diesen Markenprodukten jahrelang auf den Prüfstand gestellt und optimiert, es werden hohe Sicherheitsstandards eingehalten und die Kunden sind zufrieden. Günstige Imitate aus China oder von No-Name Firmen können meist nicht mir diesen etablierten Marken mithalten, auch wenn der Entsafter von außen noch so sehr wie ein Marken-Entsafter aussieht. Ein Auge kann ich zudrücken, wenn das Produkt nur für die Produktion nach China ausgelagert wurde, aber die Konzeption, Design, Wahl der Materialien und die Qualitätssicherung in dem Land der etablierten und bekannten Firma erfolgen.

Wie viel sollte ein Entsafter kosten?

  • Nicht empfehlenswert: Zentrifugalentsafter unter 50 Euro:

Es gibt auch Zentrifugalentsafter unter 50 Euro, wie der Torrex, der Klarstein Fruit Tornado, der Andrew James oder der PEARL Zentrifugal-Entsafter, allerdings haben die billigsten Geräten laut dem Entsafter Test von Stiftung Warentest die kürzeste Haltbarkeit, z.B.  aufgrund von Motorlagerschäden. Einige billige Modelle fallen bereits nach 8 Betriebsstunden aus (jeweils in Zyklen betrieben). Zu den Entsaftern mit der schlechtesten Haltbarkeit mit der Note „mangelhaft“ gehören: der Tristar SC-2283, der Severin ES 3559 und der Clatronic AE 3465. 

  • Gute Zentrifugalentsafter kosten zwischen 100 und 250 Euro, so wie der Philips HR1871/10 Entsafter.
  • Empfehlenswerte Slow Juicer: ab 200 Euro

Die Preise für Slow Juicer bewegen sich im Bereich zwischen 80 und 700 Euro. Billige Entsafter unter 200 Euro würde ich nicht empfehlen. Diese schneiden in Punkten wie Haltbarkeit, Handhabung und Reinigungsaufwand nicht gut ab, wie am Beispiel der Petra Electric Vitapure Saftpresse, die bei Stiftung Warentest [3] die Note „Ausreichend“ bekommen hat. Meiner Erfahrung nach gibt es jedoch auch Ausnahmen, wie z.B. der Panasonic MJ-L500SXE Slow Juicer, der für seinen Preis unter 200 Euro ganz gute Ergebnisse liefert und einfach zu handhaben ist.

Sehr gute elektrische Saftpressen bzw. Slow Juicer gibt es im Bereich zwischen 300 und 400 Euro. Hier findet man meist ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis, wie am Beispiel des Oscar Neo DA-1000 (Bionika DA-1000) und dem Kuvings Whole Slow Juicer B6000S.

Die besten Saftpressen gibt es ab 500 Euro, wie die GreenStar 5000 Elite, die mit einem Doppel-Presswalzen-System (Twin Gear) arbeitet. Diese war Testsieger unter den Slow Juicern bei Stiftung Warentest [3] und lieferte die höchste Saftausbeute, zeichnete sich durch lange Haltbarkeit und niedrigste Betriebslautstärke. Allerdings fällt das Reinigen per Hand hier etwas länger aus, aufgrund der vielen Einzelteilen. Dafür sind aber alle zu reinigende Teilen spülmaschinenfest.

Zusätzliche Funktionen

Viele der Entsafter, vor allem die Slow Juicer, bieten neben der Herstellung von Säften, auch andere zusätzliche Funktionen an, wie z.B.:

  • Faden- und Bandnudeln herstellen
  • Gemüsebrei und Fruchtmus für Babys oder ältere Personen herstellen, 
  • Pesto, Brotaufstriche, Dips zubereiten
  • Nussmus, Tahini oder Hummus, Kokos-Dattel-Pralinen zubereiten
  • Fruchteis, Sorbets

Dafür wird meist das Saftsieb durch ein Zerkleinerungssieb, welches keine Sieblöcher besitzt, ersetzt, und auf die Press-Schnecke eingesetzt. Am Ende wird eine bestimmte Zerkleinerungsdüse eingesetzt mit entsprechenden Öffnungen: rechteckig, rund oder mit mehreren Löchern. Dadurch ist es möglich die Lebensmittel zu zerkleinern und zu vermischen, bis eine homogene Masse entsteht, die aus der Düse austritt und in dem Saftbehälter landet. Mehr Infos dazu gibt es in diesem Artikel über den Oscar Neo, der viele der Funktionen mitbringt.

Wenn man jedoch nach einem guten Entsafter sucht, sollten diese zusätzlichen Möglichkeiten Speisen herzustellen, eine niedrigere Priorität haben. Denn mehr Funktionalitäten sagen nichts über die Qualität des Entsafters aus. Anders sieht es aus, wenn man sich sicher ist, dass man auf jeden Fall die Nudel-Funktion und die Brei-Funktion z.B. nutzen möchte. Dann sollte man nach einem hochwertigen Entsafter greifen, der diese zusätzlichen Funktionen bietet.

Eignen sich Entsafter auch für die Herstellung von Smoothies?

Bei Entsaftern, von denen die Hersteller behaupten auch Smoothies herstellen zu können, sollte man skeptisch sein. Entsafter sind grundsätzlich nicht in der Lage so eine homogene Textur bei Smoothies zu erzielen, wie man es von einem Hochleistungs-Mixer erwartet. Siehe als Beispiel die Performance des Gastroback 40138 Design Multi Juicer in meinem Entsafter Test. Ich würde nie von einem Entsafter erwarten, dass er auch gute Smoothies herstellen kann, höchstens Säfte mit mehr Fruchtfleischgehalt.

Regulation des Pressdrucks und des Fruchtfleischgehaltes

Ein guter Entsafter sollte an erster Stelle einen klaren und reinen Saft herstellen können, damit die Verdauung entlastet wird und die Vitamine leichter und schneller absorbiert werden können. An zweiter Stelle kann man schauen, ob der Pressdruck so reguliert werden kann, dass der Entsafter auch Fruchtfleisch durchlässt. Außer man will auf jeden Fall mehr Fruchtfleisch in den Saft haben. In dem Fall verzichtet man aber auf die oben genannten Haupt-Vorteile eines Saftes.

Was sagt Stiftung Warentest zum Thema Entsafter?

Im Entsafter Test von 08/2013 wurden folgende Zentrifugalentsafter getestet:

  1. Philips Advance Collection HR1871/10
  2. Braun Multiquick 7 J700
  3. Gastroback Design Multi Juicer
  4. Bosch Styline MES20A0
  5. Rommelsbacher ES 800/E
  6. Kenwood Excel JE850
  7. Tefal Elea Duo
  8. Severin ES 3559
  9. die baugleichen Clatronic AE 3465 und Bomann AE 1917
  10. Trista SC-2283

Ferner wurden die Saftpressen getestet:

  1. Greenstar Elite GSE 5000
  2. Jupiter Juicepresso 868
  3. Moulinex Infy Press Revolution
  4. Petra Electric Vitapure

In der Kategorie „Zentrifugalentsafter Test“ bekamen die Modelle von Philips, Braun, Gastroback, Bosch, Rommelsbacher und Kenwood das Testurteil „GUT“. Das Modell von Tefal bekam das Urteil „befriedigend“ und die Modelle von Severin, Clatronic, Bomann und Tristar bekamen nur die Note „mangelhaft“.

Das beste Modell in der Testreihe war der Zentrifugalentsafter von Philips. Die Saftergebnisse und die Haltbarkeit waren „sehr gut“ und die Handhabung, so wie die Lautstärke wurden mit „gut“ bewertet. Besonders hoch war die Ausbeute, was ich auch bei meinem Philips Entsafter Test festgestellt habe. Einzig bei dem Punkt Sicherheit, bekam der Testsieger die Note „befriedigend“. Das schlechteste der getesteten Modelle war der Entsafter von Tristat. Zwar konnte auch dieser beim Entsaften überzeugen, allerdings gab es Defizite bei der Handhabung. Besonders negativ hat sich auch die kurze Haltbarkeit auf die Bewertung im Entsafter Test ausgewirkt. Weiterhin fiel beim Braun J700 Multiquick 7 und beim Kenwood Modell die Reinigung etwas aufwendiger aus als bei den restlichen Zentrifugen (mehr Infos zum Thema Reinigung des Kenwoods gibt es hier: Kenwood JE 850 Entsafter).

In der Kategorie „Saftpresse Test“ bekamen die Modelle von Green Star und Jupiter die Note „gut“. Diese punkteten vor allem mit der niedrigen Betriebslautstärke und im Bereich Sicherheit. Der Entsafter von Moulinex wurde mit „befriedigend“ bewertet, was vor allem auf das schlechte Saftergebnis zurückzuführen war. Der Entsafter von Petra Electric bekam die Note „ausreichend“, vor allem aufgrund der geringen Haltbarkeit. Beim Saftergebnis selber konnte es die Petra Electric jedoch durchaus mit der Moulinex und der Jupiter im Entsafter Test aufnehmen.

Testkriterien der Stiftung Warentest im Entsafter Test

Mit einer Gewichtung von 40 % flossen die Ergebnisse des Entsaftens (Saftmenge und Auspressgeschwindigkeit) in die Bewertung ein. Dafür wurden alle Geräte mit je 500 Gramm Weintrauben, Karotten und Äpfeln befüllt. Die Früchte und das Gemüse wurden für den Entsafter Test in Stücke geschnitten, deren Größe ein problemloses Befüllen des Entsafters möglich machte.

Zu 30 % floss die Handhabung des Gerätes in die Bewertung ein. Diese beinhaltet die Qualität der Bedienungsanleitung, den Aufwand für das erste Zusammensetzen des Gerätes bis zur ersten Benutzung und den Reinigungsaufwand nach der Benutzung. Ferner fließt in die Endnote beim Entsafter Test auch ein, wie aufwendig das Entsaften selbst ist. Dazu zählen das Schneiden der Früchte in Stücke, sodass sie in die Einfüllöffnung passen und der Aufwand und die Dauer für das Entleeren der Trester- und Saftbehälter.

Mit 10 % Gewichtung fließt die Haltbarkeit des Gerätes in die Bewertung ein. Dazu wurde jedes Gerät in diversen Testzyklen unter Last und im Leerlauf betrieben. Mit ebenfalls jeweils 10 % Gewichtung flossen die Lautstärke und die Sicherheit in die Bewertung ein. Bei der Beurteilung der Lautstärke wurden die Ergebnisse von Messgeräten ebenso berücksichtigt, wie das subjektive Hörempfinden der Tester. Außerdem wurde individuell beurteilt, ob das Gerät sicher ist. Hierfür wurden beispielsweise die Standfestigkeit des Gerätes im Entsafter Test überprüft und ob es beim versehentlichen Griff mit der Hand in die Einfüllöffnung zu Verletzungen kommen kann.

Entsafter Bewertungen und Einschätzungen

1. SAGE SJE830 the Nutri Juicer Cold XL Entsafter: Stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis

Großes Fassungsvermögen und umfangreiches Set

Mit einer Kapazität von zwei Litern liefert der Nutri Juicer Cold XL eine großzügige Menge selbstgemachten Saft. Dennoch ist er mit einem knappen Kilogramm Eigengewicht und seinen Abmessungen von 50 cm x 25 cm x 53 cm recht platzsparend. Optisch passt er sich ziemlich jeder Küche gut an. Das Silber des Gehäuses aus gebürstetem Edelstahl ist dezent und harmoniert mit dem zeitlosen Design des Entsafters.

Betrieben wird das Gerät von einem 1.500 Watt starken Motor. Damit dieser nicht zur Quelle übermäßigen Lärms wird, ist der Nutri Juicer mit einer Geräuschreduzierung ausgestattet. Damit kann die Geräuschkulisse um bis zu 40 Prozent reduziert werden.

Der Saft wird dank der „Cold-Spin-Technologie“ sehr schonend zubereitet. Diese verhindert eine Erhitzung der Flüssigkeit beim Entsaftungsvorgang. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe im Saft enthalten. Der Saft wird dabei durch eine Trennscheibe und weiter in einen Netzfilter geleitet.

Zudem zeichnet sich das Gerät durch eine schnelle Verarbeitung aus. Der Entsafter wird in einem umfangreichen Set geliefert. Dazu gehören neben einer Zwei-Liter-Saftkanne und einem Behälter für den Trester noch eine Entsafterabdeckung, ein Stopfer, ein Edelstahl-Siebkorb und eine Saftdüse. Mit Ausnahme des Stopfers und der Abdeckung sind die anderen Bestandteile spülmaschinenfest.

Wie gestalten sich Bedienung und Reinigung?

Nach dem Einsetzen des Siebkorbs und der Anbringung der Abdeckung werden die Sicherheitsverriegelungen eingerastet. Anschließend wird der Stopfer eingesetzt und die Saftkanne unter dem Entsafter positioniert. Dann kann es auch schon los gehen. Dank des 88 mm breiten Einfüllschachts kann eine Vielzahl an Obst- und Gemüsesorten komplett verarbeitet werden. Bei größeren, härteren Zutaten empfiehlt sich jedoch, das Obst oder Gemüse vor dem Einfüllen in kleinere Stücke zu schneiden.

Zur Reinigung werden die Einzelteile vorerst auseinandergenommen und können entweder per Hand oder in der Spülmaschine gereinigt werden (außer Stopfer und Abdeckung). Die meisten Teile können nach Kundenaussagen einfach unter fließendem Wasser abgespült werden. Beim Sieb lohnt sich die zusätzliche Nutzung einer Bürste. Zur Reinigung empfiehlt der Hersteller lediglich Seifenwasser und ein weiches Tuch. Stahlschwämme oder Scheuermittel würden nämlich die Oberflächen zerkratzen.

Was kann mit diesem Entsafter entsaften und zubereiten?

Der Entsafter verfügt über verschiedene Geschwindigkeitsstufen, welche sich für unterschiedliche Zutaten eignen. So können auf der Stufe QUIET beispielsweise geschälte Zitrusfrüchte verarbeitet werden. Die Stufe FAST bietet sich für das Entsaften von Sellerie, kernlosen Trauben, Birnen oder auch Erdbeeren an. Äpfel, Ananas, Spinat, Kohl oder auch Ingwer sind mit der Stufe BOOST zu verarbeiten. Eine komplette Auflistung darüber, was alles verarbeitet werden kann und auf welcher Geschwindigkeitsstufe, findet sich in der Anleitung.

Doch unabhängig davon, was verarbeitet wurde: Der Saft kann bis zu drei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Dafür können Sie entweder den im Set enthaltenen versiegelbaren Frischhaltekrug nutzen oder alternativ auch Einmachgläser.

Was sagen Kunden über Saftqualität und Lautstärke?

Hinsichtlich der Lautstärke gehen die Meinungen von Amazon Kunden etwas auseinander. Während die Mehrzahl der Kunden sich nicht an der Geräuschkulisse stört, empfinden einige das Gerät als zu laut. Nach Aussagen mancher Kunden ist das Gerät lauter bei der Verarbeitung großer Obst- und Gemüsestücke. Ein vorheriges Kleinschneiden der Zutaten wirkt dem entgegen. Letztendlich hängt es stark vom persönlichen Empfinden ab, ob einem der Entsafter zu laut ist oder nicht. Doch wie ein Kunde auch zu bedenken gibt: Das Gerät läuft nur für eine kurze Zeit und nicht den ganzen Tag über.

Unabhängig von der geteilten Meinung über die Lautstärke sind Kunden von der Saftqualität durchweg überzeugt. Geschmacklich sei dieser kaum zu übertreffen, die Konsistenz ist sehr fein und darüber hinaus ist der frische Saft in kürzester Zeit hergestellt. Ein Kunde merkte allerdings an, dass die Schaumbildung recht ausgeprägt sei. Das sei jedoch bei der hohen Saftausbeute zu verzeihen. Immerhin holt der Entsafter fast die komplette Flüssigkeit aus den Zutaten heraus, was sich am trockenen Trester zeigt.

Gibt es Kritikpunkte?

Bis auf die von manchen als störend empfundene Lautstärke gibt es kaum etwas am Nutri Juicer Cold XL von SAGE zu bemängeln. Allerdings stehen sich auch in Sachen Reinigung verschiedene Meinungen gegenüber. Zwar finden einige die Reinigung aufwändig und zeitraubend, doch die Mehrheit der Kunden berichtet von einer schnellen und unkomplizierten Säuberung. Zumindest sofern diese direkt nach der Nutzung erfolgt, bevor die Lebensmittelreste angetrocknet sind. Ein Verbesserungsvorschlag wäre noch das Ersetzen der Kunststoffbehälter durch Glasgefäße.

Doch die hervorragende Saftqualität, die simple Bedienung und ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis sowie ein leichter Zusammenbau stimmen die meisten Kunden sehr zufrieden mit ihrer Kaufentscheidung.

2. AMZCHEF Slow Juicer: Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Technologie

Der leise Motor des AMZCHEF Slow Juicers sorgt dafür, dass die Lautstärke im Betrieb die 60 Dezibel nicht überschreitet. Das entspricht etwa dem Pegel einer normalen Unterhaltung. Durch die geringe Umdrehungszahl von 80 Umdrehungen pro Minute bleiben die Zellwände der Obst- und Gemüsesorten erhalten und es gelangt kaum Luft in den Saft. Durch das letztere ist die Oxidation sehr gering. Außerdem findet keine Hitzeentwicklung statt. Der Entsafter erzielt dank dieser Eigenschaften einen maximalen Erhalt an Vitaminen, Enzymen, Farben und Aromen und ein sehr gutes Saftergebnis. Das Gerät läuft bei einer Leistung von 150 Watt und wiegt 4,74 Kilogramm. Die Abmessungen betragen 30 cm x 30 cm x 19,6 cm. Höhe: ca. 38 cm

Ausstattung und Materialien

  • Ein schmaler Einfüllschacht verringert eine potenzielle Verletzungsgefahr, denn er verhindert, dass Finger in die Nähe der Pressschnecke gelangen.
  • Durch die Umkehrfunktion werden verklemmte Obst- oder Gemüsestücke wieder nach oben befördert. Der Knopf für diese Funktion ist im ON-/OFF-Schalter integriert.
  • Unter dem Saftauslass befindet sich eine Abstellfläche für die Saftkanne. Diese kann in die dafür vorgesehene Mulde gestellt werden. Sollte etwas daneben gehen, tropft der Saft auf die Abstellfläche des Entsafters und nicht auf den Tisch.
  • Sowohl die Saftkanne mit einer Kapazität von 700 ml als auch ein Tresterbehälter mit einem Fassungsvermögen von einem Liter sind neben dem Entsafter selbst im Lieferumfang enthalten. Zusätzlich befinden sich noch eine Reinigungsbürste und eine Bedienungsanleitung im Paket.
  • Der Entsafter besteht aus dem BPA-freien Kunststoff Tritan und ist mit einem Filter aus Edelstahl versehen.

Bedienung

Die Bedienung ist denkbar einfach. Das Gerät wird durch den ON-/OFF-Schalter in Betrieb genommen und das klein geschnittene Obst und Gemüse wird in den Einfüllschacht gegeben. Den Rest regelt der Entsafter von allein. Der Saft läuft aus dem Ausguss in die Saftkanne und der Trester landet weiter vorn im Tresterbehälter. Um die Rückwärtsfunktion zu nutzen, wird der entsprechende Schalter für zwei bis drei Sekunden gedrückt gehalten.

Reinigung

An den glatten Oberflächen bleibt kaum etwas haften, was die Reinigung erleichtert. Vor der Reinigung werden die einzelnen Komponenten des Entsafters auseinandergebaut. Das gelingt innerhalb weniger Minuten. Zur Reinigung kann die mitgelieferte Bürste genutzt werden. Allerdings können die Komponenten auch aufgrund des hitzebeständigen Materials in der Spülmaschine gereinigt werden.

Was kann mit diesem Entsafter entsaftet und zubereitet werden?

Der Hersteller gibt an, dass sämtliche Obst- und Gemüsesorten mit dem Entsafter verarbeitet werden können. Es werden Äpfel, Karotten und Blattgemüse sowie Ingwer und Weizengras genannt. Abgeraten wird vom Einfüllen harter Bestandteile. So sollten beispielsweise keine Samen eingefüllt werden. Auch Eis oder gefrorene Lebensmittel sind nicht für diesen Slow Juicer geeignet. Laut Kundenaussagen ist dennoch auch die Herstellung von Nussmilch möglich, sofern die Nüsse zuvor ausreichend lange in Wasser eingeweicht wurden.

Qualität des Saftes

In den Kundenrezensionen spiegelt sich die Herstelleraussage bezüglich des Entsaftens im Großen und Ganzen wider. Gemüsesorten wie Sellerie, Fenchel, Möhren, Rote Bete, Gurke, Spinat, Tomaten, Kurkuma und Ingwer stellen für das Gerät ebenso wenig ein Problem dar wie Blattsalate oder Kräuter. In Bezug auf die Obstsorten gibt es jedoch Einschränkungen. Orangen, Grapefruits oder Ananas werden problemlos entsaftet. Hinsichtlich der Äpfel gibt es unterschiedliche Aussagen. Einige beschreiben das Gerät als durchaus für die Herstellung von Apfelsaft geeignet, während andere berichten, dass der Slow Juicer eher Apfelmus als Saft liefere. Auch für Bananen, Kiwis und Erdbeeren ist das Gerät nicht ausgelegt. Qualität und Geschmack des Safts werden von der überwiegenden Mehrheit der Kunden jedoch hoch gelobt.

Lautstärke

Die Lautstärke wird eigentlich durchweg positiv bewertet. Das Gerät läuft sehr leise und kann auch bedenkenlos morgens eingeschaltet werden, ohne damit die Nachbarn zu wecken. Auch eine Unterhaltung während des Entsaftens ist problemlos möglich, ohne die Stimme erheben zu müssen.

Kritikpunkte

  • Die Reinigung des Siebs scheint etwas komplizierter zu sein, weshalb zur Zuhilfenahme einer Zahnbürste geraten wird.
  • Die Meinungen über den Feuchtigkeitsgehalt des Tresters gehen auseinander. Einerseits beschreiben viele Kunden den Trester als trocken, andere wiederum als zu feucht, weshalb sie dem Entsafter eine weniger gute Bewertung erteilen.
  • Die Stücke sollten ebenfalls sehr klein geschnitten werden, um überhaupt in den Zuführschacht zu passen und die Saftmenge war bei manchen nicht so hoch wie erwartet.
  • Kritisiert wurde von einem Kunden, dass der Auffangbehälter für den Saft keine Ausgusshilfe hat. Daher geht beim Umfüllen des Saftes in ein Glas schnell einmal etwas daneben.
  • Die Verarbeitungsqualität des Entsafters wird ebenfalls unterschiedlich beurteilt. Während die einen von einem stabilen Gerät sprechen, empfinden die anderen den Slow Juicer als wackelig und äußern starke Bedenken an der Haltbarkeit des Gerätes.

Fazit

Die meisten Kunden sind von dem Preis-Leistungs-Verhältnis begeistert und betiteln den AMZCHEF Slow Juicer als „gutes Gerät für den kleinen Geldbeutel“. Da gute Entsafter im Normalfall 300 Euro und mehr kosten, liegt dieser preislich in einem sehr erschwinglichen Bereich und bietet zusätzlich noch eine hervorragende Leistung. Der wohlschmeckende Saft, die große Nährstoff-Ausbeute und die geringe Lautstärke sind für die meisten Kunden in Verbindung mit dem günstigen Preis eindeutige Punkte für den Kaufe dieses Entsafters.

3. Hurom Entsafter H-AI Platinum: Schonendes Entsaften mit automatischem Einzug

Kompaktes Design mit hoher Effizienz

Der äußerst platzsparend konstruierte Entsafter H-AI Platinum wird mit seiner eher schlichten, aber dadurch auch zeitlosen Optik zum Hingucker. Durch das silber-graue Gehäuse fügt er sich visuell perfekt in jede Küche ein. Die Produktserie beinhaltet allerdings auch noch Varianten in blau-metallic und rosé-gold. Zudem nimmt der Entsafter mit seinen Abmessungen von 29,6 cm x 16 cm x 43,5 cm nicht sonderlich viel Platz auf der Arbeitsfläche in Anspruch. Sein Gewicht beläuft sich dabei auf rund 5,4 Kilogramm.

Vitalschonendes Entsaften

Mit einer Leistung von 200 Watt dürfte das Gerät einen optimalen Ertrag erzielen und auch die Schaumbildung sollte sich aufgrund des langsamen Entsaftungsvorgangs stark in Grenzen halten. Mit zwei Geschwindigkeitsstufen und zwei im Lieferumfang enthaltenen Sieben dürfte der Entsafter H-AI Platinum ein gutes Saftergebnis liefern.

Was macht den Entsafter H-AI Platinum besonders?

Im Gegensatz zu anderen Entsaftern verfügt dieses Gerät über einen automatischen Einzug. Der Nutzer selbst gibt daher lediglich die Zutaten in den Einfüllbehälter – der Entsafter erledigt dann den Rest. Ein rotierendes Spin-Messer zieht nach und nach die Obst- oder Gemüsestücke selbstständig in die doppelflügelige Pressschnecke.

Da kein manuelles Zutun mehr erforderlich ist, entfallen auch die typischen Probleme beim Entsaften. Die Zutaten werden ohne manuellen Druck von außen und in der korrekten Geschwindigkeit in die Pressschnecke befördert. Auf diese Weise kann es weder zu Stauungsproblemen noch zum Verstopfen des Einfüllbehälters kommen.

Dieser Umstand würde sich dementsprechend positiv auf die Lebensdauer der einzelnen Bauteile und die des Motors auswirken. Im Übrigen sind alle Kunststoffteile BPA-frei. Der automatische Einzug hat noch einen weiteren Vorteil: Da man während des Entsaftens nicht permanent neben dem Gerät stehen muss, um die einzelnen Obst- oder Gemüsestücke nacheinander einzufüllen, kann man die Zeit anderweitig nutzen.

Was kann mit dem Entsafter von Hurom hergestellt werden?

Zusammenfassend gesagt, kann der Entsafter H-AI Platinum pressen, mischen, filtern und den Trester auswerfen. Zu diesen Einzelpunkten gibt es jedoch noch mehr zu sagen.

Das Pressen gehört zu den Hauptaufgaben des H-AI Platinum. Mit 60 Umdrehungen pro Minute sorgt die Pressschnecke in Zusammenarbeit mit der Rotationsbürste für eine schonende Entsaftung der Zutaten. Die Bürste geht ihrer Arbeit mit 17 Umdrehungen pro Minute in umgekehrter Richtung als die Schnecke nach. Auf diese Weise können sowohl weiche als auch harte Obst- und Gemüsesorten auf behutsame Weise verarbeitet werden.

Schonende Entsaftung durch Slow Squeezing Technology

Dank der ultraharten UltemTM Press-Schnecke bleiben die Nährstoffe im Saft enthalten, da durch die niedrige Umdrehungszahl keine Hitze entsteht. Auch ein schädigender Einfluss von Luft wird dadurch vermieden und die Vitamine bleiben so aufgrund der Slow Squeezing Technology (SST) enthalten.

Doch nicht nur zur Saftproduktion, sondern auch zur Herstellung von Soja- oder Mandelmilch ist das Gerät geeignet. Das Vorgehen ist dasselbe wie beim Entsaften: Einfach die Zutaten einfüllen und auf das Ergebnis warten. Allerdings können Mandeln einiger Kundenaussagen zu Folge etwas problematisch in der Verarbeitung sein. Daher empfiehlt es sich, die Mandeln (oder auch andere Nüsse) vor der Verarbeitung einige Stunden in Wasser einzulegen. Das Entsaften von Kräutern und ähnlichem stellt ebenfalls kein Problem dar, sodass auch die Produktion von Weizengrassaft möglich ist.

Lieber mehr oder weniger Fruchtfleisch?

Die Menge an verbleibendem Fruchtfleisch im Saft kann mittels des Trester-Kontrollhebels je nach den eigenen Wünschen variiert werden. Auch die beiden Siebe spielen hierbei eine Rolle: Das feine Sieb ist zur Herstellung von Saft gedacht, während mit dem groben Sieb cremige Smoothies gezaubert werden können.

Sämtliche Flüssigkeiten werden in den 500 Milliliter fassenden, internen Saftbehälter befördert. Durch einen Neigungswinkel von 4 Grad wird zusätzlich das Abfließen des Safts verbessert. Man selbst muss das Gerät daher nicht kippen, um den gesamten Saft heraus zu bekommen. Gleichzeitig landet das Fruchtfleisch im Tresterbehälter. Dies erfolgt durch den vertikalen Tresterauswurf. Der Behälter für das Fruchtfleisch weist ebenfalls eine Kapazität von 500 Millilitern auf.

Neben dem Entsafter selbst befinden sich die beiden Siebe im Lieferumfang sowie zwei Bürsten für die Reinigung. Die Angaben zum Gebrauch können der beiliegenden Bedienungsanleitung entnommen werden und das Rezeptebuch von Hurom bietet Inspirationen für die nächste Saftherstellung. Des Weiteren gibt der Hersteller zehn Jahre Garantie auf den Motor und zwei Jahre auf die anderen Teile.

4. Champion Entsafter – Robust, aber nicht mehr zeitgemäß

Der Champion Entsafter besitzt von der Funktionsweise her nur wenig Gemeinsamkeiten mit den modernen elektrischen Saftpressen und Slow Juicern und ist mit einem Preis über 400 Euro definitiv zu teuer. Technisch ist er auf dem Stand von vor 60 Jahren. Heutzutage gibt es bessere und günstigere Entsafter, die schonender, leiser und schneller entsaften, einen niedrigeren Stromverbrauch haben und in der Lage sind besser Blattgemüse und Weizengras zu verarbeiten.

Dennoch ist der Champion viel besser als einen Zentrifugalentsafter und zeigt sich mit einer langen Lebensdauer als zuverlässig im Dauergebrauch. Er liefert bei einer relativ guten Ausbeute qualitativ hochwertige Säfte und ist bestens für den täglichen Einsatz geeignet. Wenig geeignet erscheint er allerdings für einen sporadischen Gebrauch. Wer also nach einem „robusten Arbeitspferd“ sucht und die Vorteile der modernen Slow Juicern nicht braucht, dann wird er mit dem Champion Entsafter zufrieden sein.

Champion – Der „Urvater“ der Entsafter

Bereits im Jahr 1955 in den USA erfunden, wird der Champion seither als elektrische Saftpresse in nahezu unveränderter Form hergestellt. Wie es sich für einen „Urvater“ der Entsafter gehört, zeigt er sich sehr robust und mit seine rund 10 kg als besonders schwergewichtig. Verantwortlich hierfür ist seine metallische Ummantelung, die seine aus Edelstahl und Nylon bestehenden Funktionsteile umschließt. Die Champion Saftpresse wurde 2003 von Stiftung Warentest getestet und kam auf den zweiten Platz direkt nach der Green Star Saftpresse. Sie überzeugte vor allem durch ihre Ausdauer, aber auch durch ihre einfache Bedienung. In diesem Artikel sehen wir uns die Vorteile, aber auch die Nachteile des Champion Entsafters an.

Technische Daten

  • Entsafter-Typ: Elektrische Saftpresse – horizontal
  • Entsaftertechnik: Schneidewerk
  • Umdrehungen pro Minute: 1.400 U/min
  • Einfüllöffnung ø: 4,5 cm
  • Leistung: 420 Watt
  • Maximaler Dauerbetrieb: keine Angaben
  • Pressdruck / Geschwindigkeit einstellbar: nein
  • BPA-frei: ja [4]
  • Fassungsvolumen Saftbehälter: ca. 1 l
  • Materialien: Metall-Gehäuse, Edelstahl-Teile, Nylon
  • Gewicht: 10.4 kg
  • Maße (B x T x H): 19,5 x 46,5 x 34 cm

Das massive Antriebsteil mit dem 420 Watt starken Motor bildet das Grundgerüst des Champion Entsafters. Entsprechend seiner Bedienungsanleitung wird es durch das Aufsetzen des Schneidvorsatzes, des Vorsatzes mit dem Einfüllstutzen, dem Einlegen von Sieb oder Platte und dem Auslaufstutzen vervollständigt. Der Schneidvorsatz ist mit kleinen, gehärteten Edelstahlklingen besetzt, die das Saftgut raspeln, bevor es durch das Sieb hindurch ausgepresst wird. Das ist ein Vorteil gegenüber modernen Saftpressen mit Press-Schnecken, da die Schnecken meist aus Kunststoff bestehen. Neben dem feinen Sieb steht auch eine in Halbschalenform gestaltete Platte zur Püreeherstellung zur Verfügung. Anschließend ist das Gerät durch das Aufsetzen des Trichters auf den 55 x 40 mm großen Einfüllstütze einsatzbereit.

Wichtig bei der Bedienung ist, dass die Zuführung des gereinigten und zerkleinerten Obstes und Gemüses mithilfe des Stopfers mit einem möglichst gleichmäßigen Druck erfolgt. Gleichmäßiges Einfüllen und ein geringerer Druck lassen eine größere Saftausbeute erwarten. Für das Auffangen des Saftes ist eine Schüssel erforderlich, da der Saftauslass sehr breit ist. Auch der entstehende Trester muss über eine unter der Vorsatzöffnung platzierte Schale aufgefangen werden. Der beim Champion recht speziell erfolgende Pressvorgang verläuft besonders effektiv, wenn frisches Obst und knackiges oder vorgekühltes Gemüse zum Einsatz kommt.

Sollte der ausgeworfene Trester während des Entsaftens besonders feucht als Pulpe ausgeworfen werden, lohnt sich das Reinigen des wahrscheinlich verstopften Siebes. Der zu feuchte Trester kann danach ein zweites Mal entsaftet werden. Langfaseriges Gemüse muss vor der Eingabe in etwa 5 cm lange Stücke geschnitten werden, damit längere Fasern das Schneidwerk nicht verstopfen. Da der Champion Entsafter mit seinem Verfahren einen eher sämigen, leicht dickflüssigen Saft liefert, kann dieser für Liebhaber eher dünnflüssiger Säfte nochmals durch ein feines Sieb gegeben werden.

Der Champion Entsafter entsaftet langsamer als andere Entsafter, dafür aber größere Mengen in einem Durchlauf. 1 kg Äpfel und 1 kg Karotten lassen sich innerhalb von 15 Minuten in einem einzigen Arbeitsgang entsaften [2]. Natürlich sind Zentrifugalentsafter wie der Gastroback Design Juicer schneller: dieser schafft dieselbe Menge in nur 4 Minuten, dafür gehen aber schon während des Entsaftens wichtige Vitamine und Enzyme verloren. Andere Saftpressen werden bei solchen großen Mengen an Pressgut zwischendurch zu heiß und benötigen eine Auszeit zur Abkühlung oder müssen von Trester befreit werden, während der Champion einfach weiter läuft.

Was bei der Bedienung bemängelt wird, ist das Austropfen von Saft an einigen Verbindungsstellen am Gehäuse und, dass sich die weißen Kunststoffteile schnell verfärben (z.B. bei Karottensaft). Das Austreten und Herausspritzen des Saftes aus dem Gerät ist auf das Fehlen von Gummidichtungen zurückzuführen, wodurch die Plastik-Vorsatzteile nicht immer zu 100% abdichten.

Wie gut ist der Saft?

Der Champion arbeitet mit 1.400 Umdrehungen pro Minute. Diese Drehzahl ist im Vergleich zu anderen Slow Juicern hoch und kann zu etwas erhöhten Temperaturen [3] und unnötigen Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft führen. Man kann die Funktionsweise deshalb als „nicht mehr zeitgemäß“ bezeichnen, wenn man sich moderne elektrische Saftpressen ansieht. Der Oscar Neo DA-1000 besitzt z.B. eine Umdrehungszahl von 63 – 75 U/min und der Panasonic MJ-L500SXE Slow Juicer von 40 U/min.  Allerdings sind die 1.400 Umdrehungen pro Minute immer noch besser als das Zerfetzen der Frucht mit einem Zentrifugalentsafter, der mit 10.000 bis 15.000 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Deshalb ist es nicht überraschend, dass der Saftgeschmack  von Stiftung Warentest zwischen „Gut“ (für Äpfel) und „Sehr Gut“ (für Möhren) bewertet wurde. Die Säfte sind kräftig, frisch und geben den Eigengeschmack des Obstes bzw. des Gemüses wieder. Allerdings: der Fruchtfleischanteil fällt relativ hoch aus: bis zu 15 %. Für eine Saftkur bzw. Saftfasten mit klaren Säften müssen diese also zusätzlich durch ein Sieb laufen.

Die Saftausbeute des Champion Entsafters bewegt sich laut Stiftung Warentest im Bereich Gut bis Sehr Gut (getestet wurden Äpfel, Möhren und Weintrauben). Ein Test des ETM-Testmagazins aus dem Jahr 2012 zeigt jedoch, dass im Vergleich zu modernen elektrischen Saftpressen, wie die Jupiter Juicepresso 868 100, die Green Star Elite und die Tristar SC-2285, der Champion Entsafter die geringste Saftausbeute liefert.

Welches Pressgut lässt sich mit dem Champion gut entsaften?


Harte Früchte- und Gemüsesorten (Rote Beete, Apfel, Karotten, Radieschen)

Weiche Früchte- und Gemüsesorten (Orangen, Salatgurke, Zucchini, Tomaten)

Trauben

Faseriges Gemüse (Selleriestangen)

Blattgemüse (Blattpetersilie / Spinat), Kräuter

Weizengras

Die Vielfalt an Pressgut, welches mit dem Champion effizient entsaftet werden kann, ist eher beschränkt. Er eignet sich zum Beispiel gut für die Herstellung von Apfel- und Karottensaft oder auch Traubensaft (hartes und weiches Obst und Gemüse). Für das Entsaften von Weizengras, Blattgemüse und Kräutern ist der Champion jedoch nicht optimal, da sich Gräser im Schneidewerk verfangen und dieses verstopfen können [1].

Kommt die Kunststoffplatte zum Einsatz, kann auf einfache Art noch Folgendes produziert werden:

  • Püree
  • Babynahrung
  • Nussmus
  • Apfelmus 
  • Eiscreme

Dabei ist darauf zu achten, dass keine trockenen Erzeugnisse zum Einsatz kommen. Nüsse sollten z.B. vorher in Wasser eingeweicht werden. Die erhältlichen Zubehörteile, Getreidemahlvorsatz und Weizengras-Kit, führen zu keinen überzeugenden Ergebnissen und können nicht empfohlen werden [4].

Die Reinigung der Einzelteile des Champions erfolgt per Hand, denn keines der Teile des Entsafters ist spülmaschinengeeignet. Das Reinigen des Schneidwerks und der Teile des Vorsatzes sollte durch Abspülen mit kaltem Wasser erfolgen. Die Motorwelle muss von Zeit zu Zeit mit ein paar Tropfen Olivenöl eingefettet werden. Das Reinigen des Siebes erfolgt am besten mittels einer Bürste. Wegen schwer zugänglichen Stellen ist die Reinigung etwas aufwendiger als bei anderen elektrischen Saftpressen, wie z.B. dem Oscar Neo DA-1000 bzw. Bionika DA-1000. [2]

Positiv zu erwähnen ist, dass der Champion-Entsafter mit einem Magnet-Sicherheits-System ausgerüstet ist, welches den Motor stoppt, wenn das Schneidewerk nicht durch den Vorsatz geschützt ist. Ein negativer Punkt bei der Sicherheit ist die Öffnung am Tresterauslauf, die ein Verletzungsrisiko für kleine Kinder darstellen könnte, die mit ihren neugierigen Händen überall hineinfassen wollen.

Der Ernährungsforscher Norman W. Walker ist einer der bedeutendsten Vorreiter im Bereich der Ernährung mit frisch gepressten Säften und Rohkost. Seine Bücher sind bis heute Vorbild für viele Forscher und Autoren. Eines seiner bekanntesten Bücher ist das Buch „Frische Frucht- und Gemüsesäfte“. Darin empfiehlt er die Champion Saftpresse. Durch sein eigenes Leben hat Walker beispielhaft bewiesen, dass man mit frischen Säften, Rohkost und seelischer Ausgeglichenheit seine Vitalität bis zu einem hohen Alter bewahren kann. Er ist fast 100 Jahre als geworden.


Vorteile

  • robust und langlebig
  • metallische Ummantelung
  • Schneidewerk mit Edelstahlklingen
  • entsaftet große Mengen ohne Unterbrechung
  • schonenderes Entsaften als bei Zentrifugalentsaftern
  • qualitativ gute Säfte
  • ideal für Liebhaber von dickflüssigen Säften
  • Magnet-Sicherheits-System
  • Herstellung von Püree- und Babynahrung möglich



Nachteile

  • Vorschneiden erforderlich
  • teuer
  • schwer
  • lauter als ein Slow Juicer
  • entsaftet langsam
  • etwas komplizierte Reinigung
  • Austreten von Saft aus dem Gerät
  • nicht für Gräser und Blattgemüse geeignet
  • Öffnung am Tresterauslauf bietet Verletzungsrisiko
  • hoher Energiebedarf
  • weiße Kunststoffteile können sich schnell verfärben


Quellen:

[1] etm-testmagazin.de 09/ 2012 Entsafter im Vergleich: Note „Gut“ (91,4 %)
[2] Stiftung Warentest 07/2003: Note „Gut“ (2.0) für den Champion Entsafter
[3] Bewertungen
[4] www.perfektegesundheit.de

5. Kritische Betrachtung der Philips Slow Juicer HR1897/30 und HR1949/20

Philips: Die „Slow Juicer“-Marke?

Die Marke Philips genießt unter anderem als Hersteller von Fernsehgeräten einen hervorragenden Ruf. Aber auch im Bereich der Haushalts- und Küchengeräte hat Philips zahlreiche gute Produkte im Sortiment. Zur Sparte der Küchengeräte von Philips zählen auch die Entsafter, wie der Slow Juicer Philips HR1949/20 und der HR1897/30. Anders als der Slow Juicer der Marke Omega merkt man den Modellen von Philips jedoch an, dass sich dieses Unternehmen nicht auf die Herstellung von Entsaftern spezialisiert hat.

Philips HR1897/30 Entsafter mit Microextraction Technologie

Der Philips HR1897/30 Entsafter soll bis zu 90% des Fruchtsaftes aus einer Frucht herauspressen können. Und das dank der Press-Schnecken Technik, die aus dem Slow Juicer Bereich bekannt ist, auch besonders schonend. Die Rede ist auch von einer geheimnisvollen „Microextraction Technologie“. Zudem verspricht der Hersteller, dass sich das Gerät nach der Benutzung besonders schnell reinigen lassen soll. Der Grund dafür ist das nicht verbaute Sieb.

Normalerweise ist es für einen Slow Juicer üblich, dass das eingefüllte Obst mit Hilfe einer geringen Umdrehungszahl der Schnecke zerkleinert und entsaftet wird. Allerdings scheint die Umdrehungszahl bei diesem Gerät für einen Slow Juicer deutlich zu hoch (schätzungsweise einige hundert Umdrehungen pro Minute). Das ist hörbar, da der Slow Juicer recht laut ist. Zudem scheint die Umdrehungszahl der Schnecke auch optisch höher zu sein als für ein Slow Juicer üblich. Die eigentlich gewünschte schonende Entsaftung, die man sich von der Press-Schnecke verspricht, ist damit nicht realisierbar. Die Vitaminsaubeute und der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wird generell durch eine schnellere Drehung und die resultierende höhere Oxidation deutlich reduziert.

Der größte Nachteil des Gerätes ist jedoch die geringe Saftausbeute. Die optimale Saftausbeute eines Entsafters lässt sich immer daran feststellen, dass der Trester möglichst trocken ist. Der Trester bei diesem Gerät ist jedoch noch sehr feucht, wenn man z.B. Karotten entsaftet. So feucht, dass beim Ausdrücken in der Hand noch reichlich Flüssigkeit austritt. Die vom Hersteller versprochene Saftausbeute von bis zu 90 % ist daher wahrscheinlich nur bei sehr weichen Obstsorten zu erwarten, wie Erdbeeren und Himbeeren.

Das Gerät hat auch seine offensichtliche Vorteile: es ist mit seinem schlanken Design optisch wirklich ansprechend gestaltet, sodass der Entsafter zum Verstecken im Küchenschrank viel zu schade ist. Ein weiterer großer Vorteil sind die runden Bauteile, die einen schnellen und unkomplizierten Aufbau und Abbau des Gerätes ermöglichen und sich einfach reinigen lassen. Dadurch kann tatsächlich viel Zeit gespart werden. Im unteren Video sehen Sie den kompletten Test durchgeführt von DiscountJuicers. Man erkennt deutlich die höhere Lautstärke und die schnellere Umdrehung des Phillips Entsafters im Gegensatz zum Omega Entsafter.

youtube Video: Philips Micro Juicer vs Omega NC800 Comparison Review

Vorteile des neuen Modells „Philips HR1949/20 Slow Juicer“?

Das neuere Modell HR1949/20 ist optisch ebenfalls sehr ansprechend gestaltet und unterscheidet sich nicht signifikant vom Modell HR1897/30. Auch die Leistungsmerkmale sind praktisch identisch mit dem älteren Modell, wie die Leistung von 200 Watt. Mit Ausnahme der Umdrehungszahl, hier behauptet der Hersteller, dass sie bei diesem Modell 40 Umdrehungen pro Minute beträgt. Allerdings sagt eine Bewertung bei Amazon was anderes aus: die Umdrehung ist zu schnell für ein Slow Juicer. Zitat:

Die Presse des Philips-Juicer ist viel zu schnell, um als Slowjuicer bezeichnet werden zu können.

Es besteht also die Frage, was der Hersteller mit 40 Umdrehungen pro Minute gemeint hat. Außerdem ist auch bei dem neueren Modell kein richtiges Sieb vorhanden, so wie man es von einem Slow Juicer kennt, sodass man wieder annehmen kann, dass die Ausbeute niedrig ausfällt. Ein Vorteil, den das neuere Modell zu bieten hat, ist die größere Einfüllöffnung. Mit einem Seitenmaß von 3,5 x 7 cm bekommt man durchaus auch größere Stücke in das Gerät eingefüllt, sodass die Vorarbeit für das Entsaften geringer ausfällt. Bei diesem Modell können wir zudem einstellen, wie viele Fasern wir im Saft haben möchten. Zwei Einstellungen stehen uns dafür zur Verfügung. Außerdem findet man passende Rezepte entweder im mitgelieferten Rezeptbuch oder in der Healthy Drinks App. In der App kann man auch den Nährstoffgehalt der Zutaten nachlesen. Diese findet man allerdings auch im Internet.

Frische Säfte selbst zu Hause herzustellen, anstatt überzuckerte und vitaminarme TetraPack-Säfte zu kaufen, wird immer beliebter. Und das ist offensichtlich auch Philips nicht verborgen geblieben. Slow Juicer, die den Früchten ihren Saft besonders schonend entlocken, gelten dabei als besonders gut. Denn hier behalten die Säfte eine Vielzahl der wertvollen Vitamine aus den Früchten. Bei der Betrachtung der Slow Juicer von Philips zeigen sich aber genau hier die größten Mängel. Denn für einen Slow Juicer scheint die Umdrehung der Schnecke bei beiden Modellen doch viel zu hoch zu sein. Damit können diese Geräte also nicht die Saftqualität liefern, die der Verbraucher von einem Slow Juicer erwartet. Besonders enttäuschend ist jedoch die Saftausbeute. Philips verspricht hier ein Ergebnis von bis zu 90%. Doch gerade bei festerem Gemüse ist der Trester deutlich zu nass, sodass das Ergebnis weit von einer optimalen Saftausbeute entfernt ist. Einzig die schicke Optik und die leichte Reinigung machen diese Geräte wirklich attraktiv. Für den Preis eines Slow Juicers (über 300 Euro) ist keines der beiden Philips Modelle zu empfehlen. Ich würde nicht mehr als 150 Euro dafür ausgeben wollen. Gute Slow Juicer sind auf unsere Entsafter Test Seite aufgelistet.

Quellen:

6. Angel Juicer 7500 Saftpresse mit Zwillings-Presskolben: Gut für grünes Blattgemüse und Weizengras

Die Angel Juicer 7500 Saftpresse weist die Maße 19,4 cm x 50,5 cm x 26,1 cm auf und wiegt etwa 9,4 Kilogramm. Ausgestattet ist sie mit Zwillings-Presskolben (Twin Gear), welche pro Minute auf 82 Umdrehungen kommen. Damit handelt es sich bei diesem Entsafter um einen sogenannten Slow-Juicer. Die Motorleistung beläuft sich auf 150 Watt und eine zuverlässige Kühlung ist durch den integrierten Ventilator gewährleistet.

Der Entsafter ist aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Dieses Material zeichnet sich nicht nur durch seine Langlebigkeit aus, sondern verleiht dem Gerät zusätzlich eine stilvolle Optik. Die Saftpresse wird laut Herstellerangaben von Hand zusammengebaut und gewissenhaft kontrolliert, bevor sie das Werk verlässt. Aufgrund dessen und durch ihrer nun mehr 30-jährigen Erfahrung auf diesem Gebiet, gewährt die Firma Agel Juicers den Kunden ihres Produkts eine Garantie von fünf Jahren ab dem Kaufdatum. Diese beschränkt sich allerdings auf den privaten Gebrauch.

In der Lieferung sind neben dem Entsafter noch ein Einfülltrichter mit Sieb vorhanden sowie ein feines und ein normal grobes Sieb. Auch ein Holzstößel, eine 360 ml Flasche für Saft und ein Auffangbehälter für den Saft sowie ein Behälter für den Trester sind im Paket zu finden. Auch die Bedienungsanleitung in deutscher Sprache und eine Abdeckung für das Siebgehäuse sind enthalten, außerdem noch eine Bürste zur einfachen Reinigung des Entsafters.

Säfte und mehr

Mit der Angel Juicer 7500 Saftpresse können die verschiedensten Nahrungsmittel entsaftet werden. Neben hartem Gemüse wie etwa Rote Bete oder Möhren kann auch weiches Obst wie Orangen entsaftet werden. Doch auch aus Blattgemüse jeglicher Art kann mit dem Angel Juicer gesunder, grüner Saft gewonnen werden. Dazu können beispielsweise Spinat, Salate oder Weizengras in das Gerät gegeben werden. Ebenso sind faserige Gemüsesorten wie zum Beispiel Sellerie kein Problem. Denn die effiziente Arbeitsweise des Entsafters sorgt dafür, dass nur wenig Trester anfällt. Zudem ist auch die Zubereitung von Nussmusen möglich oder auch die Herstellung pflanzlicher Milchalternativen aus beispielsweise Mandeln. Darüber hinaus lässt sich selbst die Herstellung von Fruchtsorbets mit dem Angel Juicer realisieren.

Für wen und für was eignet sich die Saftpresse und wofür eher nicht?

Kundenaussagen zufolge eignet sich das Gerät sehr gut für grünes Blattgemüse, Weizengras und Staudensellerie. Hierbei würde auch eine sehr beachtliche Saftausbeute erzielt werden. Hingegen war man von dem Entsaften von Äpfeln, Ananas und Birnen eher weniger begeistert.

Von der Qualität des Safts kann dieser Entsafter eigentlich durchweg überzeugen. Auch hinsichtlich der vom Hersteller versprochenen Langlebigkeit scheint eine große Zufriedenheit unter den Kunden zu herrschen. Ein Kunde berichtet beispielsweise von seiner täglichen Nutzung der Angel Juicer 7500 Saftpresse zur Herstellung von Möhrensaft. Die Saftpresse weist auch nach über zwei Jahren intensiven Gebrauchs keine Mängel auf und die Saftqualität ist gleichbleibend hoch. Zudem ist der Reinigungsaufwand zumindest in Bezug auf die Möhrensaft-Produktion eher gering. Besagter Kunde gibt nämlich an, für das Entsaften von einem Kilogramm Möhren inklusive Reinigung gerade einmal acht Minuten investieren zu müssen.

Schonende und damit nährstofferhaltende Zubereitung

Die eingefüllten Lebensmittel verarbeitet die Presse sehr schonend und befördert sämtliche Flüssigkeit mit 82 Umdrehungen pro Minute aus diesen hinaus. Laut Herstellerangaben kann mit diesem Gerät bis zu 30% mehr Saft im Vergleich zu anderen Entsaftern erzielt werden. Das leistungsstarke und langsame Entsaften sorgt für das zuverlässige Zerkleinern der Pflanzenzellen, wodurch zusätzlich die größtmögliche Menge an Nährstoffen und Vitaminen aus dem Gemüse beziehungsweise dem Obst extrahiert wird.

Weiter gibt der Hersteller an, dass der Angel Juicer 7500 Entsafter rund 90 % der im Obst und Gemüse enthaltenen Rückstände von den in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzten Pestizide entfernt. Dies sei durch die zuverlässige Trennung von Saft und Trester gewährleistet.

Geräuscharme Saftherstellung

Im Betrieb ist die Saftpresse laut Kunden sehr leise. Das ist dem leistungsstarken Industriemotor zu verdanken, welcher die Kaltpressung ermöglicht. Die verwendete Presskraft wird vom Gerät selbst je nach Inhalt bestimmt. Die geringe Reibung verhindert einen Wärmestau im Gerät und als Ergebnis erhalten Sie einen tresterfreien, frischen Saft. Dieser kann bis zu 48 Stunden im Kühlschrank gelagert werden.

Verschiedene Funktion gewähren Sicherheit

Die Saftpresse verfügt über eine automatische Rücklauffunktion. Ein spezieller Sensor veranlasst ein Stoppen des Motors, sobald das Zuführrohr zu viel verarbeiten muss. Das dient dem Schonen der Maschine, wenn dem Gerät zu viel Input auf einmal zugemutet wird. Daher sollten prinzipiell die zu entsaftenden Lebensmittel in kleinen Mengen und auch nur in Stücke geschnitten in den Entsafter gegeben werden, damit die Stücke nicht stecken bleiben. So können Sie im Vorfeld eine Überfüllung vermeiden.

Daneben ist die Inbetriebnahme ohnehin nur möglich, wenn alle Komponenten der Saftpresse ordnungsgemäß angeschlossen sind. Um ein versehentliches Einschalten zu vermeiden, wurde der dafür verantwortliche Schalter vom Hersteller auf der Rückseite des Geräts platziert. Obwohl es sich um einen Slow-Juicer handelt, wird Wert auf einen Überhitzungsschutz des Motors gelegt. Dieser wird sowohl durch ein integriertes Thermostat als auch durch einen Ventilator gewährleistet. Auch vor potenziellen Stromschlägen ist das Gerät ausreichend gesichert. Zwischen dem Motor und dem Gehäuse befindet sich eine Isolierung. Zudem ist der Schalter mit einem doppelten Stromschlagschutz versehen.

Sowohl die Bedienung des Entsafters als auch die Reinigung gestalten sich recht unkompliziert. Vor dem ersten Nutzen empfiehlt es sich, das Gerät einmal komplett zu säubern. So werden Staubrückstände von der Herstellung oder durch den Transport entstandene Unreinheiten entfernt. Nachdem das Gerät an den Strom angeschlossen wurde, wird der Tresterbehälter und den dazugehörigen Auslass gestellt. Auch der Behälter für den Saft kommt unter den entsprechenden Auslass. Wenn das Gerät eingeschaltet ist, wird es durch den grünen „Start“-Knopf in Betrieb genommen. Nun können die kleingeschnittenen Gemüse- und Obststücke einfach in den Einfülltrichter gegeben werden. Um die Stücke gefahrlos tiefer hineinzuschieben, bietet sich der mitgelieferte Holzstößel an.

Eine unverzügliche Reinigung ist angebracht

Der Entsafter wurde aus Edelstahl gefertigt. Dieses besitzt eine antibakterielle Eigenschaft und ist sehr unempfindlich. Deshalb bietet sich der Einsatz von Edelstahl im Lebensmittelbereich bestens an. Dennoch sollte die Saftpresse nach jeder Nutzung gereinigt werden. Ansonsten können sich Bestandteile der Pflanzenfasern an den ansammeln und an den Presskolben anhaften. Im angetrockneten Zustand sind diese Rückstände nur schwerlich zu entfernen. Daher ist eine Reinigung mit warmem Wasser ratsam. Ebenso kann die mitgelieferte Reinigungsbürste zur Hilfe genommen werden, um die einzelnen Komponenten der Saftpresse zu säubern. Die Teile des Geräts sind auseinandernehmbar und spülmaschinenfest.

Zunächst muss das Gerät allerdings von der Stromversorgung getrennt werden. Danach können die einzelnen Komponenten des Entsafters auseinandergenommen und entweder per Hand oder in der Spülmaschine gereinigt werden.

Im Großen und Ganzen bilden die Kundenrezensionen ein sehr positives Bild zur Angel Juicer 7500 Saftpresse. Die Meinungen hinsichtlich der Reinigung gehen ein wenig auseinander. Während einige Kunden den Reinigungsaufwand als minimal und unkompliziert beschreiben, empfindet manch anderer die Säuberung des Entsafters als mühselig. Dennoch herrscht scheinbar Einigkeit über die Bedeutung der regelmäßigen Reinigung in Bezug auf das Saftergebnis. Vor allem das feine Sieb verklebt schnell und muss daher häufig gereinigt werden.

Auch bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses variieren die Meinungen geringfügig. Einige sehen einen Preis von 1.285,00 Euro für vollkommen gerechtfertigt an. Auch wenn der eine oder andere zunächst bei dem Preis schlucken musste, empfehlen sie diese Saftpresse dennoch weiter und würden sie auch selbst erneut kaufen. Andere hingegen raten eher aufgrund des Preises ab.

Mit der Angel Juicer 7500 Saftpresse holen Sie sich einen leistungsstarken und Vitamin-schonenden Entsafter ins Haus. Das Spektrum der Lebensmittel, die sich zu Saft verarbeiten lassen, ist breit. Zudem sind auch andere Produkte, wie Nußmus oder Pflanzenmilch, herstellbar. Bei der Anschaffung eines Entsafters geht auch ein gewisser Reinigungsaufwand einher. Diesen scheinen einige Kunden zu vergessen, wenn sie ihre Meinung über das Produkt abgeben. Die erzielte Qualität des Safts dürfte sehr hoch sein. Zwar gibt es einige kritische Stimmen, doch nichtsdestotrotz empfiehlt der Großteil der Kunden diese Saftpresse aufgrund der eigenen Zufriedenheit durchaus weiter.

7. Smeg Slow Juicer SJF01PBEU

Der Smeg Slow Juicer Entsafter SJF01PBEU verfügt über eine Slow Squeezing Technologie (SST®), welche sich durch eine besonders schonende Pressung auszeichnet. Das Gerät wiegt rund 7,4 Kilogramm und weist Abmessungen von 412,60 mm x 269,90 mm x 170,60 mm auf. Bei einer Leistung von 150 Watt wird ein haushaltsüblicher Anschluss von 230 bis 240 Volt benötigt. Der Stromverbrauch ist allerdings relativ gering.

Der Saftrührer ist mit vier rotierenden Wischblättern ausgestattet, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Zudem kann ein Rückwärtslauf ausgewählt werden. Diese Funktion kann genutzt werden, wenn die Presschraube während des Gebrauchs stehen bleibt. Die blockierenden Zutaten werden nach oben gedrückt und die Pressschraube wieder befreit. Um einen sicheren Stand zu gewährleisten, verfügt der Entsafter über rutschfeste Stellfüßchen.

Der Retrostyle des Gerätes stellt einen besonderen Blickfang dar. Die abgerundeten Ecken erinnern an den Stil der Küchengeräte aus den 1950er Jahre und lassen eine gewisse Nostalgie wach werden. Der Kugelgriff mit Aktivierungshebel besteht aus Edelstahl und hebt sich stilvoll vom aus Kunststoff gefertigten Gehäuse ab. Dieses wird in den Farben Pastellblau, Creme, Schwarz und Rot angeboten.

Eine Besonderheit dieses Slow Juicers ist die Tatsache, dass die Konsistenz des Saftes regulierbar ist. So reicht das Spektrum von klaren Säften bis hin zu cremigen Smoothies. Ermöglicht wird das der manuellen Pressung ähnelnden Entsaften durch die geringe Umdrehungszahl von 43 Umdrehungen pro Minute. Durch diesen besonders schonenden Vorgang bleiben die im Obst und Gemüse befindlichen Nährstoffe erhalten.

Neben dem Entsafter selbst, findet der Kunde im Lieferumfang außerdem noch einen Stößel sowie je einen Behälter für den Saft und für den Trester. Der Saftbehälter fasst einen Liter Flüssigkeit, während der Tresterbehälter ein Fassungsvermögen von 1,6 Liter aufweist. Der Saftbehälter besteht aus Tritan®, bei welchem es sich um einen BPA-freien Kunststoff handelt. Zudem zählen auch zwei Saftsiebe (ein grobes und ein feines) zum Zubehör und zusätzlich noch zwei Reinigungsbürsten. Das beiliegende Rezeptbuch kommt noch als praktisches Extra hinzu und enthält eine Vielzahl an Rezeptanregungen.

Pressschnecke und Saftrührer bestehen aus – ebenfalls BPA-freiem – ULTEM®. Diese noch neuen und innovativen Kunststoffe zeichnen sich vor allem durch ihre lange Haltbarkeit aus.

Die Behälter für den Saft und den Trester werden unter den jeweiligen Ausläufen platziert. Sobald der Entsafter gestartet wurde, können nach und nach die kleingeschnittenen Obst- und/oder Gemüsestückchen oben in den Trichter gegeben werden. Hier kann der mitgelieferte Stößel zur Hilfe genommen werden. Die gewünschte Saftkonsistenz kann über den Hebel eingestellt werden.

Bevor Sie das Obst in den Trichter einfüllen, sollten sie dieses nicht nur kleingeschnitten, sondern auch von Kernen befreit haben. Das gilt vor allem für Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen und so weiter. Kleinere Kerne, wie etwa die von Kiwi, Trauben, Granatäpfeln oder Brombeeren stellen kein Problem dar. Bei fasrigen Gemüsesorten, wird empfohlen, diese in drei bis vier Zentimeter große Stücke zu schneiden. So kann der Entsafter Fenchel, Sellerie oder Artischocken am besten verarbeiten. Die Schalen müssen übrigens nicht entfernt werden.

Um klare Obstsäfte zu erhalten, bietet sich das feinere der beiden mitgelieferten Siebe an. Das grobe Sieb hingegen ist für Säfte mit Fruchtfleisch sowie Shakes beziehungsweise Smoothies und Suppen bestens geeignet. Der Hersteller rät davon ab, Kaffeebohnen, Sesamsamen und Pfefferkörner in das Gerät zu füllen. Mandeln und andere Nüsse hingegen können verarbeitet werden. Auch in Zucker, Alkohol oder Honig konservierte Obst- oder Gemüsesorten sollten nicht eingefüllt werden, damit Schäden am Entsafter verhindert werden. Ansonsten können Obstsorten wie Ananas, Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Grapefruits, Heidelbeeren, Kirschen, Melonen, Pflaumen, Pfirsiche und Orangen sowie Zitronen problemlos zu Saft verarbeitet werden. Gleiches gilt für Gemüse wie Blumenkohl und Brokkoli, Gurken, Ingwer, Karotten, verschiedene Kohlsorten, Rote Beete und Salate sowie Spinat.

Des Weiteren kann der Entsafter beispielsweise auch für die Herstellung eigener Sojamilch genutzt werden sowie für feine Marmelade. Natürlich kann auch die Gemüse-Basis für Suppen oder Saucen produziert werden.

Vor der ersten Nutzung sollten nicht nur die Schutzfolien der Gerätkomponenten entfernt, sondern auch eine Reinigung durchgeführt werden. Die Oberflächen können nach der Auskühlung in regelmäßigen Abständen mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Um den Entsafter auch von innen zu reinigen, muss dieser auseinandergenommen werden. Zur Säuberung der Einzelteile werden die mitgelieferten Reinigungsbürsten verwendet. Deren Reinigung sollte unter fließendem Wasser stattfinden. Bevor die einzelnen Bestandteile anschließend wieder zusammengebaut werden, ist ein gründliches Abtrocknen nötig. Auch die Dichtungen und die Wischblätter bedürfen einer Reinigung nach dem Entsaften. Dazu wird die Dichtung am Boden des Behälters herausgenommen, um den Korb mit den Wischblättern zu entnehmen. Die Wischblätter können vom Korb getrennt und separat gereinigt werden. Um den Korb zu reinigen, kommen ebenfalls die Reinigungsbürsten und fließendes Wasser zum Einsatz.

Zu beachten ist, dass die Reinigung ebenso unmittelbar nach jedem Gebrauch stattfinden sollte. Denn wenn Lebensmittelreste erst einmal eingetrocknet sind, gestaltet sich die Reinigung wesentlich aufwändiger. Außerdem können die angetrockneten Reste das Auseinanderbauen erschweren.

Getestete Entsafter von Testmagazinen

1. Braun J700 Multiquick 7 Entsafter: Note „Gut“ von Stiftung Warentest

Wer nach einem besonders schnellen Entsafter sucht, der ein modernes Styling besitzt und in der Küche einen attraktiven Blickfang darstellt, wird in dem Gerät von Braun „J700 Multiquick 7“ genau das finden. Mit seinem 1000 Watt starken Motor und seiner zusätzlichen Schnellentsafter-Funktion ist er in der Lage in kürzester Zeit Obst- und Gemüsesäfte verschiedenster Sorten zu produzieren. Für sein edles Aussehen sind das Gehäuse aus Edelstahl und der Hochglanz-Kunststoff verantwortlich. Erfreulich zu wissen ist auch, dass dieses Modell die Note „Gut“ 2,0  im Entsafter Test durch Stiftung Warentest im Jahr 2013 erhielt [1] und somit auf den zweiten Platz direkt hinter dem Testsieger Philips HR1871/10 landete. Die höchste Note „Sehr gut“ hat er sich dabei für seine Haltbarkeit und hohe Belastbarkeit verdient. Ob die restlichen Eigenschaften genauso überzeugend sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Technische Daten

  • Entsaftertechnik: Zentrifuge
  • Umdrehungen pro Minute: keine Angaben
  • Einfüllöffnung ø:  7,5 cm (XXL)
  • Leistung: 1000 Watt
  • Geschwindigkeitsstufen: 2
  • BPA-frei: keine Angaben
  • Saftbehälter Kapazität: 1,25 l
  • Tresterbehälter Kapazität: 2 l
  • Tropf-Stopp-System: ja
  • Spülmaschinenfeste Teile: ja
  • Materialien: Edelstahl-Gehäuse & Hochglanz-Kunststoff
  • Gewicht: 4,5 kg
  • Maße (B x T x H): 30,5 x 35,6 x 40,6 x cm

Ausstattung und Aufbau

Bevor man sich der Entsaftung widmet, müssen zuerst die zehn Einzelteile zusammengebaut werden. Dazu gehören: die Antriebseinheit, die Saftauffangschale mit dem zugehörigen rostfreien Edelstahlsieb, der Einfüllschacht mit dem Stopfer sowie der Tresterbehälter und die Saftkanne. Der Aufwand dafür dürfte dank der verständlich formulierten und gut bebilderten Bedienungsanleitung auch für ungeübte niedrig ausfallen und innerhalb von wenigen Minuten erledigt sein.

Zum Lieferumfang gehören auch eine Reinigungsbürste, mit der das Sieb per Hand gereinigt werden kann und ein Schaumtrenner, um den Schaum von dem Saft zu trennen. Der halbrund gestaltete Tresterbehälter, der an der Rückseite des Entsafters anzubringen ist, fasst 2,0 Liter und der Saftbehälter ist mit 1,25 Liter ebenfalls groß genug. Nur wenige Entsafter bieten größere Saftkannen, wie z.B. der oben erwähnte Philips HR1871/10, welcher mit einer 1,5-Liter-Saftkanne geliefert wird.

Große Einfüllöffnung

Die Bedienung des Braun J700 Multiquick 7 ist dank des breiten Einfüllschachts mit einem Durchmesser von 7,5 cm sehr benutzerfreundlich gestaltet. Die breite Öffnung ist zur Aufnahme ganzer Früchte oder Knollen, wie Äpfeln oder Roter Beete eignet. Der Hauptvorteil dabei ist, dass das Vorschneiden der Früchte entfällt und der zweite Vorteil liegt in der einfachen und sekundenschnellen Entsaftung, da man nicht die Stücke einzeln reinlegen muss. Lediglich sehr große Früchte- und Gemüseteile müssen eventuell in 2 Stücken geschnitten oder geviertelt werden. Wer auf eine noch größere Einfüllöffnung Wert legt, sollte sich die folgenden Entsafter ansehen: den Philips HR1871/10, den Philips HR1921/20, den Gastroback 40138 Design Multi Juicer Digital und den Kenwood JE 850, die jeweils mit 8,0 cm, 8,0 cm, 8,4 cm und 8,5 cm Durchmesser punkten können.

Schnellentsafter-Funktion

Nach dem Einschalten des Entsafters mit hoher Geschwindigkeit startet das Gerät mit einer Schnellentsafter-Funktion, die in weniger als einer halben Minute ein erstes Glas Saft produziert. Diese Funktion ist sehr praktisch und bietet die Gelegenheit, ganz auf die Schnelle ein Glas Obst- oder Gemüsesaft frisch zubereiten und trinken zu können. Dabei kommt allerdings die Saftausbeute etwas zu kurz, während der Trester sehr feucht bleibt.

Anti-Tropf-System

Im weiteren Betrieb kann man über den an der Frontseite des Multiquick 7 sich befindlichen Knopf, der mit einem Tropf-Symbol gekennzeichnet ist, das Anti-Tropf-System am vertikalen Auslauf aktivieren, sodass eine „Kleckerei“ vermieden werden kann, wenn die Saftkanne geleert werden soll. Allerdings bemängeln manche Kunden, dass es trotzdem leicht nachtropft.

Ein Nachteil bei der Konzeption des Gerätes in Bezug auf Spritzer ist sein vertikaler Aufbau mit dem Auslauf des Saftes von oben. Während beim Philips HR1871/10 und dem Gastroback 40138 der Saftauslauf schräg steht und direkt in der Saftkanne mündet, besteht zwischen dem Saftauslauf und der Saftkaraffe des Braun Modells ein gewisser Abstand, wodurch es zu Spritzer in der Umgebung kommen kann.

Wie laut ist der Braun J700 Multiquick 7 Entsafter?

Die Lautstärke beim Betrieb ist hoch, was typisch für ein Zentrifugalentsafter ist, jedoch ist sie niedriger als bei anderen Modellen wie Gastroback 40138 und Kenwood JE 850. In diesem Video kann man sich den Entsafter während des Betriebs anhören und sich selber einen Eindruck verschaffen.

Wie hoch ist die Ausbeute?

Der Braun J700 Multiquick 7 Entsafter liefert (abgesehen von der Schnellentsafter-Funktion) eine sehr hohe Saftausbeute bei Äpfeln: aus 500 g Äpfel erhält man ganze 373 ml Saft, was einer Saftausbeute von 75 % entspricht [1]. Bei Möhren und Weintrauben liefert er etwas weniger Saft, aber die Ausbeute liegt immer noch in einem guten Bereich.

Für welches Pressgut geeignet?


Harte Früchte- und Gemüsesorten (z.B. Rote Beete, Birnen, Äpfel, Karotten)

Weiche Früchte- und Gemüsesorten (z.B. Tomaten, Gurken, Zitrusfrüchte, Kiwis)

Faseriges Obst und Gemüse (Ananas, Rhabarber)

Blattgemüse (Blattpetersilie / Spinat), Kräuter

Weizengras

Stärkehaltige Früchte: Bananen, Papayas, Avocados, Feigen und Mangos

Am Ein-/Ausschalter an der Seite des Antriebsteils des Braun J700 Multiquick 7 können zwei Geschwindigkeitsstufen gewählt werden. Sie begünstigen das Verarbeiten weicherer und härterer Zutaten. Die zweite Geschwindigkeitsstufe ist für hartes Obst und Gemüse gedacht wie z.B. Äpfel, Birnen, Karotten und Rote Beete und die erste für weiches Obst und Gemüse wie z.B. Tomaten, Gurken, Beeren, Zitrusfrüchte und Kiwis. Der Entsafter ist nicht für stärkehaltiges Obst wie Bananen und Avocados sowie für faseriges Obst und Gemüse wie Ananas oder Rhabarber geeignet. Wie alle anderen Zentrifugalentsafter ist auch das Gerät von Braun kein Spezialist für das Entsaften von Gräsern und Wildkräuter.

Die Qualität des Saftes liegt wie immer bei Zentrifugalentsaftern unter der hohen Qualität der Slow Juicer (wenn man mit dem Oscar Neo DA-1000 bzw. dem Bionika DA-1000 Slow Juicer vergleicht). Der Saft von Braun enthält viel Schaum, trennt sich in Phasen und ist weniger aromatisch schmeckend [2]. Aber dennoch ist dieser Saft gesünder und leckerer als ein Saft aus dem Tetrapack.

Sicherheit

Was die Sicherheit betrifft, so sorgt das integrierte 4-Wege-Sicherheitssystem dafür, dass sobald nur eine der Sicherheitsbedingungen während des Entsaftungsvorgangs nicht mehr gegeben ist, der Motor des Gerätes innerhalb von 3 Sekunden zum Stillstand kommt. Das heißt, wenn die Saftauffangschale nicht eingesetzt wurde, oder der Deckel nicht sicher mit den Verschlussbügeln verriegelt ist, oder die Verschlussbügel sich gelöst hat, während der Motor noch läuft, stoppt der Motor.

Zudem sorgen die rutschsicheren Füße des Küchengerätes für seinen sicheren Stand während des Betriebes. Der Hersteller Braun weist ausdrücklich darauf hin, dass der Entsafter maximal 15 Minuten pro Entsafter-Session betrieben werden darf . Wie bei den meisten Zentrifugalentsaftern gewährt auch hier der Hersteller eine Garantie von 2 Jahren.

Reinigung

Kritisch wird von vielen Nutzern des Entsafters seine Reinigung gesehen, da diese mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Auch Stiftung Warentest hat für die Reinigung nur die Note „befriedigend“ gegeben.

So sei das Edelstahlsieb schnell zugesetzt und mühsam zu reinigen, auch wenn man dieses per Hand sofort nach dem Entsaften reinigt. Zudem haben die einzelnen Teile, Klarsichtdeckel mit Einfüllstutzen, Tresterbehälter und die Plastikunterschale des Rotationssiebes viele Kanten und Hohlräume. Außerdem kann die Auslauftülle nur schwer mit einem Bürstenputzer gereinigt werden.

Positiv ist jedoch, dass alle abnehmbaren Einzelteile des Braun J700 Multiquick 7 sowie Saftkanne inkl. Deckel für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet sind. Der Hersteller empfiehlt dennoch nachdrücklich, vor dem Abspülen in der Spülmaschine das Sieb mit der Bürste und warmem Wasser vorzureinigen.

Wenn man die gesamte Reinigung direkt nach der Benutzung des Entsafters unter Zuhilfenahme der Reinigungsbürste und warmen Wasser selbst vornimmt, sollte man zwischen 5 und 15 Minuten einplanen, je nachdem ob man danach abtrocknet und ob das Sieb sehr verstopft ist. Das Motorteil darf natürlich nicht in Wasser getaucht werden und sollte nur mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Vor- und Nachteile im Überblick


Vorteile

  • XXL-Einfüllöffnung von 7,5 cm
  • schnelles Entsaften großer Mengen
  • spülmaschinenfeste Einzelteile
  • standfest
  • einfache Bedienung
  • hochwertig verarbeitetes Gerät



Nachteile

  • aufwendige Reinigung
  • laut, da Zentrifugalentsafter
  • schwach beim Entsaften von faserigem und unreifem Obst und Gemüse
  • trotz Anti-Tropf-System tropft es leicht nach


Fazit

Der bereits im Jahr 2012 mit einem Küchen-Innovations-Award für Design und Bedienkomfort ausgezeichneten Braun J700 Multiquick 7 punktet in der Praxis und in Tests mit seiner Leistungsstärke und erprobte Langlebigkeit. Er sichert bei den meisten zum Entsaften geeigneten Obst- und Gemüsesorten eine gute Saftausbeute. Einschränkungen sind lediglich bei faserigen Obst- und Gemüsesorten wie Rhabarber und Ananas zu erwarten. Einfach zu bedienen und ausgestattet mit dem benutzerfreundlichen Schnellentsaftungssystem verdient er sich dank seines akzeptablen Preises eine Kaufempfehlung in der Kategorie „Zentrifugalentsafter“. Lediglich die Reinigung ist etwas aufwendiger.

Quellen:

[1] Stiftung Warentest 08/2013
[2] Kundenbewertungen bei Amazon: https://www.amazon.de/Braun-J700-Multiquick-Entsafter-1000/dp/B006IBO0KG/

2. Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer: Note „Gut“ imEntsafter Test von ETM-Testmagazin 07/2016

Mit dem Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer wird Obst und Gemüse im Handumdrehen zu frischen Säften und Smoothies verarbeitet. Der Entsafter ist hochwertig verarbeitet und in seiner Bedienbarkeit unkompliziert. Eine schonende Zubereitungstechnik sorgt für eine gute Saftausbeute und das Erhalten wichtiger Nährstoffe. Allein die kleine Einfüllöffnung erfordert einige Minuten mehr Zeit für die Zubereitung.

Technische Daten

  • Entsafter-Typ: Slow Juicer – vertikal
  • Entsaftertechnik: Press-Schnecke
  • Umdrehungen pro Minute: 40 U/min
  • Einfüllöffnung ø: 4,5 x 3,5 cm
  • Leistung: 150 Watt
  • Maximaler Dauerbetrieb: 20 min
  • Pressdruck / Geschwindigkeit einstellbar: nein
  • BPA-frei: keine Angaben
  • Fassungsvolumen Saftbehälter: ca. 1 l
  • Auslauf-Stopp: ja, Verschluss
  • Materialien: Sieb aus Edelstahl, Gehäuse aus ABS-Kunststoff
  • Spülmaschinengeeignet: nein
  • Gewicht: ca. 6,7 kg
  • Maße (B x T x H): 15 x 20 x 45 cm

Wer zu Hause frischen und selbstgepressten Saft genießen möchte und dabei auf besonders schonende und hochwertige Saftgewinnung Wert legt, für den ist ein Slow Juicer die ideale Wahl. Zu dieser Kategorie zählt auch der hier vorgestellte Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer, welcher die Note „Gut“ im Entsafter Test von ETM-Testmagazin 07/2016 erhielt.

Der Juicepresso Plus Slow Juicer des Herstellers Jupiter ist mit seinen Maßen von 15 x 20 x 45 cm ein eher schmaleres Modell unter den Slow Juicern. Dennoch bringt er stolze 6,7 kg auf die Waage. Das hohe Gewicht spricht für seine hohe Stabilität und sorgt dafür, dass im laufenden Betrieb kein Wackeln und Verrutschen zu verzeichnen ist [1]. Zusätzlichen Halt geben die Gummifüße an der Unterseite des Entsafters.

Der schlank verarbeitete Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer ist in einem kräftigen Rot, einem frischen Grün oder in klassischem Weiß erhältlich und hat somit ein modernes, frisches Design. Das Gehäuse besteht aus ABS-Kunststoff, ein thermoplastisches Terpolymer, das nicht nur in der Haushaltsindustrie, sondern auch in der Automobil- und Elektroindustrie verwendet wird. Diese Art von Hartplastik gilt als gesundheitlich unbedenklich. Zu der Ausstattung dieses Entsafters zählen, neben der Antriebseinheit, der Trommel, der Pressschnecke sowie des Einfülltrichters, ein Stopfer, zwei Behälter für den Saft und den Trester mit einem Fassungsvermögen von jeweils einem Liter, zwei Siebe, eine Reinigungsbürste, ein Rezeptbuch und die Bedienungsanleitung. Der Saftbehälter ist mit einer Messskala versehen und kann mittels eines Deckels verschlossen werden. Die Saftsiebe sind unterschiedlich fein, sodass auch Säfte mit Fruchtfleisch bzw. Smoothies gewonnen werden können. Positiv anzumerken ist, dass das Saftsieb aus Edelstahl gefertigt ist und nicht aus billigem Kunststoff. Die Bedienungsanleitung ist leicht verständlich und gut bebildert, sodass der Aufbau des Entsafters auch für handwerklich unbegabte schnell zu erledigen ist.

Bevor der Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer in Betrieb genommen werden kann, müssen seine Einzelteile zusammengesetzt werden. Anhand der Anleitung im Bedienungshandbuch ist dies in wenigen Schritten erledigt. Die Teile sind mit Markierungen versehen, an denen sich orientiert werden sollte. Erst wenn alle Teile ineinander eingerastet sind, ist ein sicheres Bedienen möglich. In den etwa 10 cm tiefen und 4,5 x 3,5 cm breiten Einfüllschacht kann nun klein geschnittenes Obst und Gemüse gegeben werden. Mithilfe des Stopfers wird dieses Richtung Pressschnecke geleitet. Bleibt einmal etwas Pressgut in der Pressschnecke hängen, kann es mit der Reverse-Funktion nochmals rückwärts durch diese geführt werden. Die Reverse-Funktion wird durch eine eigene Taste auf dem dreistufigen Ein- und Ausschalter aktiviert. Das Obst und Gemüse wird langsam in der Pressschnecke zerdrückt und der Saft und der Trester laufen über verschiedene Öffnungen in die darunter stehenden Behälter. Durch einen Tropf-Stopp-Verschluss ist ein sauberes Arbeiten mit diesem Gerät möglich.

Die Motorleistung des Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicers beträgt 150 Watt, wodurch er ruhig und leistungsstark arbeitet. Mit gerade einmal 40 Umdrehungen pro Minute, wird das Obst und Gemüse sehr langsam in der Pressschnecke zerdrückt. So wird verhindert, dass das Pressgut warm wird und wichtige Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme und Mineralien bleiben nach dem Pressen erhalten. Die Umdrehungszahl ist sogar niedriger als bei meinem Favorit-Entsafter Oscar Neo DA-1000, der mit 63 U/min arbeitet. Ein weiterer Vorteil der langsam arbeitenden Entsafter, wie dem Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer, besteht darin, dass die Saftausbeute höher ist und die Schaumbildung auf dem Saft reduziert wird. Es gilt zu beachten, dass das Gerät nicht länger als 20 Minuten verwendet werden darf, da es danach abkühlen muss. Da die Saftzubereitung allerdings nur wenige Minuten in Anspruch nimmt, ist dies kein wesentlicher Kritikpunkt.

Mit dem Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer können Obst, Gemüse, Kräuter und Blattgemüse problemlos gepresst werden. Unabhängig davon, ob es sich um harte, weiche oder faserige Obst- und Gemüsearten handelt. Je nach Wahl des Siebes entstehen so köstliche Säfte und Smoothies. Aufgrund der eher kleineren Einfüllöffnung muss größeres Pressgut vor dem Einfüllen zerkleinert werden. Auch Stiele, Kerne und Steine sollten entfernt werden, damit die Pressschnecke nicht verstopft wird.

Für folgendes Pressgut geeignet


Harte Früchte- und Gemüsesorten (z.B. Rote Beete, Apfel, Karotten, Sellerie)

Weiche Früchte- und Gemüsesorten (z.B. Orangen, Salatgurke, Zucchini)

Faseriges Gemüse (Ananas)

Blattgemüse wie Blattpetersilie und Spinat, Kräuter

Weizengras

Stärkehaltige Früchte: Bananen, Avocados

Quitten

Die Saftausbeute liegt bei diesem Modell laut ETM-Testmagazin in einem guten Mittelbereich im Vergleich zu anderen Slow Juicern wie dem Greenfield World Trade Omega Juicer 8226,  dem Rommelsbacher ES 240, dem CASO Germany SJW 450, dem Tristar SC 2292 und dem Klarstein Sweetheart Entsafter 10029714. Aus 1 kg Karotten erhält man 515 ml Karottensaft und aus 1 kg Äpfel 650 ml Apfelsaft. [1]

Die Reinigung des Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicers erweist sich als einfach, allerdings muss sie per Hand erledigt werden. Nachdem der Entsafter vom Stromnetz getrennt wurde, kann er auseinandergebaut und die Einzelteile unter fließendem Wasser und mit der mitgelieferten Reinigungsbürste sowie etwas Spülmittel gesäubert werden. Die Antriebseinheit darf dagegen nur feucht abgewischt werden. Die Reinigung sollte nach jedem Gebrauch zeitnah erfolgen.

Der Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer ist ein hochwertiger und leicht zu bedienender Entsafter, daher gibt es nur wenige Kritikpunkte:

  • Kleine Einfüllöffnung: Die vergleichsweise kleine Einfüllöffnung macht es notwendig, dass größeres Obst und Gemüse vor der Verarbeitung zerkleinert werden muss. Eine Alternative zu dem Jupiter Juicepresso Plus, mit einer breiten Einfüllöffnung, ist der Kuvings Whole Slow Juicer B6000S.
  • Reinigung: Leider sind keine Teile dieses Entsafters spülmaschinengeeignet, sodass eine Reinigung per Hand nötig ist. Allerdings ist das kein großer Kritikpunkt, den das Sieb eines Entsafters wird grundsätzlich erst durch eine manuelle Reinigung per Hand wirklich sauber. Zudem sollte man die Teile direkt nach dem Entsaften reinigen, solange die Reste nicht eingetrocknet sind, und nicht abwarten bis die Spülmaschine voll ist.


Vorteile

  • schonendes Entsaften
  • gute Saftausbeute
  • einfache Bedienung
  • einfache Reinigung
  • stabil
  • leise



Nachteile

  • kleine Einfüllöffnung


Quellen:

[1] Entsafter Test von ETM-Testmagazin – Ausgabe Heft 07/2016: Note „Gut“ (88,5 %) für den Jupiter Juicepresso Plus Slow Juicer

Alternativen zum Entsafter

Wer nicht über einen Entsafter verfügt, der muss auf den Genuss von verflüssigtem Obst nicht unbedingt verzichten. Immerhin gibt es etliche Alternativen, die in den meisten Haushalten ohnehin zu finden sind. Da wäre zum Beispiel der Pürierstab. Mit diesem kann weiches Obst und Gemüse sehr gut verflüssigt werden. Allerdings wird bei dieser Variante das Fruchtfleisch nicht vom Saft getrennt. Der Qualität des Saft-Erzeugnisses ist das aber nicht abträglich. Eine andere Option ist der Mixer. Auch hiermit kann man Früchte und Gemüse problemlos zerkleinern. Und auch hier bleibt das Fruchtfleisch im Getränk. Im Gegensatz zum Pürierstab, kann der Mixer auch härteres Obst und Gemüse problemlos zerkleinern. Man kann sogar gefrorene Früchte in den Mixer geben und so leckere Fruchtsorbets herstellen.

Eine weitere Alternative ist die gute alte Zitruspresse. Hiermit kann man hauptsächlich Zitrusfrüchten ihren wertvollen Saft problemlos entlocken. Die Zitruspresse gibt es in der einfachen Variante, in der das Auspressen per Hand erfolgt und in der elektrischen Variante, bei der ein geringerer Kraftaufwand notwendig ist.

Verfügt man über keines dieser Geräte, dann kann man den Saft auch auf althergebrachte Weise gewinnen, indem man das Obst kocht. Dafür werden die Früchte in einen Dampfentsafter gegeben und vorsichtig erhitzt, bis der Saft austritt. Allerdings können durch das Erhitzen der Früchte wertvolle Vitamine verloren gehen.

So, nun sind wir zum Ende meines Entsafter-Artikels angekommen. Ich hoffe, dass ich mit meinen Entsafter Test Videos und Erfahrungsberichten dem einen oder anderen bei seiner schwierigen Entscheidung helfen kann und wünsche ein frohes Entsaften!

Quellen und weiterführende Informationen:

  1. www.juicingscience.com: Versuche und Fakten zum Thema Entsafter Test
  2. www.ukjuicers.com: SLOW JUICER VS FAST JUICER
  3. Entsafter Test von 08/2013 durch Stiftung Warentest
  4. Entsafter Test von Guter Rat.de
  5. Konsument 10/2013 Entsafter Test
  6. ETM Testmagazin 07/2016 Entsafter Test
  7. deutschlandistvegan.de
  8. ETM Testmagazin 09/2012 Entsafter Test

Entsafter Rezepte

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Entsafter Rezepte für den Winter

Rote Beete & Karotten Saft

Gut für: Immunsystem, Leber Entgiftung

• 1 Rote Beete (groß) oder 2 kleine
• 2 Karotten
• 1 Apfel
• 1 Esslöffel Zitrone
• ½ Bund Glatte Blattpetersilie

Grapefruit & Ananas Saft

Gut bei: Erkältung

• 1 Grapefruit
• 1/2 Ananas
• 3 Karotten
• 1/2 Limette
• Minzblätter
• 50 ml Wasser

Entsafter Rezepte für den Frühling

Detox-Spinat-Saft

Gut für: Entgiftung

• 200g Spinat
• 1/2 Zucchini
• 2 Grüne Äpfel
• 1/2 Gurke
• ½ Bund Pfefferminze
• 1 Teelöffel Zitrone

Spargelsaft

Gut für: Entgiftung

• 1 Bund Spargel
• 1 / 2 Wirsingkohl
• 2 Äpfel süß-sauer
• 1 Teelöffel Zitrone
• Prise Cayennepfeffer

Entsafter Rezepte für den Sommer

Wassermelonensaft

Gut für: Hydrierung, Entgiftung, Abnehmen

• 1 große Schale Wassermelone
• 1 Esslöffel Limette
• Minzblätter

Gurken-Salat-Saft

Gut für: Entgiftung, Abnehmen

• 1 Gurke
• 1 Romana Salat
• 2 Karotten
• 100 g Baby Spinat
• ½ Bund Glatte Blattpetersilie
• Salz

Entsafter Rezepte für den Herbst

Karotten & Sellerie Saft

Gut für: Vitalität, mehr Energie, gegen Stress

• 2 Karotten
• 50 g Selleriestange
• 250 g Brokkoli
• 1 Birne

Granatapfelsaft

Gut für: Herzgesundheit

• 1 Granatapfel (nur die Kerne)
• 50 ml Wasser